Präsentkorb, Käseplatte, Weinglas: Bestand ausbuchen, wenn die Kasse nur das fertige Produkt kennt
Das Wichtigste in Kürze
- Für einen Präsentkorb aus festen Stückartikeln reicht oft die kostenlose App Shopify Bundles. Der Bestand des Korbs errechnet sich aus den Einzelartikeln, und das Bundle lässt sich für Shopify POS freigeben.
- Schwieriger wird es bei gewogenen Zutaten und bei wechselnder Zusammensetzung. Shopify führt Bestände in ganzen Stück, und ein festes Bundle braucht eine feste Liste.
- Für diese Fälle kommen eine Rezeptur in der Warenwirtschaft, die Umbuchung auf einen Verarbeitungsstandort oder eine Warenwirtschaft als führendes Bestandssystem infrage. Jeder Weg hat eine andere Grenze.
- Bei einem Feinkosthändler, dessen Kassen ich gerade auf Shopify POS umstelle, führt die Warenwirtschaft den Bestand. Das ist eine Entscheidung für dieses Projekt, und die Tests dazu stehen noch aus.
- Körbe mit Waren zu 7 % und 19 % und der Umgang mit Verderb sind Themen für den Steuerberater, bevor Du etwas einrichtest.
Ein Feinkosthändler hat mir die Frage sinngemäß so gestellt. Aus Einzelprodukten werden bei ihm Präsentkörbe und Gastro-Artikel. An der Kasse soll nur „Geschenkkorb 50 Euro“ oder „Sandwich 7,90 Euro“ stehen, der Bestand der Zutaten soll aber trotzdem stimmen. Dazu kommt, dass die Zusammensetzung wechselt.
Dahinter steckt ein Problem, das im Laden lange niemand bemerkt. Die Kasse verkauft das fertige Produkt, verbraucht werden aber Käse, Brot, Wein und Gläser. Wenn niemand diese Zutaten ausbucht, stehen sie weiter im Bestand, obwohl das Regal längst leer ist.
Shopify kann dafür von Haus aus schon einiges, und damit fange ich an. Danach kommen die Wege für die Fälle, in denen das nicht reicht, zusammen mit dem Stand aus dem laufenden Projekt. Das Projekt ist ein Beispiel, zu Deinem Sortiment kann gut ein einfacherer Weg passen.
1Warum die Kasse den Bestand der Zutaten nicht kennt
Shopify führt den Bestand je Variante und je Standort. Ein Produkt „Sandwich“ ist für Shopify ein eigener Artikel. Wird es verkauft, sinkt sein eigener Bestand um eins, und mit Brot, Käse und Butter passiert erstmal nichts. Die Verbindung zwischen dem fertigen Produkt und seinen Zutaten muss jemand herstellen, über ein Bundle, eine App oder eine Warenwirtschaft.
Der Feinkosthändler unterscheidet bei seinen zusammengesetzten Produkten drei Fälle, und diese Einteilung hilft auch bei anderen Sortimenten.
- Präsentkörbe bestehen bei ihm aus festen Stückartikeln. Hier wird nichts gewogen, jeder Bestandteil ist ein Artikel mit eigenem Bestand.
- Ein belegtes Sandwich hat gewogene Zutaten. Der Kunde zahlt einen Festpreis, die Zutaten kommen aber von der Waage.
- Die gewogene Käsebox bleibt im Projekt ein Sonderfall, der getrennt von den beiden anderen behandelt wird.
Dringend ist das Thema dort, weil die Rohstoffe heute aus dem Bestand verschwinden, ohne dass es jemand sieht. Bei Frischware fallen außerdem fast täglich Abschriften an, und die fehlen im bisherigen System vollständig.
Bei gewogener Ware kommt dazu, dass Shopify Bestände in ganzen Zahlen zählt. 180 Gramm von einem Käselaib lassen sich also nicht abziehen. In der Shopify Community behelfen sich Händler damit, den Artikel in einer kleineren Einheit zu führen, also in Gramm statt in Kilogramm. Beim Feinkosthändler ist noch offen, ob der Bestand solcher Artikel in Stück oder in Gramm geführt wird. Die Käseboxen werden dort drei eigene Produkte statt Varianten. Wie man diese Frage angeht, steht im Beitrag zu Produkt oder Variante.
2Zuerst prüfen, ob ein Shopify-Bundle an der Kasse reicht
Für den ersten Fall, den Korb aus festen Stückartikeln, hat Shopify eine eigene Lösung. Die App Shopify Bundles ist kostenlos und laut Help Center in allen Tarifen verfügbar. Du legst ein Bundle aus festgelegten Produkten und Mengen an, gibst ihm einen eigenen Preis und verkaufst es wie ein normales Produkt.
Den Bestand des Bundles rechnet Shopify aus den Bestandteilen. Für jede Komponente wird der Bestand durch die Menge im Bundle geteilt und abgerundet, und der kleinste Wert gibt an, wie viele Bundles verkauft werden können. Ein Beispiel dazu: Ein Korb enthält eine Flasche Wein, zwei Weingläser und ein Chutney. Im Lager stehen zwölf Flaschen, fünfzehn Weingläser und neun Chutneys. Die Weingläser reichen nur für sieben Körbe, also zeigt Shopify sieben verfügbare Körbe an. In der Bestellung stehen laut shopify.dev die Komponenten als eigene Positionen mit einem Verweis auf das Bundle.
An der Kasse laufen diese Bundles seit September 2024. Im Changelog steht, dass Du ein Bundle dafür nur im Vertriebskanal Point of Sale freigeben musst. Feste Bundles und Multipacks gehen mit der App von Shopify, für Mix-and-Match nennt Shopify Apps von Drittanbietern.
Bevor Du Dein Sortiment darauf aufbaust, schau Dir aber mal die Grenzen an.
- Ein festes Bundle hat höchstens 30 Komponenten.
- Ändert sich der Preis eines enthaltenen Produkts, bleibt der Preis des Bundles stehen. Du passt ihn von Hand an.
- Bundles können keine anderen Bundles enthalten und lassen sich nicht mit Kaufoptionen wie Abos oder Vorbestellungen kombinieren.
- Bei einem Umtausch lassen sich Bundles laut Help Center nicht verwenden.
- Der Shop braucht den Vertriebskanal Onlineshop oder ein eigenes Storefront, auch wenn das Bundle vor allem im Laden verkauft wird.
- Laut Help Center wird der Bestand von Bundles über den Gesamtbestand geführt und nicht je Standort. Mit mehreren Läden solltest Du deshalb testen, ob die angezeigte Zahl zum Regal in der jeweiligen Filiale passt.
Beim Feinkosthändler steht dieser Test noch aus. Bevor etwas entwickelt wird, probieren wir das native Bundle an der Kasse aus, weil so ein Test eine ganze Anforderung erledigen oder umwerfen kann. Das Ergebnis liegt mir beim Schreiben noch nicht vor.
Wechselt die Zusammensetzung, wird es mit dem festen Bundle mühsam, denn jede Änderung am Korb ist ja eine Änderung am Bundle. Für diesen Fall gibt es Apps im App Store. Simple Bundles & Kits von Freshly Commerce zerlegt Bundles auf Bestellebene in ihre Einzelartikel, unterstützt laut App Store Shopify POS und kann Mix-and-Match. Der kostenlose Tarif reicht für drei Bundles und 50 Bestellungen im Monat, danach geht es bei 14 US-Dollar im Monat los. Anfang Oktober 2026 hatte die App 4,9 Sterne bei rund 800 Bewertungen. Gewogene Zutaten löst allerdings auch so eine App nicht, weil sie auf dem Shopify-Bestand in ganzen Stück aufsetzt. Was Bundles für den Bestellwert im Onlineshop bringen, steht im Beitrag zum AOV.
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3Die Rezeptur in der Warenwirtschaft hinterlegen
Viele Warenwirtschaften kennen Stücklisten, bei denen das fertige Produkt ein Artikel ist, an dem die Zutaten mit ihren Mengen hängen. Kommt ein Verkauf aus Shopify in der Warenwirtschaft an, löst sie die Liste auf und bucht die Zutaten aus. Shopify selbst muss von der Rezeptur dann nichts wissen.
Xentral ist ein Beispiel dafür und beschreibt in seiner Hilfe mehrere Arten von Stücklisten. Die normale Stückliste ist für Produkte gedacht, die als fertiges Set mit eigener Artikelnummer im Lager liegen. Bei der Just-in-Time-Stückliste bleiben die Komponenten als Einzelartikel im Lager und werden erst nach der Bestellung zusammengestellt. Mehrstufige Stücklisten können Bestandteile haben, die selbst wieder Stücklisten sind. Damit die Komponenten automatisch ausgebucht werden, muss in den Projekteinstellungen die Option „Automatisch Stücklisten explodieren“ aktiv sein.
Mengen in einer Stückliste dürfen bei Xentral bis zu vier Nachkommastellen haben, und das hilft bei gewogenen Zutaten. 0,18 Kilogramm Käse je Sandwich lassen sich dort also hinterlegen, was im Shopify-Bestand nicht geht.
Die Grenze dieses Wegs liegt in der Rezeptur selbst, denn sie ist ein Sollwert. Kommt an der Theke mal mehr und mal weniger Käse aufs Brot, weicht der gebuchte Verbrauch vom echten ab, und die Differenz zeigt sich erst bei der Inventur. Wechselt die Zusammensetzung, muss jemand die Liste pflegen. Außerdem müssen die Verkäufe der Kasse als Aufträge in der Warenwirtschaft ankommen. Laut Xentral-Hilfe werden Stücklisten in Lieferscheinen ohne vorherigen Auftrag nicht aufgelöst.
Andere Warenwirtschaften haben vergleichbare Funktionen, die Einzelheiten stehen in der jeweiligen Dokumentation. Im Shopify App Store gibt es außerdem Apps, die Rezepturen direkt in Shopify abbilden. Assembly Line Pro etwa ist seit Juni 2026 gelistet, kostenlos und hatte Anfang Oktober noch keine Bewertungen. Ob Verkäufe über die Kasse mitzählen, steht nicht in der Beschreibung. So eine App würde ich erst in einem Testshop ausprobieren.
4Zutaten auf einen Verarbeitungsstandort umbuchen
Dieser Weg kommt ohne Warenwirtschaft aus. Du legst in Shopify einen eigenen Standort an, zum Beispiel „Küche“ oder „Packtisch“. Was in die Verarbeitung geht, buchst Du mit einem Transfer vom Ladenbestand auf diesen Standort um. Shopify beschreibt Transfers als Weg, Bestand zwischen Standorten zu bewegen und nachzuverfolgen, auch in Teilmengen.
Das fertige Produkt führst Du dann entweder ohne Bestand, oder Du buchst die Stückzahl ein, die in der Küche entstanden ist. Am Verarbeitungsstandort bleiben die Zutaten so lange im Bestand, bis jemand sie korrigiert. Das kann am Tagesende oder einmal pro Woche passieren, über eine Zählung oder eine Bestandsanpassung.
Der Vorteil ist, dass der Ladenbestand wieder stimmt, sobald umgebucht ist. Der Onlineshop bietet dann nichts mehr an, was längst in der Küche liegt. Dafür ist das Verfahren ziemlich grob. Du siehst, was in die Verarbeitung gegangen ist, aber kein System sagt Dir, welches Produkt wie viel verbraucht hat. Jemand muss das Umbuchen im Alltag auch machen, sonst stimmt der Bestand nach ein paar Tagen wieder nicht. Es bleibt außerdem bei ganzen Stück. Ein Käselaib geht entweder ganz in die Küche oder gar nicht, außer Du führst den Artikel in einer kleineren Einheit.
Verderb und Bruch lassen sich in Shopify ebenfalls ohne Warenwirtschaft festhalten. Bei einer Bestandsanpassung wählst Du einen Grund, im englischen Help Center heißen sie unter anderem „Damaged“ und „Theft or loss“. Der Verlauf am Produkt zeigt, wer wann was angepasst hat, und reicht 180 Tage zurück. Für ältere Anpassungen gibt es einen Bericht.
5Den Bestand in der Warenwirtschaft führen und in Shopify nur verkaufen
Beim Feinkosthändler ist die Warenwirtschaft das führende System für Bestände. Inventur und Abschriften laufen deshalb dort, und Shopify bekommt nur den Verkauf. Das ist eine Entscheidung für dieses Projekt und keine Regel, die ich auf andere Läden übertragen würde.
Für Produkte mit gewogenen Zutaten ist in der Kassen-App ein eigener Modus vorgesehen. Die Zutaten werden über den Waagenbon erfasst, danach wählt der Mitarbeiter das fertige Produkt mit Festpreis. Auf dem Beleg sieht der Kunde nur den Festpreis. Die Wiegedaten bleiben intern und gehen an Lager und Warenwirtschaft. So soll der Verbrauch gebucht werden, der auf der Waage lag, und kein Sollwert aus einer Rezeptur.
Die Kassen-App ist eine eigene Entwicklung. Im Beitrag zu Shopify POS in Deutschland steht, warum sich der Händler bei der gewogenen Ware gegen Shopify Plus und für eine kleine eigene App entschieden hat. Die Einführung läuft noch, die erste Filiale stellt Anfang 2027 um.
Vor der Entwicklung stehen im Projekt noch ein paar kleine Tests. Einer prüft das native Bundle an der Kasse. Ein weiterer prüft, ob sich eine Zeile im Warenkorb ohne Plus-Tarif in ihre Bestandteile aufteilen lässt. Der dritte hat mit diesem Thema nichts zu tun, und Ergebnisse gibt es bisher zu keinem der drei.
Hinter dem zweiten Test steckt Cart Transform, eine Shopify Function. Mit der Operation lineExpand macht eine App aus einer Warenkorbzeile mehrere Komponenten. Laut shopify.dev laufen öffentliche Apps mit Functions in jedem Tarif, eigene Custom Apps mit Functions dagegen nur mit Shopify Plus. Die Operation lineUpdate ist Plus und Entwicklungs-Stores vorbehalten. Für die Kasse nennt die Dokumentation zu Cart Transform eine weitere Bedingung. Die Variante muss als Produkt mit Komponenten markiert sein, damit Cart Transform im POS vollständig unterstützt wird. Ob das bei diesem Händler ohne Plus funktioniert, soll der Test zeigen.
Von den Wegen in diesem Beitrag ist das der aufwendigste. Er setzt eine Warenwirtschaft voraus, eine Schnittstelle zur Kasse und Entwicklungsarbeit. Der Onlineshop kennt den Bestand der Zutaten dann nur, wenn die Warenwirtschaft ihn zurückmeldet.
6Welcher Weg zu welchem Sortiment passt
Die Tabelle fasst die Wege zusammen. Nimm sie als Orientierung, denn zwei Läden mit demselben Sortiment können mit guten Gründen verschieden vorgehen.
| Weg | Passt, wenn | Grenze |
|---|---|---|
| Shopify Bundles | der Korb aus festen Stückartikeln besteht und sich selten ändert | höchstens 30 Komponenten, Preis von Hand pflegen, kein Umtausch, Bestand nicht je Standort |
| Bundle-App wie Simple Bundles & Kits | die Zusammensetzung wechselt oder der Kunde selbst auswählt | laufende Kosten ab 14 US-Dollar im Monat, weiter nur ganze Stück |
| Rezeptur in der Warenwirtschaft | Zutaten gewogen werden und die Kassenverkäufe in der Warenwirtschaft ankommen | Rezeptur ist ein Sollwert, Abweichungen zeigt erst die Inventur |
| Verarbeitungsstandort in Shopify | wenige verarbeitete Produkte, keine Warenwirtschaft, ein grober Überblick genügt | Handarbeit, kein Verbrauch je Produkt, nur ganze Stück |
| Warenwirtschaft führt den Bestand | täglich Abschriften anfallen und der echte Verbrauch erfasst werden soll | Warenwirtschaft, Schnittstelle und Entwicklung nötig |
Ich würde bei der Auswahl mit ein paar Fragen anfangen. Prüf zuerst, ob Deine zusammengesetzten Produkte nur aus Stückartikeln bestehen. Dann probier das native Bundle an einer Kasse aus, bevor Du über mehr nachdenkst. Wechselt die Zusammensetzung oft, schau Dir eine Bundle-App an.
Wird gewogen, stellt sich die Frage, wie genau Du es wissen musst. Für einen groben Überblick kann der Verarbeitungsstandort mit einer wöchentlichen Korrektur schon reichen. Hast Du schon eine Warenwirtschaft mit Stücklisten, würde ich die Rezeptur zuerst dort ausprobieren. Die eigene Erfassung über die Waage ist der aufwendigste Weg. Ob er sich lohnt, hängt davon ab, wie viel Frischware Du verarbeitest und wie genau Du den Verbrauch kennen musst.
7Was Du vorher mit dem Steuerberater klären solltest
Ich bin kein Steuerberater und mache keine Steuerberatung. Die folgenden Punkte sind Fragen, die Du mitnehmen kannst, und die Quellen dazu sind verlinkt.
Die erste Frage betrifft den Steuersatz. In einem Präsentkorb liegen oft Lebensmittel zu 7 % neben Wein oder Gläsern zu 19 %. Die Kanzlei Mörtl & Wende beschreibt in einem Beitrag vom Februar 2026, dass es auf das wertmäßige Gepräge ankommt. Überwiegt ein Bestandteil dem Wert nach deutlich, richtet sich der Steuersatz nach ihm. Sind die Bestandteile etwa gleich viel wert, wird der Gesamtpreis aufgeteilt. Für die Technik heißt das, dass Du vor dem ersten Verkauf wissen solltest, welche Steuersätze auf dem Beleg stehen müssen. Mach dann einen Testverkauf und leg den Beleg Deinem Steuerberater vor.
Bei Gastro-Artikeln kommt die Regel für Speisen dazu. Laut Zentralverband des Deutschen Handwerks gelten seit dem 1. Januar 2026 für Speisen 7 %, vor Ort und zum Mitnehmen. Getränke bleiben beim Verzehr vor Ort bei 19 %. Für Kombiangebote zu einem Pauschalpreis nennt der Verband eine Vereinfachung, bei der 30 % des Preises als Getränkeanteil angesetzt werden. Eine Käseplatte mit einem Glas Wein zum Festpreis ist so ein Fall, den Dein Steuerberater einordnen sollte.
Die dritte Frage betrifft Verderb und Schwund. Frag, wie Abschriften dokumentiert sein sollen und in welchem System. Beim Feinkosthändler laufen sie in der Warenwirtschaft. Ohne Warenwirtschaft bleiben Dir die Bestandsanpassungen mit Grund in Shopify aus Abschnitt 4.
Welcher Weg passt zu Deinem Laden?
Bring die Liste Deiner zusammengesetzten Produkte und den Namen Deiner Warenwirtschaft mit. Nach dem Gespräch weißt Du, welche Wege infrage kommen und was Du davon selbst einrichten kannst.
Fazit
Wenn die Kasse nur das fertige Produkt kennt, muss ein anderes System wissen, woraus es besteht. Für Körbe aus festen Stückartikeln ist das oft Shopify selbst, mit der kostenlosen Bundles-App und ohne Dienstleister. Bei gewogenen Zutaten und wechselnder Zusammensetzung kommen eine Rezeptur in der Warenwirtschaft, ein Verarbeitungsstandort oder eine Warenwirtschaft als führendes System infrage. Beim Feinkosthändler aus diesem Beitrag ist es der letzte Weg, und ob die Tests ihn bestätigen, ist noch offen. Hilfe über eine POS-Beratung lohnt sich vor allem dann, wenn Waage, Warenwirtschaft und mehrere Läden zusammenkommen.
Der erste Schritt: Schreib für Deine drei meistverkauften zusammengesetzten Produkte auf, woraus sie bestehen, ob etwas davon gewogen wird und wie oft sich die Zusammensetzung ändert. Mit dieser Liste siehst Du, ob Shopify Bundles für Dich reicht.
Häufige Fragen
Kann Shopify POS Bundles verkaufen?
Ja. Seit September 2024 lassen sich Bundles im Vertriebskanal Point of Sale freigeben. Feste Bundles und Multipacks gehen mit der kostenlosen App Shopify Bundles, für Mix-and-Match nennt Shopify Apps von Drittanbietern. Teste das Bundle an Deiner Kasse, bevor Du das Sortiment darauf aufbaust.
Wie rechnet Shopify den Bestand eines Bundles?
Der verfügbare Bestand eines Bundles ergibt sich aus den Komponenten. Shopify teilt den Bestand jeder Komponente durch die Menge im Bundle und nimmt den kleinsten Wert. In der Bestellung stehen die Komponenten als eigene Positionen mit Verweis auf das Bundle.
Kann Shopify Bestand in Gramm oder Kilogramm führen?
Shopify zählt Bestände in ganzen Zahlen, Nachkommastellen gibt es nicht. Händler behelfen sich damit, den Artikel in einer kleineren Einheit zu führen, zum Beispiel in Gramm. Für Rezepturen mit Bruchteilen eignet sich eine Warenwirtschaft mit Stücklisten besser.
Brauche ich für Rezepturen eine Warenwirtschaft?
Das hängt vom Sortiment ab. Körbe aus festen Stückartikeln gehen mit Shopify Bundles oder einer Bundle-App. Bei gewogenen Zutaten hilft eine Warenwirtschaft mit Stücklisten, weil sie mit Bruchteilen rechnen kann. Ohne Warenwirtschaft bleibt die Umbuchung auf einen Verarbeitungsstandort als grobe Lösung.
Welcher Steuersatz gilt für einen Präsentkorb mit Wein und Lebensmitteln?
Das kommt auf die Zusammensetzung an. Nach einem Beitrag der Kanzlei Mörtl & Wende vom Februar 2026 richtet sich der Steuersatz nach dem Bestandteil, der dem Wert nach deutlich überwiegt, sonst wird der Gesamtpreis aufgeteilt. Klär das für Deine Körbe mit Deinem Steuerberater, ich mache keine Steuerberatung.
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