Shopify POS in Deutschland: Was geht, was es kostet und wie die TSE-Pflicht gelöst ist
Das Wichtigste in Kürze
- Shopify POS bringt keine deutsche Fiskalisierung mit. Die TSE kommt über eine App wie OpenFiskal oder die TSE-App von Shopify, für rund 9 bis 20 Euro pro Kasse und Monat.
- POS Lite ist in jedem Shopify-Tarif enthalten und reicht für einen Laden mit kleinem Team. POS Pro kostet 89 US-Dollar pro Monat und Standort und lohnt sich ab mehreren Filialen oder mit Inventur an der Kasse.
- Eine Theke mit Terminal, Ständer, Bondrucker und Kassenschublade kostet im Shopify Hardware Store rund 750 Euro, das iPad kommt dazu. Der kleinste Einstieg ist ein Kartenleser für 59 Euro.
- Jede neue Kasse muss binnen eines Monats über ELSTER ans Finanzamt gemeldet werden. Das machst Du oder Dein Steuerberater, Shopify übernimmt hier nichts.
- Die meisten Probleme im Betrieb kommen von WLAN, Bluetooth und Druckern. Ein eigenes Kassen-WLAN und ein Ausfalltest vor dem Go-Live sparen Dir Ärger am Umstellungstag.
Ein Berliner Lebensmittelhändler mit vier Läden stellt Anfang 2027 alle Filialen auf Shopify POS um, die erste am 5. Januar. Bevor die Entscheidung stand, lagen dieselben Fragen auf dem Tisch, die ich in fast jedem POS-Gespräch höre. Läuft das in Deutschland überhaupt sauber mit dem Finanzamt? Was kostet die Hardware für vier Theken? Wer meldet die Kassen an? Und was passiert, wenn im Laden das Internet weg ist?
Die kurze Antwort: Shopify POS ist in Deutschland einsetzbar, wenn drei Dinge geklärt sind. Die TSE läuft über eine App, die Kassenmeldung geht binnen eines Monats über ELSTER, und der Beleg kommt aus dem Drucker oder aufs Handy des Kunden. Der Rest ist Hardware, Netzwerk und Gewohnheit. In diesem Beitrag gehe ich das einmal durch, mit den Preisen von der Shopify-Preisseite und aus dem Hardware Store, Stand September 2026, und mit dem, was aus zwei laufenden POS-Projekten hängen geblieben ist.
1Was Shopify POS in Deutschland kann und was nicht
Shopify POS ist die Kassen-App von Shopify für iPad, iPhone und Android. Sie greift auf denselben Produktkatalog, denselben Bestand und dieselben Kundenprofile zu wie Dein Onlineshop. Das ist der eigentliche Grund, warum Händler mit Laden und Shop darüber nachdenken. Ein Pullover, der im Laden über die Theke geht, ist online im selben Moment einer weniger. Eine Kundin, die online bestellt hat, kann im Laden umtauschen, und der Mitarbeiter sieht ihre Bestellung auf dem Tablet.
Im Alltag deckt die App das ab, was eine Kasse im Einzelhandel braucht. Verkauf mit Karte, bar oder Gutschein, Rabatte, Rückgabe und Umtausch, Kundenkonto, Beleg per Drucker, E-Mail oder SMS, Click & Collect und Versand aus dem Laden an den Kunden. Mitarbeiter melden sich mit PIN an. Seit September 2026 findet der Scanner eine Variante über jeden hinterlegten Barcode, auch wenn Lieferant und Onlineshop verschiedene Codes nutzen. Mitarbeiter mit der passenden Berechtigung sehen an der Kasse den verlassenen Online-Warenkorb eines Kunden, sobald er identifiziert ist. Auf dem Handy gibt es seit dem 14. September einen dauerhaften Warenkorb-Button, damit die Summe beim Kassieren immer sichtbar bleibt.
Was Shopify für Deutschland nicht mitbringt, ist schnell aufgezählt. Die technische Sicherheitseinrichtung, die die KassenSichV verlangt, steckt in einer App aus dem App Store, dazu gleich mehr. Eine Waagenanbindung gibt es ab Werk nicht, gewogene Ware braucht eine eigene Lösung. Und die Kartenzahlung über die Shopify-Kartenleser läuft nur mit Shopify Payments. Ein fremdes Terminal kannst Du weiter nutzen, dann tippst Du den Betrag zweimal ein und die Zahlung wird in Shopify als externe Zahlung verbucht, ohne automatischen Abgleich.
Beim Kassenbon hat sich im August 2026 etwas geändert. Shopify hat einen neuen Editor für gedruckte Belege eingeführt, ein Layout für Verkauf, Rückgabe, Umtausch, Geschenk und Gutschein, mit Überschreibung pro Standort. Wer bisher eigene Liquid-Vorlagen für den Bon hatte, hat bis zum 1. Januar 2027 Zeit für den Umzug. Danach stellt Shopify automatisch um, und zurück geht es nicht.
Shopify POS ist dann die richtige Kasse, wenn Dein Onlineshop schon auf Shopify läuft oder dorthin soll. Wenn der Laden 90 Prozent Deines Umsatzes macht und der Shop eine Nebensache bleibt, vergleich vorher ein klassisches Kassensystem. Die Stärke von Shopify POS ist der gemeinsame Bestand, nicht die Kassenfunktion an sich.
2POS Lite oder POS Pro: Welche Stufe Du brauchst
Shopify POS gibt es in zwei Stufen. POS Lite ist in jedem Shopify-Tarif enthalten, ohne Aufpreis. Damit verkaufst Du, nimmst Rückgaben an, gibst Rabatte, legst Kundenprofile an und druckst Belege. Der Mitarbeiterzugriff ist im Basic-Tarif begrenzt, so steht es auf der Preisseite. Für einen Laden mit zwei oder drei Leuten an der Kasse reicht das meistens.
POS Pro kostet laut Shopify-Preisseite 89 US-Dollar pro Monat und Standort. Dafür bekommst Du unbegrenzte Mitarbeiterkonten mit Rollen und Berechtigungen, Inventur direkt an der Kasse, Rückgaben an jedem Standort und die Einzelhandelsberichte. Der Preis steht auf der deutschen Preisseite in US-Dollar, rechne also mit dem Kurs zum Abrechnungstag.
Die Regel, die ich im Erstgespräch anwende, ist einfach. Für einen Laden mit kleinem Team und Inventur am Rechner reicht Lite. Sobald einer der folgenden Punkte zutrifft, wird es Pro.
- Du hast mehrere Läden und Kunden sollen in jeder Filiale zurückgeben können, egal wo sie gekauft haben.
- Du willst die Inventur mit dem Scanner an der Kasse machen statt mit Listen am Schreibtisch.
- Mitarbeiter sollen unterschiedliche Rechte haben, etwa Rabatt nur für die Filialleitung.
- Du brauchst Umsatz und Bestand pro Standort als Bericht, nicht nur in Summe.
Für den Händler mit vier Läden heißt das Pro an jedem Standort. Das ist ein Posten, der im Vergleich zu den Lizenzen des alten Kassensystems auf den Tisch muss, sonst überrascht er später auf der Rechnung. Derselbe Händler hat übrigens für eine Funktion, die nur im Plus-Tarif steckt, gegen Plus entschieden. Rund 2.000 Euro im Monat gegenüber rund 40 Euro für den heutigen Tarif waren es nicht wert, stattdessen gibt es eine kleine eigene App.
Lite oder Pro, ein Standort oder vier?
Im Erstgespräch gehen wir Deine Läden, Dein Team und Deine vorhandene Hardware durch. Danach weißt Du, welche Stufe reicht, was die Fiskalisierung bei Dir kostet und ob Deine Kartenleser weiterlaufen. 30 Minuten, ohne Folie.
3Was Shopify POS kostet: Software, Hardware, Gebühren
Die Preise unten stammen von der deutschen Shopify-Preisseite und aus dem Shopify Hardware Store, abgerufen am 17. September 2026. Hardware kannst Du auch woanders kaufen, die Liste der unterstützten Geräte steht im Shopify-Hilfecenter. Ich nehme den Hardware Store, weil die Preise dort öffentlich sind und die Geräte sicher laufen.
| Posten | Preis | Anmerkung |
|---|---|---|
| Shopify-Tarif Basic | 39 € im Monat, 29 € bei jährlicher Zahlung | Grow 105 € (79 € jährlich), POS Lite ist in jedem Tarif drin |
| POS Pro | 89 $ im Monat je Standort | Optional, siehe Abschnitt 2 |
| WisePad 3 Kartenleser | 59 € | Bluetooth, für Handy oder Tablet, der kleinste Einstieg |
| Shopify POS Terminal | 229 € | Theke, mit Kundendisplay und Dock |
| Tablet-Ständer Bouncepad Eddy | 119 € | Für das iPad an der Theke |
| Bondrucker Epson TM-m30III | 299 € | Bluetooth, WLAN, LAN, USB |
| Kassenschublade Star Micronics | 99 € | Öffnet über den Drucker |
| Barcodescanner Zebra DS2208 | 139 € | Optional, iPad-Kamera geht auch |
| TSE-App | 9 $ oder 19,99 € je Kasse und Monat | Shopify TSE-App oder OpenFiskal, siehe Abschnitt 4 |
| Kartengebühr vor Ort | je nach Tarif | Shopify Payments, Sätze im Admin unter Zahlungen |
Als Rechenbeispiel eine Theke in einem Laden. Terminal, Ständer, Bondrucker und Kassenschublade kosten zusammen 746 Euro, dazu kommt ein iPad. Laufend zahlst Du den Shopify-Tarif, den Du für den Onlineshop ohnehin hast, plus die TSE-App. Mit OpenFiskal sind das rund 20 Euro im Monat je Kasse, POS Lite kostet nichts extra. Mit Pro kommen 89 US-Dollar je Standort dazu. Die Kartengebühren hängen von Deinem Tarif ab und liegen bei Zahlungen vor Ort unter den Online-Gebühren. Die genauen Sätze für Dein Konto zeigt Dir Shopify im Admin.
Der kleinste Einstieg ist ein WisePad 3 für 59 Euro an einem iPhone, Beleg per E-Mail, TSE-App eingerichtet. Damit stehst Du für unter 100 Euro einmalig auf einem Markt oder in einem Pop-up und bist trotzdem sauber beim Finanzamt.
4TSE, Kassenmeldung, Beleg: So ist die Fiskalisierung gelöst
Das ist der Abschnitt, an dem die meisten Gespräche über Shopify POS hängen bleiben. Ich bin kein Steuerberater und mache keine Rechtsberatung. Was hier steht, ist der Stand, den ich in Projekten mit dem Steuerberater des Händlers abgestimmt habe. Prüf es mit Deinem.
Die TSE kommt aus einer App
Seit der Kassensicherungsverordnung braucht jedes elektronische Kassensystem in Deutschland eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung, die jeden Kassenvorgang signiert. Shopify hat das nicht eingebaut. Shopify selbst schreibt im Hilfecenter, dass Du dafür die TSE-App aus dem App Store installierst, Deine Steuernummer und USt-IdNr. hinterlegst und die Standorte auswählst, an denen kassiert wird. Die Cloud-TSE dahinter kommt von fiskaly.
Es gibt zwei Apps, die das leisten. Die TSE-App von Shopify kostet 9 US-Dollar pro Standort und Monat, exportiert die DSFinV-K-Daten per E-Mail als ZIP und druckt die TSE-Angaben auf den Bon. Sie hat im App Store 1,2 von 5 Sternen bei 21 Bewertungen. OpenFiskal, eine Berliner Firma, kostet 19,99 Euro pro Kasse und Monat, 14,99 Euro bei jährlicher Zahlung. Die App signiert Belege in Echtzeit mit QR-Code, erstellt Z-Berichte mit Steueraufteilung, exportiert DSFinV-K und führt ein Kassenbuch mit CSV-Export. 5,0 von 5 Sternen bei 57 Bewertungen. In meinen Projekten läuft OpenFiskal, und die Einrichtung passiert vor dem ersten Verkauf, nicht danach.
Die Kassenmeldung geht über ELSTER
Seit dem 1. Juli 2025 musst Du jedes neu angeschaffte elektronische Aufzeichnungssystem innerhalb eines Monats an Dein Finanzamt melden, so steht es in § 146a Absatz 4 der Abgabenordnung. Das gilt für Tablet-Kassen genauso wie für Registrierkassen. Die Meldung läuft über „Mein ELSTER“, pro Betriebsstätte eine Mitteilung mit allen Kassen, die dort stehen. Gemeldet werden die Art des Systems, die Seriennummern von Kasse und TSE und das Anschaffungsdatum. Für die Umstellung wichtig ist, dass auch die Außerbetriebnahme des alten Kassensystems binnen eines Monats gemeldet werden muss. Das übernimmt in der Regel der Steuerberater, Shopify tut hier nichts.
Der Beleg muss angeboten werden
Die Belegausgabepflicht verlangt, dass jeder Kunde einen Beleg bekommt. Papier ist nicht Pflicht. Shopify POS kann den Bon drucken, per E-Mail oder SMS schicken, und mit OpenFiskal steht der QR-Code der TSE darauf. Im Laden hat sich bewährt, den Bon standardmäßig zu drucken und die digitale Variante anzubieten. Das spart Diskussionen an der Theke.
Die TSE-App vor dem ersten echten Verkauf einrichten und die Kasse innerhalb des ersten Monats melden. Beides lässt sich nicht rückwirkend reparieren. Und die Verfahrensdokumentation, die die GoBD verlangt, schreibt Dir weder Shopify noch die App. Frag Deinen Steuerberater, was er dafür von Dir braucht.
5Netzwerk, Tablets, Drucker: Was im Betrieb Zeit kostet
Wenn Shopify POS im Laden hakt, liegt es in meiner Erfahrung selten an der App. Es liegt am WLAN, an Bluetooth oder an einem Drucker, der nach dem Neustart nicht mehr gefunden wird. Bei DC4 in Berlin haben im laufenden Betrieb Terminal und Bondrucker Zeit gekostet, die Kassenfunktionen selbst liefen. Deshalb gehört das Netzwerk auf die Liste, bevor die erste Kasse steht.
Der Lebensmittelhändler mit den vier Läden hat sich im Februar für ein eigenes WLAN nur für die Kassen entschieden, mit eigener SSID und ohne statische IP-Adressen. Damit teilen sich die Kassen die Leitung nicht mit dem Gäste-WLAN und dem Laptop im Büro. Offen war lange, was bei einem kurzen Internetausfall passiert. Das steht jetzt als Testpunkt vor dem Go-Live. Kabel ziehen, kassieren, Kabel wieder rein, dann prüfen, ob Verkauf, Kartenzahlung und TSE-Signatur sauber nachlaufen. So einen Test legt man auf einen Abend nach Ladenschluss, lange vor dem Umstellungstag.
Eine Frage, die mir ein Händler im September per Mail gestellt hat, kommt öfter: Dürfen auf den Kassen-Tablets weitere Apps laufen, etwa Notion, Teams, WhatsApp oder die Schichtplanung? Technisch ja. Ich rate trotzdem zu einer kurzen Regel, was auf die Kassen-Tablets darf, weil Benachrichtigungen sonst mitten im Kassiervorgang aufploppen und weil jedes Update einer fremden App die Kasse betrifft. Das Kassen-Tablet ist die Kasse. Für Teams und Schichtplan gibt es ein zweites Gerät.
- Eigenes WLAN für die Kassen, eigene SSID, kein Gäste-Netz.
- Bondrucker per LAN oder WLAN anbinden, Bluetooth nur, wenn es nicht anders geht.
- Ein Ersatz-Kartenleser pro Standort, damit ein leerer Akku den Verkauf nicht stoppt.
- Ausfalltest vor dem Go-Live mit Internet weg, kassieren, Internet wieder da.
- Nur Kasse und TSE-App auf dem Kassen-Tablet, Updates außerhalb der Öffnungszeiten.
6Die Einführung planen: Schulung, Umstellungstag, Abmeldung
Die Technik ist in ein paar Tagen eingerichtet. Länger dauert es, bis das Team an der Kasse so sicher ist wie am alten System. Beim Händler mit den vier Läden liegt die Themenliste für die Schulung seit Anfang September vor, und der Termin soll noch vor dem Jahreswechsel stehen. Dazu kommen Vor-Ort-Termine beim Waagenhändler, weil dort gewogene Ware über die Theke geht. Die Schulung gehört in die Planung wie die Hardware, an einer echten Kasse, mit echten Produkten.
In die Schulung gehören Rückgabe und Umtausch, Storno, Rabatt, der Tagesabschluss mit Z-Bericht aus der TSE-App, das Nachdrucken eines Belegs und der Fall, dass Terminal oder Drucker nicht reagieren. Jeder an der Kasse sollte jeden dieser Fälle dreimal selbst durchgespielt haben.
Den Umstellungstag lege ich auf einen ruhigen Wochentag, und bei mehreren Läden auf eine Filiale zuerst. Der 5. Januar liegt beim Händler nach dem Weihnachtsgeschäft und vor dem Frühjahrsgeschäft. Die nächste Filiale kommt bei mir erst dran, wenn die erste eine Woche sauber gelaufen ist. Der Parallelbetrieb mit dem alten System bleibt kurz, weil zwei Kassen zwei Bestände und zwei Kassenbücher bedeuten. Und wenn das alte System aus ist, wird es beim Finanzamt abgemeldet, innerhalb eines Monats.
In der Reihenfolge sieht die Einführung so aus.
- Tarif und POS-Stufe festlegen, Standorte im Admin anlegen.
- Hardware bestellen, Netzwerk im Laden vorbereiten.
- TSE-App installieren, Steuernummer hinterlegen, Standorte aktivieren.
- Kassen über ELSTER melden, pro Betriebsstätte eine Mitteilung.
- Beleg-Layout, Rabatte, Mitarbeiter-PINs und Rechte einrichten.
- Schulung an der echten Kasse, Ausfalltest am Abend.
- Umstellungstag in der ersten Filiale, dann die nächsten.
- Altes Kassensystem abmelden, Daten für den Steuerberater sichern.
Wie gewogene Ware, Bundles wie Präsentkörbe und Click & Collect mit Shopify POS laufen, sind eigene Themen. Dazu gibt es Beiträge unter POS & Laden. Wenn Dein Onlineshop noch nicht auf Shopify läuft, lies vorher den Beitrag zur Migration zu Shopify, denn die Kasse ist erst der zweite Schritt. Und was ich als Shopify Freelancer in Berlin bei einer POS-Einführung übernehme, steht auf der Leistungsseite.
Du planst die Umstellung im Laden?
Im Erstgespräch schauen wir auf Deine Läden, Dein altes Kassensystem und Deinen Zeitplan. Danach hast Du eine Liste: welche Stufe, welche Hardware, welche TSE-App, wer meldet was, und wann der erste Laden umstellt. 30 Minuten, ohne Folie.
Fazit
Shopify POS ist in Deutschland eine brauchbare Kasse für Händler, deren Onlineshop auf Shopify läuft. Die Fiskalisierung ist mit einer App gelöst, die Kassenmeldung geht über ELSTER, der Beleg kommt aus dem Drucker oder aufs Handy. Für einen Laden reicht POS Lite, ab mehreren Filialen oder mit Inventur an der Kasse wird es Pro. Die Hardware für eine Theke kostet rund 750 Euro plus iPad. Was danach Zeit kostet, sind WLAN, Drucker und Schulung, und das lässt sich vor dem Go-Live abfangen.
Der erste Schritt: Lade Shopify POS auf ein iPad, richte OpenFiskal für einen Teststandort ein und mach einen Testverkauf mit Beleg. Danach weißt Du in einer Stunde, ob das Deine Kasse wird, bevor Du Hardware bestellst.
Häufige Fragen
Ist Shopify POS in Deutschland rechtlich zulässig?
Ja, mit einer TSE-App. Shopify POS selbst hat keine technische Sicherheitseinrichtung eingebaut. Mit der TSE-App von Shopify oder mit OpenFiskal wird jeder Verkauf signiert, der Bon trägt die TSE-Angaben und die DSFinV-K-Daten lassen sich für die Prüfung exportieren. Dazu kommt die Kassenmeldung beim Finanzamt über ELSTER.
Was kostet Shopify POS im Monat?
POS Lite ist in jedem Shopify-Tarif enthalten. POS Pro kostet laut Preisseite 89 US-Dollar pro Monat und Standort. Dazu kommt die TSE-App mit 9 US-Dollar (Shopify) oder 19,99 Euro (OpenFiskal) je Kasse und Monat sowie die Kartengebühren von Shopify Payments, die vom Tarif abhängen.
Brauche ich POS Pro?
Für einen Laden mit kleinem Team und Inventur am Rechner reicht Lite. Pro brauchst Du, wenn Kunden in jeder Filiale zurückgeben sollen, wenn Du die Inventur mit dem Scanner an der Kasse machst, wenn Mitarbeiter unterschiedliche Rechte brauchen oder wenn Du Berichte pro Standort willst.
Wie melde ich Shopify POS beim Finanzamt an?
Über „Mein ELSTER“, innerhalb eines Monats nach der Anschaffung, eine Mitteilung pro Betriebsstätte. Gemeldet werden Art des Systems, Seriennummern von Kasse und TSE und das Anschaffungsdatum. Das alte Kassensystem meldest Du auf demselben Weg ab. In der Regel übernimmt das der Steuerberater.
Kann ich mein bestehendes Kartenterminal weiter nutzen?
Ja, aber ohne Anbindung. Die Kartenleser von Shopify laufen nur mit Shopify Payments. Ein fremdes Terminal nutzt Du weiter, tippst den Betrag dort ein und verbuchst die Zahlung in Shopify POS als externe Zahlung. Der Abgleich passiert dann von Hand.
Welche Hardware brauche ich für den Anfang?
Für einen Markt oder ein Pop-up reicht ein WisePad 3 für 59 Euro an einem iPhone, der Beleg geht per E-Mail. Für eine feste Theke rechne mit POS Terminal, Tablet-Ständer, Bondrucker und Kassenschublade, zusammen rund 750 Euro im Shopify Hardware Store, plus iPad.
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Kasse und Shop aus einem System?
Wenn Dein Laden auf Shopify POS soll, gehen wir in 30 Minuten Stufe, Hardware, TSE und Zeitplan durch. Danach weißt Du, was es kostet und wer was macht.
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