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POS & Laden

Click and Collect mit Shopify: Abholung und Versand sauber trennen

Shopify bringt die Abholung im Laden mit, je Standort und ohne App. Hier steht, wie Du sie einrichtest, wie Du Abholartikel vom Versand trennst und wo die Standardfunktion aufhört.

Alexander Karl von Alexander Karl 13 Min. Lesezeit Zuletzt aktualisiert: 9. Oktober 2026
Mitarbeiterin in einem Berliner Laden reicht einem Kunden eine gepackte Papiertüte über den Tresen, daneben ein Laptop mit Bestellübersicht, im Regal weitere Tüten zur Abholung
Die Tüte steht bereit und der Kunde kommt vorbei. Das klappt, wenn er beim Bestellen wusste, dass er abholt und in welchem Laden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Click and Collect ist in Shopify eine Standardfunktion. Die Abholung im Geschäft schaltest Du je Standort in den Versandeinstellungen ein.
  • Kunden sehen im Checkout eine Bearbeitungszeit, ein Datum oder ein Zeitfenster können sie dort nicht wählen. Dafür gibt es Apps wie Zapiet oder Pickeasy.
  • Artikel, die Du nicht verschickst, bekommen ein eigenes Versandprofil ohne Versandart. Der Checkout zeigt dann zuerst eine Fehlermeldung beim Versand, deshalb gehört der Hinweis an das Produkt.
  • Versand und Abholung in einer Bestellung gibt es laut Shopify bisher nur als Testlauf für Plus und Enterprise.

Click and Collect mit Shopify ist schnell eingeschaltet, denn die Abholung im Laden gehört zu den Versandeinstellungen. Mehr Arbeit macht eigentlich die Frage, ob Deine Kunden danach verstehen, was sie gewählt haben. Im Relaunch eines Feinkosthändlers mit vier Läden war die Verwirrung zwischen Versand und Abholung der fachliche Kern. Kunden wählten die Abholung und erwarteten eine Lieferung, oder es lief umgekehrt.

Dazu kam die Frage, ob Kunden im Checkout ein Wunschlieferdatum wählen können.

Ich gehe die Einrichtung hier mal der Reihe nach durch. Die Beispiele stammen aus zwei laufenden Projekten, dem Relaunch des Feinkosthändlers und der Migration eines Fachhändlers zu Shopify. Sie zeigen, wie wir es dort lösen. Andere Läden können ja mit guten Gründen anders vorgehen.

1Was Click and Collect in Shopify von Haus aus kann

Shopify nennt die Funktion „Abholung im Geschäft“. Als Voraussetzung nennt die Shopify-Hilfe einen Standort, der Onlinebestellungen ausführt, und die aktuelle Version des Checkouts. Eine App ist für die Grundfunktion erstmal nicht nötig.

Im Checkout wählt der Kunde im Abschnitt Zustellung zwischen „Versenden“ und „Abholen“ und danach einen Standort. Angezeigt werden ihm nur Abholorte in seinem eigenen Land. Was die Funktion schon abdeckt und wo sie aufhört, zeigt die Tabelle.

ThemaStandard in ShopifyGrenze
AbholortJe Standort einzeln ein- und ausschaltbarDer Standort braucht eine Versandzone, sonst meldet der Checkout einen Fehler
ZeitpunktBearbeitungszeit je Standort, im Checkout sichtbarKein Datum und kein Zeitfenster zur Auswahl
BestandAbholung, wenn die ganze Bestellung am Abholort vorrätig ist, dazu auf Wunsch Transfers zwischen FilialenAusnahmen vom Transfer nur über Kollektionen
Versand und Abholung gemischtTestlauf für Plus und EnterpriseSonst eine Zustellart je Bestellung
ProduktseiteVerfügbarkeit je Abholort mit AbholzeitHängt vom Theme ab

2Abholung pro Standort einrichten

Die Einrichtung läuft für jeden Standort gleich ab, Du kannst sie also einmal üben und dann wiederholen.

  1. Öffne im Admin die Einstellungen und dort „Versand und Zustellung“. Bei den zusätzlichen Zustellmethoden findest Du „Abholung im Geschäft“.
  2. Klick den Standort an und schalte die Abholung für ihn ein.
  3. Wähle unter „Voraussichtliches Abholdatum“ eine Bearbeitungszeit aus der Liste. Diese Angabe sieht der Kunde später im Checkout.
  4. Trag im Abschnitt zur Benachrichtigung „Abholbereit“ Deine Abholhinweise ein, zum Beispiel Öffnungszeiten, den richtigen Eingang und was der Kunde mitbringen soll.
  5. Schau Dir die Checkout-Vorschau mal an und speichere.

Hast Du mehrere Läden, wiederholst Du die Schritte eben je Standort und entscheidest für jeden einzeln, ob er Abholort sein soll. Ein Lager, das nur verschickt, lässt Du ausgeschaltet.

Vorsicht

Jeder Abholort braucht eine Versandzone. Fehlt sie, meldet der Checkout laut Shopify-Hilfe, dass die Bestellung nicht zur Abholung bereitsteht, und verlangt eine Versandadresse. Es genügt schon, in der Zone des Standorts einen Tarif anzulegen und ohne Eintrag zu bestätigen.

3Bestand pro Filiale: Was passiert, wenn die Ware woanders liegt

Im Standard bietet Shopify die Abholung nur an, wenn die gesamte Bestellung am gewählten Abholort vorrätig ist. Damit hängt Click and Collect direkt an Deinen Beständen je Standort. Stimmen sie nicht, sieht der Kunde entweder keine Abholung oder er steht im Laden vor einem leeren Regal.

Beim Feinkosthändler führt die Warenwirtschaft den Bestand. Warum Du mit mehreren Läden prüfen solltest, ob die Zahl in Shopify zum Regal in der Filiale passt, steht im Beitrag über Bestand bei Präsentkörben und Theken-Produkten.

Liegt die Ware in einem anderen Laden oder im Lager, helfen Transfers zwischen Filialen. Du wählst am Abholort die Standorte aus, von denen Ware kommen darf. Fehlt dann ein Artikel, kann er von dort kommen. Der Kunde sieht im Checkout eine Abholzeit, die den Transfer schon berücksichtigt. Für diesen Fall kannst Du eine eigene Bearbeitungszeit hinterlegen und einzelne Kollektionen vom Transfer ausnehmen.

Versprich Deinen Kunden aber erstmal nicht, dass sie einen Teil der Bestellung abholen und den Rest geliefert bekommen. Das beschreibt Shopify bisher als Testlauf für Plus und Enterprise. Laut Hilfeseite wird die Funktion dort am 1. Juli 2027 für alle berechtigten Shops aktiv. In den anderen Tarifen wählt der Kunde eine Zustellart für die ganze Bestellung.

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4Artikel nur zur Abholung: ein eigenes Versandprofil ohne Versandart

Manche Artikel willst Du ja gar nicht verschicken, etwa frische, sperrige oder zerbrechliche Ware. In den beiden Projekten ist dafür ein eigenes Versandprofil ohne Versandart vorgesehen. Die Abholartikel werden aus der normalen Versandregel herausgenommen, damit im Checkout nur die Abholung bleibt. Eine Sonderentwicklung ist das nicht, es sind die normalen Versandprofile von Shopify, von denen Du neben dem allgemeinen Profil bis zu 99 eigene anlegen kannst.

Du legst ein neues Profil an, ordnest ihm die Abholartikel zu und gibst ihm eine Versandzone, in der kein Tarif steht. So beschreibt es auch das Shopify-Team in der Community. Bevor Du das live stellst, solltest Du Dir den Checkout einmal genau ansehen.

  • Der Checkout öffnet mit dem Reiter für den Versand und meldet, dass für die Adresse kein Versand möglich ist. Der Kunde muss selbst auf die Abholung umschalten. In einem Thread im Entwicklerforum vom März 2026 heißt es in der Antwort, das Shopify-Team kenne das Verhalten und arbeite an Verbesserungen. Ein Termin steht dort nicht.
  • Liegt ein Abholartikel zusammen mit Versandartikeln im Warenkorb, kann die ganze Bestellung nur noch abgeholt werden. Der Rat aus der Community lautet, am Produkt darauf hinzuweisen, dass solche Artikel eine eigene Bestellung brauchen.
  • Im Community-Thread berichten Händler außerdem, dass der Reiter „Versenden“ trotz leerem Profil sichtbar bleibt. Mach deshalb mal eine eigene Testbestellung, bevor Du Dich auf die Beschreibung verlässt.

Reicht Dir das nicht, kannst Du die Zustellarten auch per App steuern. Apps mit einer Delivery Customization Function können sie im Checkout ausblenden, umbenennen oder umsortieren. Öffentliche Apps mit Functions laufen laut Shopify in jedem Tarif, eine eigene Custom App mit Functions setzt Plus voraus. Abhol-Apps wie Pickeasy bringen außerdem Einstellungen je Produkt mit.

5Auf der Produktseite sagen, was abgeholt und was verschickt wird

Die Verwirrung aus der Einleitung lässt sich schon vor dem Checkout abfangen. Wer erst dort liest, dass ein Artikel nur abgeholt werden kann, hat sich womöglich längst auf eine Lieferung eingestellt. In einem der beiden Projekte habe ich dem Kunden Mitte September zwei Zeilen mit Symbol für die Produktseite beschrieben. Die erste sagt etwas zum Versand, die zweite nennt die Abholung mit Adresse und der Bereitstellungszeit, die in Shopify hinterlegt ist.

In derselben Mail ging es um den Versandtext. Der stand vorher an drei Stellen, und die drei Fassungen waren auseinandergelaufen. Versandkosten und Fristen stehen dort künftig nur noch an einer Stelle.

Beim Feinkosthändler entfällt außerdem die Leiste mit Hinweisen ganz oben im Shop. Angaben wie „nur Abholung“ stehen stattdessen beim jeweiligen Produkt neben dem Warenkorb-Button, mehr dazu im Beitrag über die Produktseite am Handy. Dieselbe Trennung ziehen wir dort bei Gutscheinen, es gibt einen Online-Gutschein und einen Filial-Gutschein.

Für die Abholzeile musst Du übrigens nicht zwingend etwas bauen. Shopify kann die Verfügbarkeit im Laden direkt am Produkt zeigen, wenn Dein Theme das unterstützt. Die Hilfe nennt Dawn, die Horizon-Themes und einige gekaufte Themes. Angezeigt werden der erste Abholort mit Verfügbarkeit und Abholzeit und ein Link, der alle Abholorte mit Adresse öffnet.

  • Am Produkt steht, ob es verschickt wird, abgeholt werden kann oder beides.
  • Bei der Abholung stehen die Adresse und die Bereitstellungszeit.
  • Versandkosten und Fristen stehen an einer Stelle, auf die alle anderen Seiten verweisen.
Illustration: Von einem Einkaufswagen führen zwei getrennte Wege weg, der obere zu einem Laden mit einer Kundin, die eine Tüte trägt, der untere zu einem Lieferwagen mit Paket vor einem Haus
Versand und Abholung sind zwei getrennte Wege, und der Kunde sollte schon am Produkt sehen, auf welchem er unterwegs ist.

6Wunschtermin und Zeitfenster: Was ohne Plus geht

Ein Wunschlieferdatum können Kunden im Standard nicht wählen. Shopify zeigt bei der Abholung die Bearbeitungszeit des Standorts, mehr gibt es da erstmal nicht. Erweiterungen in den Schritten Information, Versand und Zahlung des Checkouts sind laut Shopify den Plus-Shops vorbehalten. In den anderen Tarifen findet die Terminwahl deshalb vor dem Checkout statt, also auf der Produktseite oder im Warenkorb.

Der einfachste Weg ist das Notizfeld im Warenkorb, das viele Themes als Einstellung mitbringen. Der Kunde schreibt seinen Wunschtermin hinein, und Du findest die Notiz später in der Bestellung. Das kostet nichts, aber niemand prüft, ob der Termin möglich ist. Für ein paar Bestellungen in der Woche kann das schon genügen.

Sollen Kunden aus freien Terminen wählen, brauchst Du eine App. Zwei verbreitete Beispiele mit den Preisen aus dem Shopify App Store vom 9. Oktober 2026 stehen in der Tabelle.

AppWas sie zusätzlich kannPreis laut App Store
Zapiet Pickup + DeliveryDatum und Uhrzeit für Abholung, lokale Lieferung und Versand, Abgleich mit Shopify POSAb 49,99 US-Dollar im Monat für einen Standort und 250 Bestellungen, 79,99 US-Dollar für bis zu zehn Standorte und 1.000 Bestellungen
PickeasyDatum und Zeitfenster, Limits je Zeitfenster, Vorlaufzeiten, SperrtageKostenlos bis zehn Bestellungen im Monat an einem Standort, danach 9,99 bis 29,99 US-Dollar im Monat

Im App Store findest Du weitere Apps dieser Art. Achte beim Vergleich darauf, wie viele Standorte und Bestellungen der Tarif abdeckt und wo die Auswahl im Shop erscheint. Pickeasy bietet laut Listing keinen direkten Support auf Deutsch an. Das Auswahlfeld im Checkout gibt es dort nur im teuersten Tarif und nur für Plus-Shops.

Ob Du eine App brauchst, hängt eigentlich daran, was Deine Kunden wissen müssen. Genügt ihnen, dass die Ware nach einer festen Zeit bereitsteht, reicht die Standardfunktion und Du sparst Dir die Monatsgebühr. Müssen sie ein Zeitfenster buchen, weil Du frisch packst oder im Umkreis mit festen Touren lieferst, lohnt der Blick auf die Apps. Welche Apps ich sonst für den Start empfehle, steht in der App-Liste für neue Shops.

7Abholbereit, abgeholt: Wie die Filiale im Ablauf auftaucht

Im Admin ist eine Abholbestellung schnell erledigt. Ist die Ware gepackt, markierst Du die Bestellung als abholbereit. Shopify schickt dann die Mail „Abholbereit“ mit Deinen Hinweisen. Kommt der Kunde vorbei, markierst Du sie als abgeholt und kannst ihm dabei eine Bestätigung schicken.

Dieselben Schritte gibt es in der Kassen-App. Dort öffnest Du die Bestellung, markierst sie als abholbereit und kannst einen Abholschein mit QR-Code drucken, den die Kollegin später scannt. Mitarbeiter brauchen dafür das Recht, Versand- und Abholbestellungen auszuführen. Bearbeiten lassen sich Abholbestellungen an der Kasse nicht, das geht nur im Admin oder in der Shopify-App. Die Hilfeseite führt die Abholung in der Kassen-App unter POS Pro. Was Pro kostet und wann Lite reicht, habe ich im Beitrag über Shopify POS in Deutschland aufgeschrieben.

Neben der Technik musst Du ja noch klären, wer im Laden was macht. Beim Feinkosthändler läuft eine Versandbestellung von Shopify über die Warenwirtschaft zum Logistiker und von dort zum Versanddienstleister. Offen war Ende September noch, wer die Bestellung am Ende als verschickt markiert. Für die Abholung solltest Du dieselbe Art von Fragen im Laden klären, bevor die erste Bestellung kommt.

  • Wer im Laden bekommt die Meldung über eine neue Abholbestellung, und auf welchem Gerät?
  • Wer packt die Ware, und wo steht sie bis zur Abholung?
  • Wer markiert die Bestellung als abholbereit und später als abgeholt?
  • Was passiert mit Ware, die nach einer Woche noch im Regal steht?

Wenn ich einen Shop neu aufsetze, gehört dieser Ablauf für mich dazu. Du kannst ihn aber auch gut allein festlegen, am besten mit einer Testbestellung je Laden.

8Widerrufsrecht bei Abholung im Laden

Ich mache keine Rechtsberatung, deshalb nenne ich hier nur zwei Entscheidungen aus Fachquellen. Das AG Charlottenburg hat 2016 einen Fall entschieden, in dem ein Kunde online gekauft, online bezahlt und die Ware im Laden abgeholt hatte. Das Gericht sah darin trotz Abholung einen Fernabsatzvertrag mit Widerrufsrecht. So fasst es die IT-Recht Kanzlei zusammen.

Anders lag ein Fall, den das OLG Stuttgart im November 2025 entschieden hat. Dort reservierten Kunden online, der Kaufvertrag kam erst mit Abholung und Zahlung in der Filiale zustande. Nach dem Bericht von Rödl & Partner gibt es dann kein gesetzliches Widerrufsrecht.

Für die Abholung über den Shopify-Checkout liegt der erste Fall näher, wenn Dein Kunde dort verbindlich bestellt und bezahlt. Lass Deine Rechtstexte dazu von Deinem Anbieter prüfen, etwa der IT-Recht Kanzlei oder dem Händlerbund.

Abholung, Versand oder beides?

Bring die Liste Deiner Standorte und der Artikel mit, die Du nicht verschickst. Nach dem Gespräch weißt Du, ob die Standardfunktion reicht, wo ein Versandprofil hilft und ob sich eine App für Termine lohnt.

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Fazit

Click and Collect mit Shopify kommt in der Grundfunktion ohne App und ohne Dienstleister aus. Du schaltest die Abholung je Standort ein, pflegst Bearbeitungszeit und Abholhinweise und hältst die Bestände je Standort aktuell. Ein eigenes Versandprofil trennt die Artikel, die Du nicht verschickst. Den Hinweis dazu schreibst Du am besten gleich ans Produkt. Sollen Kunden einen Termin wählen, führt der Weg über eine App. Hilfe lohnt sich aus meiner Sicht vor allem, wenn mehrere Läden, eine Warenwirtschaft und die Kasse zusammenkommen.

Der erste Schritt: Leg einen Abholartikel und einen Versandartikel in denselben Warenkorb und geh bis zum Checkout. Was Du dort siehst, sagt Dir schon, welche Hinweise auf Deinen Produktseiten noch fehlen.

Häufige Fragen

Was ist Click and Collect?

Bei Click and Collect bestellt der Kunde online und holt die Ware selbst im Laden ab. In Shopify heißt die Funktion „Abholung im Geschäft“. Der Kunde wählt sie im Checkout statt des Versands und bekommt eine Mail, sobald die Bestellung bereitsteht.

Wie funktioniert Click and Collect in Shopify?

Du schaltest die Abholung in den Einstellungen unter „Versand und Zustellung“ für jeden Standort einzeln ein und hinterlegst eine Bearbeitungszeit und Abholhinweise. Eine App brauchst Du dafür nicht. Im Checkout wählt der Kunde „Abholen“ und einen Standort, und Du markierst die Bestellung später als abholbereit und als abgeholt.

Können Kunden bei Shopify ein Abholdatum oder ein Zeitfenster wählen?

Im Standard nicht. Shopify zeigt im Checkout die Bearbeitungszeit, die Du für den Standort hinterlegt hast. Eine Auswahl von Datum und Uhrzeit bieten Apps wie Zapiet Pickup + Delivery oder Pickeasy. Im Checkout selbst sind solche Erweiterungen laut Shopify den Plus-Shops vorbehalten, in den anderen Tarifen wählt der Kunde vorher, etwa im Warenkorb.

Wie mache ich ein Produkt in Shopify nur zur Abholung verfügbar?

Ein üblicher Weg ist ein eigenes Versandprofil für diese Produkte mit einer Versandzone ohne Tarif. Im Checkout bleibt dann nur die Abholung, allerdings zeigt Shopify zuerst eine Meldung, dass kein Versand möglich ist. Weise deshalb schon am Produkt auf die Abholung hin und prüfe das Ergebnis mit einer Testbestellung.

Gilt bei Click and Collect das Widerrufsrecht?

Das hängt davon ab, wo der Vertrag zustande kommt. Bestellt und bezahlt der Kunde verbindlich online, hat das AG Charlottenburg 2016 trotz Abholung im Laden ein Widerrufsrecht bejaht. Bei einer reinen Reservierung mit Kauf in der Filiale hat das OLG Stuttgart 2025 kein gesetzliches Widerrufsrecht gesehen. Lass Deinen Fall rechtlich prüfen.

Alexander Karl, Shopify Freelancer aus Berlin

Alexander Karl

Shopify Freelancer und E-Commerce Berater, Berlin

Ich baue und optimiere Shopify-Shops für Händler, die selbst anpacken: Launch, Migration, Conversion-Optimierung und laufender Support. Vorher war ich mehrere Jahre als Interim Product Manager im E-Commerce von Mittelstand und Konzernen unterwegs.

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