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Black Friday 2026 auf Shopify: Was bis Mitte Oktober technisch erledigt sein muss

Black Friday ist am 27. November, Cyber Monday am 30. November. Diese Checkliste nennt die technischen Punkte, die in einem Shopify-Shop vorher erledigt sein sollten, jeweils mit Termin und mit der Stelle im Admin, an der Du sie prüfst.

Alexander Karl von Alexander Karl 18 Min. Lesezeit Zuletzt aktualisiert: 29. September 2026
Shop-Inhaberin und Freelancer in einem Berliner Loft am Laptop mit dem Aktionskalender im Shopify-Admin, daneben Versandkartons und eine Checkliste auf Papier
Sechs Wochen vor Black Friday sollte die Technik stehen, damit im November nur noch Inhalte und Kampagnen laufen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Black Friday ist am 27. November 2026, Cyber Monday am 30. November. Mitte Oktober als Termin für die Technik ist meine Empfehlung aus der eigenen Planung, keine Frist von Shopify.
  • Zwei Termine kommen von Shopify selbst. Seit dem 26. August 2026 läuft die Danke-Seite in Shops ohne Plus nur noch mit App-Pixeln und Custom Pixeln, und ab dem 1. Oktober 2026 kann keine App mehr neue Script Tags anlegen. Bestehende Script Tags laufen bis zum 1. März 2027 weiter.
  • Rabattcodes, automatische Rabatte, Versandkostenschwelle und Mindestbestellwert legst Du ohne App an und terminierst sie mit Start und Ende. Höchstens 25 automatische Rabatte können gleichzeitig aktiv sein.
  • Für Streichpreise zählt der niedrigste Preis der letzten 30 Tage. Ab dem 28. Oktober 2026 wird damit jeder Preis in Deinem Shop zur Referenz für den Black Friday.
  • Rollouts terminieren Theme- und Checkout-Änderungen und nehmen sie nach der Aktion wieder zurück. Lagerwarnung, Ladezeit und Theme-Sicherung erledigst Du mit Bordmitteln von Shopify.

Black Friday fällt 2026 auf den 27. November, Cyber Monday auf den 30. November. Shopify hat dafür eine eigene Checkliste mit 25 Punkten veröffentlicht, und die meisten davon sind Marketing. Eher kurz kommt die Technik dahinter, also Tracking, Rabattlogik, Preise, Lager, Ladezeit und die Frage, was Du tust, wenn am Freitagmittag etwas nicht läuft.

Diese Checkliste ergänzt die von Shopify um diesen Teil. Sie ist für Shops geschrieben, die Tracking, Rabatte und Aktionen selbst einrichten, also vor allem für die Tarife Basic, Grow und Advanced. Plus-Shops mit eigenen Checkout-Anpassungen haben meist eigene Fristen mit ihrer Agentur, für sie ist die Liste ein Ausgangspunkt. Der Termin Mitte Oktober im Titel ist meine Empfehlung aus der eigenen Planung, keine Vorgabe von Shopify. Wie ich darauf komme, steht im ersten Abschnitt.

1Warum Mitte Oktober und nicht Anfang November

Zwischen dem 16. Oktober und dem 27. November liegen sechs Wochen. Die brauchst Du ja nicht für die Technik, die brauchst Du für alles, was danach kommt. Newsletter, Anzeigen und Aktionsbilder laufen im November auf Hochtouren, und wer dann noch am Theme oder an Rabatten baut, testet unter Zeitdruck an einem Shop, der gerade Werbung bekommt. Dazu kommt, dass jede Änderung am Theme, jede neue App und jede Umstellung im Checkout erst mit einer echten Bestellung geprüft ist, und das dauert eben.

Deshalb teile ich den Herbst in zwei Hälften. Bis Mitte Oktober sind Tracking, Script Tags, Rabatte, Preise, Rollouts, Lager, Versand und Ladezeit erledigt und getestet. Danach beginnt der Freeze, also keine neuen Apps, keine Theme-Umbauten, keine Änderung an Zahlungsarten oder Checkout. Was noch geht, sind Inhalte, Bilder, Texte und die Aktionen selbst, wenn sie als terminierte Rabatte und Rollouts schon angelegt sind.

Ob der Termin bei Dir eine Woche früher oder später liegt, hängt vom Shop ab. Wer nur Rabatte anlegt und das Tracking prüft, kommt auch Ende Oktober noch hin. Was Shopify selbst vorgibt, steht in den nächsten beiden Abschnitten.

2Tracking: Danke-Seite und Bestellstatus prüfen

Seit dem 26. August 2026 laufen Danke-Seite und Bestellstatus in allen Shops ohne Plus auf der neuen Checkout-Basis. Das Feld „Zusätzliche Skripte“ unter Einstellungen, Checkout wird dort nicht mehr ausgeführt. Wer sein Meta Pixel, sein Google-Ads-Conversion-Tag oder ein Affiliate-Snippet dort eingetragen hatte, misst seit diesem Tag keine Käufe mehr. Die Bestellungen kommen an, nur die Werbekonten zeigen null, und ohne Kauf-Ereignis lernen die Kampagnen bei Meta und Google im November nichts.

Die Prüfung dauert eigentlich nur zehn Minuten. Unter Einstellungen, Kundenereignisse müssen für Meta und Google je ein Pixel mit Status „Verbunden“ stehen, entweder als App-Pixel der Facebook-und-Instagram-App und der Google-und-YouTube-App oder als Custom Pixel. Dann machst Du eine Testbestellung, bei Shopify Payments im Testmodus oder mit einem Testprodukt für einen Euro, und schaust, ob checkout_completed im Pixel ankommt und der Kauf im Events Manager von Meta erscheint. Wie der Umzug im Einzelnen geht, steht im Beitrag zur Danke-Seite.

Solange Shopify Payments im Testmodus ist, können Kunden keine echten Bestellungen aufgeben. Leg die Testbestellung also in eine ruhige Minute und schalte den Modus danach sofort wieder aus. Der Weg über ein echtes Produkt mit anschließender Erstattung geht auch, dabei können Gebühren anfallen.

3Script Tags: Bestand aufnehmen, bevor der 1. Oktober kommt

Der zweite Termin kommt aus dem Entwickler-Changelog von Shopify. Ab dem 1. Oktober 2026 können Apps keine neuen Script Tags mehr anlegen oder ändern, die Aufrufe scriptTagCreate und scriptTagUpdate geben dann einen Fehler zurück. Bestehende Script Tags laufen dagegen weiter. Erst ab dem 1. März 2027 liefert Shopify sie nicht mehr in den Shop aus. Für Black Friday heißt das, dass sich am 1. Oktober erstmal nichts abschaltet. Aber jede App, die heute noch über einen Script Tag lädt, muss bis März umgebaut sein, und das macht der App-Anbieter, nicht Du.

Die Aufgabe bis Mitte Oktober ist deshalb eine Bestandsaufnahme. Welche Apps laden über Script Tags, und hat der Anbieter den Umbau auf ein App-Embed im Theme oder ein Web-Pixel schon gemacht? Die Antwort findest Du an mehreren Stellen. Im Quelltext des Shops erkennst Du Script Tags an Skriptadressen mit dem Pfad /scripttags oder mit dem Parameter shop=deinshop.myshopify.com. Über die Admin-API bleibt die Abfrage der scriptTags ausdrücklich möglich, Shopify hat sie zum Prüfen offen gelassen. Und in der App-Beschreibung im App Store oder beim Support des Anbieters erfährst Du, ob es schon eine Version mit App-Embed gibt.

Bei Tracking-Apps ist der Ersatz ein App-Pixel oder ein Custom Pixel, und das hast Du im Abschnitt davor schon angelegt. Bei Apps für Bewertungen oder Chat schaltest Du das App-Embed im Theme-Editor ein, sobald der Anbieter es liefert. Bei Apps ohne Antwort planst Du den Ersatz für Januar oder Februar, nach der Weihnachtssaison und vor dem 1. März. Vor Black Friday selbst wechselst Du besser keine App mehr.

Sollen wir Tracking und Apps einmal gemeinsam durchgehen?

Im Erstgespräch schauen wir in 30 Minuten in Deine Kundenereignisse und in den Quelltext Deines Shops. Danach weißt Du, welche Pixel laufen und welche Apps noch auf Script Tags sitzen.

Erstgespräch vereinbaren

4Rabatte, Schwellen und eigene Rabattlogik ohne App

Rabattcodes und automatische Rabatte haben in Shopify ein Start- und ein Enddatum mit Uhrzeit. Du kannst die Aktion für Black Friday also heute anlegen und auf den 27. November, 0 Uhr terminieren. Sie wird dann von allein aktiv und endet am 30. November von allein, in jedem Tarif. In der Shopify-Hilfe stehen dazu zwei Grenzen. Höchstens 25 automatische Rabatte können gleichzeitig aktiv sein, App-Rabatte eingerechnet. Und pro Bestellung kann ein Kunde höchstens fünf Produkt- oder Bestellrabattcodes und einen Versandrabattcode einlösen.

Ob sich Rabatte kombinieren, legst Du pro Rabatt fest. Produktrabatt plus kostenloser Versand geht in allen Shops, Produktrabatt plus Bestellrabatt nur, wenn der Shop keine Anpassungen an checkout.liquid mehr hat. Mach deshalb vor der Aktion mal eine Testbestellung mit Deinem Aktionscode und der Versandkostenschwelle zusammen und schau, was der Checkout rechnet.

Die Schwelle für kostenlosen Versand legst Du als automatischen Rabatt vom Typ „Kostenloser Versand“ mit Mindestbestellwert an. Den Mindestbestellwert im Checkout gibt es seit dem 13. April 2026 über die Bestellwertgrenzen der App Checkout Blocks in allen Tarifen, vorher war das Plus vorbehalten. Was ein Rabatt an Marge kostet und wo die Schwelle liegen sollte, steht im Beitrag zum Bestellwert.

Nur für Shops mit eigener Rabatt-App gilt noch etwas. Shopify hat die Vorschau der Discounts Allocator Function API am 10. September 2026 eingestellt, eigene Rabattlogik muss auf der Discount Function API laufen. Wenn eine Agentur Dir eine eigene Staffel oder Rabatt-App gebaut hat, frag jetzt nach, auf welcher Basis sie läuft, und teste die Staffel vor Mitte Oktober im Checkout.

5Streichpreise: Der niedrigste Preis der letzten 30 Tage

Neben dem Rabatt selbst geht es um seine Darstellung. Wer einen Preis mit einem durchgestrichenen Vergleichspreis bewirbt, muss nach § 11 der Preisangabenverordnung den niedrigsten Gesamtpreis angeben, den er in den letzten 30 Tagen vor der Ermäßigung verlangt hat. Der Europäische Gerichtshof hat am 26. September 2024 im Verfahren C-330/23 zu Aldi entschieden, dass sich auch eine Prozentangabe auf diesen niedrigsten Preis beziehen muss, nicht auf den Preis vom Tag davor. Wer im November „minus 30 %“ schreibt, rechnet die 30 % also auf den günstigsten Preis seit Ende Oktober.

Für den Kalender heißt das: Der 27. November minus 30 Tage ist eben der 28. Oktober. Jeder Preis, der ab diesem Tag in Deinem Shop steht, wird zur Referenz für den Black Friday. Preise vorher anzuheben, um dann einen größeren Rabatt zu zeigen, ist genau das, was die Regel verhindern soll, und die IT-Recht Kanzlei berichtet regelmäßig über Abmahnungen deswegen.

In Shopify ist der Streichpreis das Feld „Vergleichspreis“ am Produkt. Shopify merkt sich dort nicht, welcher Preis vor 30 Tagen galt, das musst Du selbst nachhalten. Bei wenigen Aktionsprodukten reicht schon eine Tabelle mit Preis und Datum. Bei vielen Produkten übernehmen Apps die Buchführung, zum Beispiel der Best Price Indicator von Latori aus Wuppertal, der den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage in einem Metafeld speichert. Bis 100 Varianten ist die App kostenlos, darüber kostet sie ab 9,99 $ im Monat. Ich mache keine Rechtsberatung, für die Formulierung am Preis fragst Du Deinen Anwalt oder Anbieter wie die IT-Recht Kanzlei oder den Händlerbund. Was seit dem 27. September 2026 zusätzlich für Gewährleistungsangaben und Umweltaussagen in Produkttexten gilt, steht im Beitrag zum Gewährleistungslabel.

Merke

Der 28. Oktober ist der einzige Termin auf dieser Liste, der aus dem Recht kommt. Ab diesem Tag ändert Preise nur noch, wer die Folgen für den Vergleichspreis im November kennt.

6Aktionen terminieren mit Rollouts

Aktionsbanner, ein anderer Hero und Aktionshinweise auf der Produktseite sind Theme-Änderungen. Bisher hieß das ja für viele Shops, am Abend vor Black Friday von Hand zu veröffentlichen und am Montagabend wieder zurückzubauen. Am 22. September 2026 hat Shopify die Rollouts überarbeitet. Ein Rollout ist eine terminierte Änderung am Haupttheme, am Checkout und an den Kundenkonto-Seiten, in drei Arten. Launch ist eine dauerhafte Änderung, Event eine zeitlich begrenzte Aktion, die danach zurückgenommen wird, und Experiment der Vergleich zweier Versionen. Rollouts gibt es ab dem Basic-Tarif, Experimente ab Grow. Beim Anlegen zeigt Shopify, welchen Anteil des Traffics der Rollout erreicht, und warnt vor Konflikten mit anderen Rollouts.

Für Black Friday passt eigentlich die Art Event. Du duplizierst Dein Theme, baust die Aktionsansicht im Duplikat, legst den Rollout mit Start am 27. November und Ende am 30. November an und wählst, dass die Änderung danach zurückgenommen wird. Am Montagabend steht der Shop dann wieder so da wie vorher, ohne dass jemand nachts am Rechner sitzt. Was Rollouts als Testwerkzeug können und wo ihre Grenzen liegen, steht im Beitrag zu den Shopify A/B-Tests.

Rollouts funktionieren nur mit dem Online-Store, nicht mit Headless-Shops. Wer die Aktion nur über die Ankündigungsleiste des Themes steuert, braucht keinen Rollout und setzt den Text am Tag selbst per Hand. Der Rollout lohnt sich, wenn mehrere Änderungen zugleich live und danach wieder weg sollen.

Illustration: Kalenderblatt mit abgehakten Tagen und einem markierten Tag, daneben Einkaufstasche und Werkzeugkasten
Bis Mitte Oktober wird abgehakt, danach läuft die Aktion über Termine, die schon im Admin stehen.

7Lager und Versand

Am Black Friday verkaufen sich einzelne Artikel in Stunden aus. Zwei Einstellungen entscheiden, was dann passiert. Die erste steht am Produkt und heißt „Verkauf fortsetzen, wenn nicht vorrätig“. Ist sie aus, zeigt der Shop „Ausverkauft“ und nimmt keine Bestellung an. Ist sie an, laufen Bestellungen einfach weiter und Du lieferst nach. Für Aktionsware, die Du nicht nachbestellen kannst, gehört sie aus.

Die zweite ist die Warnung, bevor es leer ist. Shopify hat dafür keine fertige Oberfläche, aber eine Vorlage in Shopify Flow mit dem Namen „Get notified by email when product variant inventory is low“. Sie reagiert auf den Auslöser für geänderte Bestände, prüft, ob der Bestand unter Deine Schwelle gefallen ist, und schickt eine Mail. Flow ist in Basic, Grow, Advanced und Plus enthalten. Wer den Laden mit Shopify POS Pro betreibt, hat mit Stocky zusätzlich Bestandsberichte und Nachbestellvorschläge. Den Bericht zur Bestandsreichweite in den Analysen gibt es nicht in jedem Tarif.

Beim Versand prüfst Du vor allem, was der Shop verspricht. Schau mal unter Einstellungen, Versand, ob Deine Versandarten eine Lieferzeit im Namen tragen, etwa „Standard, 2 bis 4 Werktage“, und ob diese Zeit für die Aktionswoche stimmt. Wenn Du am Black-Friday-Wochenende nicht versendest, gehört der Hinweis auf die Produktseite und in den Checkout, nicht erst in die Versandbestätigung. Leg fest, bis zu welcher Uhrzeit Bestellungen am selben Tag rausgehen, und sag es im Shop.

8Ladezeit und Apps

Um die Last selbst musst Du Dich nicht kümmern. Am Black-Friday-Wochenende 2025 haben Shopify-Händler 14,6 Milliarden $ umgesetzt, in der Spitze 5,1 Millionen $ pro Minute. Die Server dafür betreibt ja Shopify. Was Du betreibst, ist das Theme mit seinen Apps, und das ist der Teil, der auf dem Handy langsam wird.

Der erste Blick geht in den Shopify-Admin unter Onlineshop. Dort liegt ein Bericht zur Web-Performance mit den drei Werten, die auch Google misst, nämlich Ladezeit des größten Elements, Reaktion auf Eingaben und Layoutverschiebungen. Shopify schreibt dazu selbst, dass jede hinzugefügte Funktion die Werte beeinflusst, Theme-Code, Apps, Bilder und Analyse-Tools. Der zweite Blick geht in die App-Liste. Jede App, die Du seit Monaten nicht geöffnet hast, kann eigentlich raus, und zwar jetzt und nicht im November. Deinstallierte Apps hinterlassen oft App-Einbettungen im Theme, die Du im Theme-Editor ausschaltest. Der dritte Blick gilt den Bildern, denn Aktionsbanner gehören als WebP oder JPG in der Größe ins Theme, die das Theme braucht.

Nach dem Aufräumen misst Du Startseite, eine Kategorieseite und eine Produktseite mit PageSpeed Insights auf dem Handy und notierst die Werte. Das ist dann Deine Referenz. Wenn im November etwas langsam wird, weißt Du, ob es die neue Aktionsgrafik war oder etwas anderes. Welche Apps in meinen Projekten bleiben und welche Shopify inzwischen selbst mitbringt, steht im Beitrag zu den Apps.

9Notfallplan und Freeze

Der Notfallplan passt auf eine Seite Papier, und er entsteht vor dem Freeze. Bei mir stehen darauf diese Punkte:

  • Eine Sicherung des Themes liegt bereit. Im Admin unter Onlineshop, Themes duplizierst Du das Live-Theme und benennst die Kopie mit Datum. Wenn dann am Freitag eine Änderung den Warenkorb bricht, veröffentlichst Du die Kopie in einer Minute.
  • Die Rollouts aus Abschnitt 6 lassen sich im Admin jederzeit beenden, und Du weißt, wo.
  • Die Statusseite von Shopify unter status.shopify.com ist als Lesezeichen gespeichert, damit Du bei einer Störung weißt, ob es an Shopify liegt oder an Deinem Shop.
  • Die Kontakte stehen drauf, also der Shopify-Support, die Support-Zeiten der Apps, auf die Du am Wochenende angewiesen bist, und die Nummer Deines Entwicklers, wenn Du einen hast.
  • Es ist festgelegt, wer im Team was darf, damit am Black Friday niemand spontan Preise oder Rabatte ändert.

Der Freeze beginnt mit dem Tag, an dem die Liste vollständig ist, bei mir eben Mitte Oktober. Ab dann gibt es keine neuen Apps, keine Theme-Umbauten außer Inhalten, keine Änderung an Zahlungsarten, Versandzonen oder Checkout-Einstellungen und keinen Tarifwechsel. Aktionen laufen über die terminierten Rabatte und Rollouts, die schon angelegt sind. Wer dann doch etwas ändern muss, macht es an einem ruhigen Vormittag mit Testbestellung danach, nie an einem Freitag.

Für Plus-Shops gilt das alles mit einer Ergänzung. Wer eigene Checkout-UI-Erweiterungen, Functions oder eine Agentur im Rücken hat, hat meist eigene Release-Fenster und Freigaben. Diese Liste ersetzt diese Abstimmung nicht, sie ist der Teil, den auch ein Plus-Shop selbst prüfen kann.

10Die Checkliste mit Terminen

Hier stehen die zehn Punkte noch mal zusammen, mit dem Termin, den ich dafür ansetze, und der Stelle im Admin. Die Termine sind meine Vorschläge, bis auf zwei. Der 1. Oktober kommt von Shopify, der 28. Oktober aus der Preisangabenverordnung.

PunktBis wannWo in Shopify
Pixel für Meta und Google verbunden, Testbestellung gemacht9. OktoberEinstellungen, Kundenereignisse
Script Tags erfasst, Ersatz je App geplantBestand bis 1. Oktober, Plan bis 16. OktoberQuelltext, App Store, Admin-API
Rabattcodes und automatische Rabatte mit Start und Ende angelegt, Kombination mit Versandkostenschwelle getestet16. OktoberRabatte
Mindestbestellwert und eigene Rabattlogik geprüft16. OktoberCheckout Blocks, Anbieter der Rabatt-App
Referenzpreise dokumentiert oder App eingerichtet, Preise danach stabilEinrichtung bis 16. Oktober, Preisstand ab 28. OktoberProdukte, Vergleichspreis
Rollout vom Typ Event für die Aktion angelegt, Rücknahme aktiv16. OktoberOnlineshop, Rollouts
Lagerwarnung in Flow aktiv, Weiterverkauf je Aktionsartikel entschieden16. OktoberFlow, Produkte
Versandarten mit Lieferzeit, Bestellschluss im Shop genannt16. OktoberEinstellungen, Versand
Ladezeit gemessen, ungenutzte Apps und App-Einbettungen entfernt16. OktoberOnlineshop, Web-Performance und Apps
Theme dupliziert, Notfallplan geschrieben, Freeze begonnenab 16. OktoberOnlineshop, Themes

Bis Black Friday einen Ansprechpartner für die Technik

Im On-Demand-Support arbeite ich die Liste mit Dir ab, von den Pixeln bis zur Theme-Sicherung, jeweils mit Testbestellung. Im Erstgespräch klären wir in 30 Minuten, was bei Deinem Shop offen ist.

Erstgespräch vereinbaren

Fazit

Von den Punkten auf dieser Liste haben nur zwei ein Datum von außen. Der 1. Oktober 2026 sperrt neue Script Tags, und ab dem 28. Oktober zählt jeder Preis als Referenz für den Black Friday. Alles andere ist eigentlich Planung, und Mitte Oktober ist der Termin, den ich dafür ansetze, damit im November nur noch Inhalte und Kampagnen laufen. Die meisten Punkte erledigst Du mit dem, was Shopify mitbringt, ohne Dienstleister. Eine App brauchst Du für die 30-Tage-Preise bei vielen Produkten, einen Entwickler nur, wenn eigene Rabattlogik oder Apps mit Script Tags umgebaut werden müssen, und das ist Arbeit für den, der sie gebaut hat.

Der erste Schritt: Öffne Einstellungen, Kundenereignisse und prüf, ob für Meta und Google je ein Pixel mit Status „Verbunden“ steht. Fehlt eines, ist das Dein Punkt für diese Woche, weil jede Kampagne im November darauf aufbaut.

Häufige Fragen

Wann ist Black Friday 2026 und bis wann muss mein Shopify-Shop fertig sein?

Black Friday ist am 27. November 2026, Cyber Monday am 30. November 2026. Eine Frist für Deinen Shop gibt es von Shopify nicht. Mitte Oktober ist der Termin, den ich für die Technik ansetze, damit im November nur noch Inhalte und Kampagnen laufen. Zwei Daten stehen fest: Ab dem 1. Oktober 2026 kann keine App mehr neue Script Tags anlegen, und ab dem 28. Oktober zählt jeder Preis als Referenz für Streichpreise am Black Friday.

Was passiert am 1. Oktober 2026 mit Script Tags in Shopify?

Ab dem 1. Oktober 2026 können Apps keine neuen Script Tags mehr anlegen oder ändern. Bestehende Script Tags laufen weiter, Shopify liefert sie bis zum 1. März 2027 aus. Bis dahin muss der Anbieter jeder betroffenen App auf ein App-Embed im Theme oder ein Web-Pixel umgebaut haben. Vor Black Friday reicht es, den Bestand aufzunehmen und den Ersatz zu planen.

Hält Shopify den Traffic am Black Friday aus?

Die Server betreibt Shopify, und die Plattform hat am Black-Friday-Wochenende 2025 Bestellungen für 14,6 Milliarden $ verarbeitet, in der Spitze 5,1 Millionen $ pro Minute. Was langsam wird, ist in der Regel Dein Theme mit seinen Apps und Bildern. Prüf den Web-Performance-Bericht im Admin, entferne ungenutzte Apps und App-Einbettungen und miss die wichtigsten Seiten mit PageSpeed Insights auf dem Handy.

Brauche ich Shopify Plus, um Aktionen zu terminieren?

Nein. Rabattcodes und automatische Rabatte haben in allen Tarifen ein Start- und ein Enddatum. Rollouts für terminierte Theme- und Checkout-Änderungen gibt es ab dem Basic-Tarif, Experimente mit zwei Versionen ab Grow. Der Mindestbestellwert im Checkout ist seit dem 13. April 2026 über Checkout Blocks in allen Tarifen verfügbar. Plus brauchst Du für eigene Anpassungen an der Checkout-Seite selbst.

Was gilt für Streichpreise am Black Friday?

Nach § 11 der Preisangabenverordnung musst Du bei einer Preisermäßigung den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage angeben. Der Europäische Gerichtshof hat 2024 im Aldi-Verfahren entschieden, dass auch eine Prozentangabe auf diesen Preis bezogen sein muss. Shopify speichert die Preishistorie nicht, das Feld Vergleichspreis musst Du selbst pflegen oder eine App wie den Best Price Indicator nutzen. Ich mache keine Rechtsberatung, für die Formulierung fragst Du Deinen Anwalt oder die IT-Recht Kanzlei.

Darf ich nach Mitte Oktober gar nichts mehr am Shop ändern?

Doch, aber nur Inhalte. Texte, Bilder, Kollektionen und die Aktionen selbst über terminierte Rabatte und Rollouts sind unkritisch. Neue Apps, Theme-Umbauten, Änderungen an Zahlungsarten, Versandzonen und Checkout-Einstellungen gehören vor den Freeze, weil jede davon eine Testbestellung braucht. Wenn es doch sein muss, ändere an einem ruhigen Vormittag und teste direkt danach.