Welche Shopify-Apps braucht man wirklich? Eine Liste für den Start
Das Wichtigste in Kürze
- Für den Start plane ich mit sechs bis acht Apps: Rechnung, Versandlabel, Rechtstexte, Bewertungen, E-Mail, Cookie-Banner und bei großem Sortiment die Suche. Weitere Apps kommen dazu, wenn der Shop läuft und ein konkretes Problem auftaucht.
- Seit April 2026 sind B2B-Funktionen und Mindestbestellwerte im Checkout in allen Shopify-Tarifen enthalten. Zusammen mit Bundles, Abos, Flow und Shopify Email können damit einige App-Abos wegfallen, solange die Bordmittel für Deinen Fall reichen.
- Die Grundausstattung aus der Tabelle mit Sufio, Post & DHL Shipping, der AGB-Schnittstelle der IT-Recht Kanzlei, Judge.me und Shopify Email kostet zum Start rund 30 US-Dollar im Monat. Für jede Zeile gibt es andere Wege, einige davon ohne App.
- Jede App kostet Geld und braucht jemanden im Team, der sich darum kümmert, viele kosten auch Ladezeit. Vor jeder Installation steht deshalb die Frage, ob Shopify das schon kann.
Im Erstgespräch zu einem neuen Shop kommt oft dieselbe Frage: Welche Apps brauche ich? Dahinter steht häufig eine lange Liste mit Empfehlungen aus Blogs, YouTube und dem App Store, und die Sorge, ohne die richtige App etwas Wichtiges zu übersehen. Die Beispiele in diesem Beitrag stammen aus drei laufenden Projekten, der Migration eines Fachhändlers zu Shopify, dem Relaunch eines Feinkosthändlers und dem B2B-Shop eines Industrieherstellers. In allen dreien ist die App-Liste bisher kurz.
In diesem Beitrag steht, für welche Aufgaben ein Shop am Anfang meist eine App braucht, welche App ich pro Aufgabe nehme und warum, und welche anderen Wege es gibt. Dazu kommt, was Shopify inzwischen selbst kann, denn einige Funktionen, für die Händler bis vor kurzem Apps bezahlt haben, sind heute Bordmittel. Die Preise stammen aus dem App Store und von den Anbieterseiten, abgerufen am 18. September 2026. Die meisten Apps rechnen in US-Dollar ab, auch im deutschen App Store.
1Warum weniger Apps der bessere Start sind
Eine App im Shopify App Store ist schnell installiert, und darin liegt das Risiko. Viele Apps bringen eigenes JavaScript in den Shop, manche auf jeder Seite, auch wenn sie nur im Warenkorb gebraucht werden. Wenn ich einen bestehenden Shop übernehme und die Ladezeit messe, sind App-Skripte oft ein großer Posten. Wie viel eine einzelne App ausmacht, siehst Du, wenn Du vor und nach der Installation misst.
Dazu kommen drei Dinge, die auf keiner App-Seite stehen. Jede App braucht im Team jemanden, der sie bedient und ihre Mails liest. Jede App hat einen Preis, der im Monat klein aussieht und im Jahr auf der Abrechnung auffällt. Und jede App kann bei einem Theme-Update oder einem Shopify-Update aussetzen. Apps, die über App-Blöcke im Theme sitzen, entfernt Shopify bei der Deinstallation komplett. Ältere Apps, die ihren Code direkt ins Theme geschrieben haben, hinterlassen dagegen oft Reste, die niemand mehr zuordnen kann.
Beim Fachhändler, dessen Shop gerade zu Shopify umzieht, stehen bisher Sufio für Rechnungen, die DHL-App für Versandlabel und ActiveCampaign für E-Mail auf der Liste. Für Lagerbestand, Mindestbestand und Inventur reichen dort die Bordmittel. Gewünscht ist nur noch eine Benachrichtigung, wenn ein Artikel unter den Mindestbestand fällt, und die baut Shopify Flow ohne App. Eine kurze Liste macht auch die Pflege nach dem Go-live leichter.
Vor jeder Installation eine Frage: Kann Shopify das schon? Die Antwort steckt in den Einstellungen im Admin, in den kostenlosen Apps von Shopify selbst und in Shopify Flow. Erst wenn alle drei nichts hergeben, lohnt der Blick in den App Store.
2Was Shopify inzwischen ohne App kann
Die auffälligste Änderung dieses Jahres betrifft Funktionen, die bis zum Frühjahr nur in Shopify Plus steckten. Seit dem 2. April 2026 gibt es die B2B-Funktionen in Basic, Grow und Advanced ohne Aufpreis: Firmenprofile für Geschäftskunden, bis zu drei Kataloge mit eigenen Preisen, Mengenrabatte und Mengenregeln, hinterlegte Kreditkarten und Zahlungsziele. Plus behält unbegrenzte Kataloge, die direkte Zuordnung von Katalogen zu Firmen und Standorten sowie Teilzahlungen und Anzahlungen. Für einen Händler, der ein paar Wiederverkäufer mit eigenen Preisen beliefert, kann das eine B2B-App ersetzen. Wer mehr Kataloge oder Funktionen braucht, die Shopify nicht mitbringt, nimmt weiter eine B2B-App oder Plus.
Seit dem 13. April 2026 lassen sich in der Shopify-App Checkout Blocks Mindest- und Höchstbestellwerte für den Checkout festlegen, ebenfalls in allen Tarifen. Auch dafür haben Händler bisher eine eigene App bezahlt. Dazu kommen Funktionen, die schon länger da sind und trotzdem oft übersehen werden.
- Shopify Bundles ist kostenlos und baut feste Bundles und Multipacks mit Bestand in Echtzeit. Wer Kunden selbst kombinieren lassen will, braucht weiterhin eine App, für feste Sets reicht es.
- Shopify Subscriptions ist kostenlos und deckt wöchentliche, monatliche und jährliche Abos ab, mit Rabatt und Kundenportal zum Pausieren, Überspringen und Kündigen.
- Shopify Flow ist seit Juli 2023 auch im Basic-Tarif enthalten und übernimmt Benachrichtigungen, Tags und kleine Automatisierungen, für die es sonst eine App bräuchte.
- Shopify Email schickt 10.000 E-Mails im Monat kostenlos, darüber kostet jedes weitere Tausend einen US-Dollar.
- Search & Discovery ist kostenlos und bringt Filter, Synonyme, hervorgehobene Produkte und Empfehlungen auf der Produktseite.
- Der Cookie-Banner aus den Datenschutzeinstellungen kostet nichts und deckt die Shopify-eigenen Cookies und Pixel ab.
Bei einem Feinkosthändler, dessen Shop ich gerade neu aufsetze, ist die Abo-Engine noch eine offene Entscheidung. Die Drittanbieter, die dort zur Wahl stehen, kosten ab 25 Euro im Monat plus 2 % Transaktionsgebühr. Für wöchentliche und monatliche Lieferungen würde Shopify Subscriptions reichen. Eine Drittanbieter-App lohnt sich, wenn der Shop Funktionen braucht, die die kostenlose Lösung nicht mitbringt, und das lässt sich vorher anhand der Funktionslisten beider Apps prüfen.
Du planst den Launch und hast eine App-Liste?
Im Erstgespräch gehen wir Deine Liste durch und streichen, was Shopify schon kann. Danach weißt Du, welche Apps Dein Shop zum Start braucht und was sie im Monat kosten. 30 Minuten, ohne Folie.
3Die Apps für den Start und ihre Alternativen
Die Tabelle zeigt pro Aufgabe eine App, mit der ein Shop starten kann. Sufio, die DHL-App und Judge.me setze ich in Projekten ein, die übrigen Zeilen sind verbreitete Lösungen mit kleinem Einstiegspreis. Nicht jeder Shop braucht jede Zeile. Ein Händler ohne Newsletter spart sich die E-Mail-App, ein Shop mit dreißig Produkten braucht keine Such-App. Die Preise sind die Einstiegsstufen aus dem App Store, Stand 18. September 2026.
| Aufgabe | App | Preis zum Start | Warum sie passt |
|---|---|---|---|
| Rechnungen | Sufio | ab 7 $ im Monat, 19 $ ab 50 Rechnungen | Verschickt die Rechnung automatisch, fortlaufende Nummern, Sprache und Währung pro Kunde |
| Versandlabel | Post & DHL Shipping (official) | kostenlos, DHL-Kundenkonto nötig | Label für Paket, Warenpost und International direkt aus der Bestellung, Retourenlabel und Tracking |
| Rechtstexte | IT-Recht AGB-Schnittstelle | 9,90 $ im Monat laut App Store | AGB, Widerruf und Datenschutz werden bei Rechtsänderungen automatisch aktualisiert |
| Bewertungen | Judge.me | kostenlos, Awesome 15 $ im Monat | Unbegrenzte Anfragen und Widgets schon im Gratis-Tarif |
| Shopify Email, später Klaviyo | kostenlos bis 10.000 Mails im Monat | Newsletter, Warenkorb-Erinnerung und einfache Automatisierungen, Klaviyo für umfangreichere Flows | |
| Cookie-Banner | Shopify-Banner oder Pandectes | kostenlos, Pandectes Plus 9 $ im Monat | Der Shopify-Banner deckt die Shopify-eigenen Pixel ab, für weiteres Tracking braucht es oft eine Consent-App |
| Suche und Filter | Search & Discovery | kostenlos | Filter und Synonyme für größere Sortimente, bezahlte Suche erst mit Nachweis |
Rechnungen: Sufio
Shopify verschickt von Haus aus eine Bestellbestätigung, aber keine Rechnung per Mail. Mit Shopify Tax kannst Du für Bestellungen in die EU und nach Großbritannien eine Umsatzsteuer-Rechnung aktivieren, die der Kunde auf der Bestellstatus-Seite als PDF findet. Die kostenlose App Order Printer von Shopify druckt Rechnungen, Lieferscheine und Packlisten, verschickt sie aber nicht automatisch und hat im App Store 3,5 von 5 Sternen bei 376 Bewertungen. Für einen Shop, der jede Rechnung von Hand ausdrucken will, reicht das. Soll die Rechnung automatisch per Mail rausgehen, nehme ich in Projekten Sufio. Order Printer Pro von Shop Circle und ähnliche Apps können das auch. Sufio erstellt die Rechnung beim Bezahlen, verschickt sie per Mail, führt fortlaufende Nummern und passt Sprache und Währung an den Kunden an. Der Starter-Tarif kostet 7 US-Dollar für 15 Rechnungen im Monat, Growth 19 US-Dollar für 50, Professional 49 US-Dollar für 5.000. Die elektronische Rechnung über das Peppol-Netz kostet 5 Cent pro Dokument, was mit der E-Rechnungspflicht für Geschäftskunden wichtig wird.
Der Fachhändler hat sich im September für Sufio statt Lexoffice entschieden. Lexoffice bleibt die Buchhaltung, die Rechnung selbst kommt aus dem Shop, weil sie dort entsteht, wo die Bestellung liegt. Dem Vergleich von Sufio, Order Printer und Lexoffice ist ein eigener Beitrag gewidmet: Shopify Rechnung als PDF verschicken.
Versandlabel: Post & DHL Shipping
Die offizielle App von DHL ist kostenlos, Du zahlst nur das Porto über Dein DHL-Geschäftskundenkonto. Sie erstellt Label für DHL Paket, Warenpost und den internationalen Versand aus der Bestellung heraus, druckt sie im Stapel, legt Retourenlabel an und schreibt die Sendungsnummer zurück in Shopify. Im App Store steht sie bei 4,7 von 5 Sternen mit 287 Bewertungen. Ohne eigenes DHL-Konto geht es auch direkt über Shopify Shipping, dort kaufst Du Label für DHL Paket und DHL Kleinpaket innerhalb Deutschlands zu den Konditionen von Shopify. Versandregeln nach Gewicht oder Warenwert brauchen keine App, die stecken in den Versandprofilen von Shopify. Wer mehrere Versanddienstleister mischt, kommt irgendwann zu Sendcloud oder einem ähnlichen Dienst. Für den Start mit eigenem DHL-Konto reicht die offizielle App.
Rechtstexte: die AGB-Schnittstelle der IT-Recht Kanzlei
Ich mache keine Rechtsberatung, aber ich sehe, was in Projekten funktioniert. Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung und Datenschutzerklärung ändern sich mehrmals im Jahr, zuletzt durch den Widerrufsbutton im Juni und die Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte im August. Eine Schnittstelle, die die Texte selbst aktualisiert, nimmt Dir das Nachlesen ab. Die App der IT-Recht Kanzlei kostet laut App Store 9,90 US-Dollar im Monat und hat 4,9 von 5 Sternen bei 20 Bewertungen. Der Feinkosthändler nutzt ein eRecht24-Abo, beim Fachhändler werden die Rechtstexte aus dem alten Shop übernommen. Der Händlerbund bietet Ähnliches wie die IT-Recht Kanzlei. Welchen Anbieter Du nimmst, ist Geschmackssache. Kommen die Texte per Copy und Paste in den Shop, braucht es jemanden, der Rechtsänderungen im Blick behält und die Texte nachzieht.
Bewertungen: Judge.me
Bewertungen bringen in den ersten Wochen wenig, weil es noch keine gibt. Trotzdem gehört die App von Anfang an in den Shop, damit die Anfragen nach dem Kauf sofort rausgehen. Judge.me schickt im kostenlosen Tarif unbegrenzt viele Bewertungsanfragen, zeigt Sterne und Widget auf der Produktseite und importiert vorhandene Bewertungen per CSV aus dem alten Shop. Der Awesome-Tarif für 15 US-Dollar im Monat kommt erst dazu, wenn Du Produktgruppen, eigene Mail-Vorlagen oder ein Widget mit allen Bewertungen brauchst.
E-Mail: Shopify Email zum Start
Für den Newsletter und die Erinnerung an einen verlassenen Warenkorb reicht Shopify Email in vielen Fällen. Die ersten 10.000 Mails im Monat kosten nichts, danach ein US-Dollar pro weiteren Tausend. Shopify bringt auch fertige Automatisierungen mit, etwa Willkommensmails, Mails nach dem Kauf und Mails an Kunden, die länger nichts gekauft haben, gesteuert über Kundensegmente. Klaviyo lohnt sich eher, wenn Du viele verzweigte Flows, genauere Auswertungen oder mehr Möglichkeiten bei den Segmenten brauchst. Der kostenlose Klaviyo-Tarif endet bei 250 Profilen und 500 Mails im Monat, danach zahlst Du 20 US-Dollar für 500 Profile und 30 US-Dollar für 1.000. Beim Fachhändler ist für E-Mail ActiveCampaign gesetzt, das sich ebenfalls mit Shopify verbinden lässt.
Cookie-Banner: erst der von Shopify, dann eine App
Shopify hat einen eigenen Cookie-Banner in den Datenschutzeinstellungen, der sich für Besucher aus der EU und Großbritannien automatisch einschaltet und farblich anpassen lässt. Er verwaltet aber nur die Cookies und Pixel von Shopify selbst. Sobald Du Meta Pixel, GA4 oder ein anderes Tracking über eine App oder von Hand einbaust, brauchst Du laut Shopify-Hilfe eventuell einen Banner eines Drittanbieters oder eigene Logik, damit die Einwilligung beachtet wird. Pandectes hat einen kostenlosen Tarif mit unbegrenzten Einblendungen, der Plus-Tarif für 9 US-Dollar im Monat bringt den Google Consent Mode v2 mit. Die App steht bei 5,0 von 5 Sternen mit über 3.000 Bewertungen. Consentmo macht Ähnliches, beim Feinkosthändler läuft die Consent-App, die schon vor dem Relaunch im Shop war.
Suche und Filter: nur mit Sortiment
Search & Discovery von Shopify ist kostenlos und reicht auch bei größeren Sortimenten oft, um Filter nach Marke, Größe oder Material einzurichten und Synonyme zu pflegen, damit „Sneaker“ auch „Turnschuh“ findet. Bezahlte Such-Apps mit eigener Ergebnisseite und Tippfehlerkorrektur kosten ein monatliches Abo, das je nach Anbieter mit der Zahl der Produkte oder Suchanfragen steigt. Die lohnen sich erst, wenn Du in den Berichten siehst, dass ein nennenswerter Teil der Käufer über die Suche kommt. Bei einem Shop mit dreißig Produkten braucht es gar keine Suche, da reicht die Navigation.
4Die Ausbaustufe: Apps, die später dazukommen
Alles, was jetzt kommt, hat in meinen Projekten einen konkreten Anlass gehabt. Ohne diesen Anlass bleibt die App draußen.
Matrixify für Importe und Exporte kommt, sobald Produktdaten regelmäßig aus einer Warenwirtschaft oder einer Excel-Liste in den Shop müssen. Der Basic-Tarif kostet 20 US-Dollar für 30 Tage und schafft 5.000 Produkte pro Durchlauf, Big kostet 50 US-Dollar für 50.000. Beim B2B-Shop eines Industrieherstellers laufen die Importe geplant über Nacht. Eine Mail mit dem Betreff „Scheduled Import Failed“ hat mir im September gezeigt, dass geplante Importe jemanden brauchen, der die Fehlermeldungen liest. Die App tut ihre Arbeit, aber sie meldet sich nur per Mail.
Im B2B-Shop ist außerdem SparkLayer im Einsatz, die Freigabe neuer Geschäftskunden läuft dort über Zapier. Bei einem kleinen B2B-Setup würde ich heute zuerst prüfen, ob die B2B-Funktionen von Shopify reichen, und eine B2B-App wie SparkLayer dazunehmen, wenn Kataloge oder Funktionen fehlen.
Beim Feinkosthändler steht die Abholung im Laden an. Die einfache Abholung kann Shopify ohne App, sie wird in den Versandeinstellungen pro Standort eingeschaltet. Eine Uhrzeit oder ein Zeitfenster zum Abholen wählt der Kunde dabei aber nicht. Zapiet bringt solche Zeitfenster mit, eine eigene kleine Function kommt in Frage, wenn nur eine bestimmte Regel im Checkout fehlt. Welcher Weg es dort wird, ist noch offen.
Für den Blick in das Verhalten der Besucher ist beim Feinkosthändler zum Einstieg Microsoft Clarity statt Google Analytics geplant. Clarity kostet nichts, zeigt Aufzeichnungen und Heatmaps und kommt über ein Custom Pixel in den Shop. Seit dem 31. Oktober 2025 verlangt Microsoft für Besucher aus dem EWR, Großbritannien und der Schweiz ein Einwilligungssignal. Clarity gehört also genauso hinter den Cookie-Banner wie GA4, das dazukommt, wenn Umsätze nach Kanal ausgewertet werden sollen. Kauf auf Rechnung läuft beim Fachhändler zum Start manuell und nicht über Klarna. Weitere Beiträge zum Einrichten findest Du unter Start & Setup.
5Wie Du Apps auswählst und die Kosten im Griff behältst
Die Punkte, nach denen ich Apps in Projekten prüfe, sind einfach. Trotzdem finde ich in Shops, die ich übernehme, immer wieder Apps, die seit Monaten nichts mehr tun, aber weiter abgerechnet werden.
- Erst im Admin, in den Shopify-Apps und in Flow nachsehen, ob die Funktion schon da ist.
- Die Testphase nutzen und das Enddatum in den Kalender schreiben, damit das Abo nicht aus Versehen weiterläuft.
- Nach der Installation die Ladezeit der Startseite und einer Produktseite messen und mit dem Wert davor vergleichen.
- Pro App eine Person im Team benennen, die die App bedient und ihre Mails liest.
- Einmal im Quartal die Abrechnung im Admin öffnen und jede App mit einer Aufgabe verbinden. Was keine hat, fliegt raus.
- Nach einer Deinstallation im Theme-Code nach Resten der App suchen, vor allem bei älteren Apps, meist in theme.liquid und in den Snippets.
Als Rechenbeispiel das Startpaket aus der Tabelle. Sufio Growth mit 19 US-Dollar, die AGB-Schnittstelle mit 9,90 US-Dollar, dazu Judge.me, die DHL-App, Shopify Email und der Shopify-Banner ohne Kosten. Das sind rund 29 US-Dollar im Monat für die Grundausstattung aus der Tabelle. Mit Pandectes Plus und Judge.me Awesome liegt das Paket bei rund 53 US-Dollar. Das ist die Größenordnung, mit der ein Shop starten kann, ohne dass die App-Rechnung nach dem ersten Jahr überrascht. Was ich beim Launch sonst noch einrichte, steht auf der Seite Shopify Freelancer in Berlin.
Und wenn der Shop einmal läuft, wird die App-Frage zur Conversion-Frage. Ob eine Upsell-App oder ein Bundle mehr Umsatz bringt, lässt sich messen, dazu gibt es den Beitrag zur Conversion Rate. Und wer mit einem vollen App-Bestand aus einem alten System umzieht, sollte vor der Migration zu Shopify aussortieren, statt die Liste eins zu eins mitzunehmen.
Dein Shop läuft schon und die App-Rechnung ist lang?
Im Erstgespräch öffnen wir die Abrechnung in Deinem Admin und gehen jede App durch: Was tut sie, wer bedient sie, was kann Shopify inzwischen selbst. Danach hast Du eine Liste, was bleibt, was geht und was Du im Jahr sparst. 30 Minuten, ohne Folie.
Fazit
Für den Start reicht vielen Shopify-Shops eine Handvoll Apps, und die meisten davon kosten wenig oder nichts. Für Rechnung, Versandlabel, Rechtstexte, Bewertungen, E-Mail und Cookie-Banner braucht ein Shop meist eine Lösung, ob per App, mit Bordmitteln oder über einen Anbieter außerhalb von Shopify. Für B2B, Mindestbestellwert, feste Bundles, Abos und Automatisierung hat Shopify inzwischen eigene Funktionen, und wer dafür noch Apps bezahlt, sollte prüfen, ob die reichen. Alles Weitere kommt, wenn der Shop läuft und ein konkretes Problem auf dem Tisch liegt.
Der erste Schritt: Öffne im Admin die Abrechnung und schreib jede App mit ihrem Preis in eine Liste. Daneben, was sie tut und wer im Team sie bedient. Wo eine der beiden Spalten leer bleibt, hast Du Deinen ersten Kandidaten für die Kündigung.
Häufige Fragen
Wie viele Apps braucht ein Shopify-Shop am Anfang?
Für den Start plane ich mit sechs bis acht, je nach Shop auch weniger. Rechnung, Versandlabel, Rechtstexte, Bewertungen, E-Mail und Cookie-Banner sind der Kern, die Suche kommt bei größerem Sortiment dazu. Manches davon geht auch ohne App, etwa Versandlabel über Shopify Shipping. Jede weitere App braucht einen konkreten Anlass, etwa regelmäßige Importe.
Welche Shopify-Apps sind kostenlos und trotzdem nützlich?
Von Shopify selbst: Bundles, Subscriptions, Flow, Search & Discovery, Email mit 10.000 Mails im Monat und der Cookie-Banner in den Datenschutzeinstellungen. Von Drittanbietern: die offizielle DHL-App, der Gratis-Tarif von Judge.me und der Gratis-Tarif von Pandectes.
Was kann Shopify seit 2026 ohne App?
Seit dem 2. April 2026 sind B2B-Funktionen wie Firmenprofile, bis zu drei Preiskataloge, Mengenregeln und Zahlungsziele in allen Tarifen enthalten. Seit dem 13. April 2026 lassen sich Mindest- und Höchstbestellwerte über Checkout Blocks in jedem Tarif setzen. Beides war vorher Shopify Plus vorbehalten.
Machen viele Apps den Shop langsamer?
Das kann passieren. Viele Apps laden eigenes JavaScript, manche auf jeder Seite. In Shops, die ich übernehme, sind App-Skripte oft ein großer Posten bei der Ladezeit. Deshalb nach jeder Installation die Ladezeit messen. App-Blöcke entfernt Shopify bei der Deinstallation selbst, bei älteren Apps lohnt danach ein Blick in den Theme-Code.
Reicht der Cookie-Banner von Shopify oder brauche ich eine App?
Der Shopify-Banner deckt nur die Cookies und Pixel von Shopify selbst ab. Sobald Meta Pixel, GA4 oder ein anderes Tracking über eine App oder von Hand im Shop läuft, brauchst Du laut Shopify-Hilfe eventuell einen Banner eines Drittanbieters, etwa Pandectes oder Consentmo, oder eigene Logik, damit die Einwilligung beachtet wird. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel fragst Du Deinen Anwalt oder Anbieter der Rechtstexte.
Welche App ist die richtige für Rechnungen in Shopify?
Order Printer von Shopify ist kostenlos, druckt aber nur und verschickt nichts automatisch. Sufio erstellt und verschickt die Rechnung beim Bezahlen, mit fortlaufenden Nummern und Sprache pro Kunde, ab 7 US-Dollar im Monat. Wer die Rechnung lieber in der Buchhaltung erstellt, verbindet Shopify über eine App zum Beispiel mit Lexware Office. Mit Shopify Tax gibt es für Bestellungen in die EU und nach Großbritannien außerdem eine Rechnung von Shopify selbst, die der Kunde auf der Bestellstatus-Seite findet.
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