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Shopify Produktkonfigurator: Varianten, App oder Eigenbau, und wo die Konfiguration für die Fertigung landet

Ein Konfigurator führt durch die Auswahl, rechnet den Preis und bringt die Angaben in die Bestellung. Hier steht, welche Wege Shopify dafür hat, was sie kosten und wo jeder von ihnen aufhört.

Alexander Karl von Alexander Karl 14 Min. Lesezeit Zuletzt aktualisiert: 12. Oktober 2026
Frau an einer Werkbank in einem Berliner Loft, auf dem Laptop ein Produktkonfigurator mit Vorschau und Optionen, daneben Materialmuster und ein Maßband
Links die Vorschau, rechts die Optionen. Ob die Fertigung später mit der Bestellung arbeiten kann, hängt davon ab, was der Konfigurator dorthin schreibt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Einen Shopify Produktkonfigurator kannst Du mit Varianten, mit Zusatzfeldern im Theme, mit einer App oder als eigene Entwicklung umsetzen.
  • Shopify erlaubt drei Optionen und 2.048 Varianten je Produkt. Freitext, Maße und Uploads laufen über Zusatzfelder, die als Line Item Properties an der Bestellposition hängen.
  • Zusatzfelder ändern den Preis nicht, Aufpreise kommen über Varianten oder Apps. Das Überschreiben von Preisen im Warenkorb ist Shopify Plus vorbehalten.
  • Options-Apps gibt es ab rund 10 US-Dollar im Monat. Größere Konfigurator-Apps wie K3 oder Zakeke beginnen bei rund 60 bis 70 US-Dollar, Zakeke nimmt dazu einen Anteil am Umsatz.
  • Eine Auswahl aus vorgegebenen Optionen schließt das Widerrufsrecht nach einem Urteil des OLG Brandenburg von 2024 nicht aus.

Mit einem Shopify Produktkonfigurator stellen Kunden ihr Produkt selbst zusammen. In einem meiner Projekte ist das ein Grabmal. Kunden legen dort Maße, Farbe und Ornamente fest, geben die Gravur ein und sehen das Ergebnis in einer Live-Vorschau. Am Ende muss die Bestellung so vollständig sein, dass danach gefertigt werden kann.

Ein zweites Beispiel ist ein Konfigurator-Prototyp für einen Fensterhändler. Dieser Shop läuft nicht auf Shopify, die Fragen zur Bedienung sind aber dieselben. Je nach Material führt der Prototyp durch bis zu 17 Schritte.

Aus beiden Projekten nehme ich drei Aufgaben mit, die ein Konfigurator lösen muss. Er führt durch die Auswahl, er rechnet den Preis, und er bringt die Angaben in die Bestellung. Ich gehe hier mal die Wege durch, die Shopify dafür hat, mit Kosten und Grenzen. Beide Projekte sind Beispiele, vielen Shops reicht ein deutlich einfacherer Weg.

1Was ein Shopify Produktkonfigurator leisten muss

Durch die Auswahl führen heißt, dass ein Kunde nur bestellen kann, was es auch gibt. Im Fenster-Prototyp hängt zum Beispiel am gewählten System, ob ein Insektenschutz möglich ist. Ein Konfigurator ohne diese Regel nimmt Bestellungen an, die es so nicht gibt.

Beim Preis ist die Frage, wovon er abhängt. Ein Aufpreis für eine Gravur ist ja schnell abgebildet. Schwieriger wird es, wenn der Preis aus Breite und Länge entsteht und jede weitere Auswahl noch etwas ändert. Mit so einem Fall hat ein Händler in der Shopify Community nach einer Lösung gefragt.

Die dritte Aufgabe sieht im Shop niemand. Alles, was der Kunde gewählt und eingegeben hat, muss so an der Bestellung hängen, dass die Fertigung damit arbeiten kann. Beim Grabmal-Konfigurator war das eine feste Vorgabe.

Illustration: links ein Feld mit Farbpunkten, Regler und Formen, in der Mitte ein Tisch mit farbiger Platte, rechts ein Bestellzettel mit Haken
Auswahl, Produkt und Bestellung gehören zusammen. Die Angaben links müssen rechts wieder auftauchen.

Shopify beschreibt in einem eigenen Beitrag zu Produktkonfiguratoren vor allem Bedienung, Preisanzeige und Visualisierung. Wie die Angaben technisch in die Bestellung kommen, steht dort nicht, und darum geht es hier in den Abschnitten 3 und 6.

Welcher Weg passt, hängt davon ab, wie viel Dein Produkt von diesen Aufgaben braucht. Für einen Becher mit Namen genügt schon ein Textfeld.

2Weg 1: Varianten und Produktoptionen

Der einfachste Konfigurator ist schon in Shopify eingebaut. Ein Produkt kann laut Help Center bis zu drei Optionen haben, zum Beispiel Farbe, Größe und Material, und daraus bis zu 2.048 Varianten. Die Grenze lag lange bei 100 Varianten, Shopify hat sie im Oktober 2025 angehoben.

Der Vorteil von Varianten ist, dass jede ihren eigenen Preis, ihre eigene Artikelnummer und ihren eigenen Bestand hat. Warenkorb, Checkout und Lager kommen damit zurecht, ohne dass Du etwas dafür tun musst. Acht Farben, sechs Größen und vier Materialien ergeben 192 Varianten, das passt also bequem.

Eine vierte Eigenschaft kannst Du allerdings nicht mehr als Option anlegen. Und was der Kunde frei eingibt, also ein Gravurtext, ein Maß in Millimetern oder eine hochgeladene Datei, ist eben keine Variante.

Ich würde diesen Weg trotzdem zuerst prüfen. Wenn Deine Konfiguration aus höchstens drei festen Auswahlen besteht, bist Du hier eigentlich schon fertig. Wie Du entscheidest, was eine Variante wird und was ein eigenes Produkt, steht im Beitrag zu Produkt oder Variante.

3Weg 2: Zusatzfelder im Theme mit Line Item Properties

Für freie Eingaben gibt es in Shopify die Line Item Properties. Das sind Paare aus Name und Wert, die an einer Position im Warenkorb hängen und mit ihr in die Bestellung wandern. Du sammelst sie über ein Eingabefeld auf der Produktseite. Die Dokumentation für Theme-Entwickler zeigt das an einem Monogramm, für eine Gravur sieht das Feld so aus.

<input type="text" name="properties[Gravur]" maxlength="40">

Das Feld muss innerhalb des Produktformulars stehen, sonst kommt der Wert nicht im Warenkorb an. Beginnt der Name mit einem Unterstrich, also etwa properties[_vorschau], blendet Shopify die Angabe im Checkout für den Kunden aus. Das steht in der Liquid-Referenz und hilft bei internen Angaben wie dem Link zu einem Vorschaubild.

Wo die Angaben danach sichtbar sind, siehst Du am besten einmal selbst nach. Im Warenkorb stehen sie nur, wenn das Warenkorb-Template Deines Themes sie ausgibt, in der Bestellung im Admin stehen sie bei der Position. Mach mal eine Testbestellung und schau Dir Warenkorb, Checkout, Bestellbestätigung und Lieferschein an. Was fehlt, ergänzt Du im Theme oder in der Vorlage der Benachrichtigung.

Merke

Ein Zusatzfeld ändert den Preis nicht, einen Aufpreis für die Gravur kannst Du damit allein also nicht abrechnen. Regeln zwischen zwei Feldern gibt es nur mit eigenem JavaScript.

Die Agentur Latori nennt diesen Weg in ihrem Beitrag zu Konfiguratoren für einfache Fälle wie einen Gravurtext, und so sehe ich das auch. Für ein oder zwei Felder ohne Aufpreis fällt keine Monatsgebühr an, und der Code im Theme bleibt überschaubar.

Reicht bei Dir ein Zusatzfeld, oder braucht es mehr?

Bei einem Shopify Produktkonfigurator kläre ich mit Dir vor dem Bau, welche Angaben in der Bestellung stehen müssen. Im Erstgespräch gehen wir in 30 Minuten Dein Produkt durch und sortieren, welcher Weg dazu passt.

Erstgespräch vereinbaren

4Weg 3: Eine Konfigurator-App aus dem Shopify App Store

Sobald Aufpreise, Bedingungen oder eine Vorschau dazukommen, lohnt der Blick in den App Store. Was dort als Shopify Konfigurator angeboten wird, ergänzt entweder die Produktseite um Felder, Bedingungen und Aufpreise oder bringt eine eigene Oberfläche mit Vorschau mit und erzeugt zum Teil Dateien für die Produktion.

Ich hab mir ein paar Apps angesehen, die Preise stammen aus den Listings im App Store von Anfang Oktober 2026.

AppWas sie laut Listing kannPreis im Monat
Infinite OptionsTextfelder, Dropdowns, Swatches, Datei-Upload, Bedingungen, Aufpreise über Add-on-Produkte12,99 US-Dollar
Zepto Product PersonalizerOptionen mit Live-Vorschau, Preis-Add-ons, Bedingungen9,99 bis 49,99 US-Dollar, gestaffelt nach Produkten und Bestellungen
K3 Product ConfiguratorRegeln gegen ungültige Kombinationen, Preisberechnung in Echtzeit, PDFStarter 59 US-Dollar
ZakekeVorschau in 2D und 3D, druckfertige Datei je Bestellung69,90 bis 299,90 US-Dollar plus 1,5 bis 1,9 % auf die damit verkauften Produkte

Bei den Staffeln lohnt das Kleingedruckte. Der kleinste Tarif von Zepto gilt für bis zu 50 Produkte und 100 personalisierte Bestellungen im Monat, bei Zakeke sind im Starter-Tarif zehn Produkte enthalten. Shopify nennt in seinem Beitrag noch Custom Product Builder, Kickflip und Threekit, deren Preise habe ich nicht geprüft.

Wenn Deine Konfiguration in das Raster einer App passt, kommst Du so wohl am schnellsten zu einem Ergebnis, und das geht auch ohne Entwickler. Dafür zahlst Du jeden Monat, bei manchen Apps auch pro Verkauf, und das Format der Angaben in der Bestellung gibt die App vor. Konfiguriere deshalb in der Testphase mal ein Produkt ganz durch und schau, was im Admin bei der Bestellung steht. Welche Apps ein Shop zum Start sonst noch braucht, steht im Beitrag zu den Apps für den Start.

5Wie der Aufpreis in den Warenkorb kommt

Der Preis, den ein Konfigurator auf der Produktseite anzeigt, ist erstmal nur eine Anzeige, abgerechnet wird ja, was im Warenkorb steht. Deshalb ist die Frage, auf welchem Weg der Aufpreis dort hinkommt.

Bei Varianten ist das einfach, weil jede Variante ihren Preis hat. Manche Options-Apps lösen es über eine zweite Position, Infinite Options nennt das im Listing Add-on-Produkte. Der Kunde hat dann das Produkt und den Aufpreis als zwei Positionen im Warenkorb. Wie das auf der Rechnung und bei einer Erstattung aussieht, solltest Du Dir vorher ansehen.

Für Preise nach Maß gibt es Apps, die rechnen. K3 berechnet laut seiner Seite zur Shopify-Anbindung während der Konfiguration eine Stückliste und legt die Teilartikel oder einen neu erzeugten Artikel in den Warenkorb.

Was die Cart Transform Function kann und was Plus vorbehalten ist

Wer selbst entwickelt, landet schnell bei der Cart Transform Function. Das ist ein kleines Programm, das Shopify im Warenkorb ausführt. Es kann Positionen zusammenfassen, aufteilen oder ändern. Preis, Titel oder Bild einer Position überschreiben darf es laut Dokumentation aber nur in Entwicklungs-Shops und in Shops mit Shopify Plus.

Apps aus dem App Store, die Functions enthalten, laufen laut Shopify auf jedem Tarif. Eine eigene Custom App mit Functions läuft dagegen nur mit Plus. Eine eigene Preislogik im Warenkorb setzt nach diesem Stand also Plus voraus. In der Shopify Community wird über Umwege diskutiert, ein bestätigtes Ergebnis für Live-Shops steht dort bisher nicht. Ich würde darauf kein Projekt aufbauen. Positionen mit einem Abo lehnt Shopify bei diesen Operationen außerdem ab.

Ohne Plus bleiben damit Varianten, Add-on-Produkte und Apps, die den Preis selbst berechnen. Bei frei wählbaren Maßen würde ich erstmal eine App mit Preisformel testen, bevor ich über Plus nachdenke.

6Wo die Konfiguration für die Fertigung landet

Mit den Line Item Properties stehen die Angaben an der Position in der Bestellung. Von dort gehen sie in die Fertigung, über die Bestellung im Admin, den Lieferschein oder eine Schnittstelle zur Warenwirtschaft. Bevor Code entsteht oder eine App gekauft wird, würde ich deshalb ein paar Fragen klären.

  • Ist jede Angabe so benannt, dass die Werkstatt sie ohne Rückfrage versteht, also zum Beispiel „Breite in mm“ statt „Größe“?
  • Hängt die Vorschau als Bild oder Datei an der Bestellung, oder existiert sie nur im Browser des Kunden?
  • Kommen die Angaben auf dem Dokument an, mit dem die Fertigung arbeitet?
  • Was passiert, wenn der Kunde nach der Bestellung noch etwas ändern will?

Latori beschreibt ein Gravur-Projekt, in dem das fertige Vorschaubild an der Bestellung gespeichert wird. Zakeke wirbt damit, aus jeder Bestellung automatisch eine Datei für Druck, Gravur oder Laserschnitt zu erzeugen.

Wann sich eine eigene Umsetzung lohnt

Den Konfigurator für die Grabmale habe ich gebaut. Gravur, Maße und Ornamente mussten dort so in der Bestellung stehen, dass danach gefertigt werden kann. Daraus nehme ich eine vorsichtige Faustregel mit. Eine eigene Umsetzung passt, wenn die Fertigung Daten braucht, die eine App so nicht liefert, oder wenn Du den Code selbst besitzen willst. Reichen Optionen mit Aufpreis, brauchst Du sie nicht.

Wenn Du jemanden suchst, der das mit Dir klärt und baut: Auf der Seite zum Shopify Produktkonfigurator stehen die drei Wege mit Preisrahmen und der Ablauf vom Workshop bis zur Testbestellung in der Fertigung.

Für die Stammdaten eines eigenen Konfigurators würde ich mir Metaobjekte ansehen. Das sind strukturierte Einträge mit mehreren Feldern, in denen Du zum Beispiel Schriftarten oder Ornamente im Admin pflegst statt im Code.

Eine Zahl für den Aufwand nenne ich hier nicht, weil sie ohne das Produkt nichts aussagt. Zu den Folgekosten gehört aber, dass eigener Code im Theme bei jedem Theme-Update mitgenommen werden muss. Was das heißt, steht im Beitrag zu Custom Theme oder gekauftem Theme.

7Wie viele Schritte ein Konfigurator haben darf

Der Fenster-Prototyp hat je nach Material bis zu 17 Schritte. Das klingt nach viel, und die Frage, ob es zu viele sind, haben wir im Projekt auch gestellt. Vorerst haben wir sie mit Nein beantwortet, weil beim Zusammenlegen von Schritten Optionen verloren gehen würden. Der Insektenschutz ist so ein Fall, den gibt es eben nur bei bestimmten Systemen.

Die Tests mit Testpersonen sind abgeschlossen. Aus der Auswertung kamen rund 20 bis 30 Punkte, die sich umsetzen lassen. Ein Teil betrifft nur die Gestaltung, rund zehn brauchen eine fachliche Entscheidung, etwa welche Farben für Profilkern und Dichtung es bei welchem Hersteller gibt. Das Projekt läuft noch, und das Design des Konfigurators wird die Grundlage für den neuen Shop.

Einen Richtwert für die Zahl der Schritte leite ich daraus nicht ab. Shopify zeigt in seinem Beitrag einen Händler für Jalousien, der mit neun Schritten auskommt. Ich würde einen Schritt erst dann streichen, wenn ein Test mit echten Nutzern zeigt, dass er stört.

8Widerrufsrecht bei konfigurierten Produkten

Ob Kunden ein konfiguriertes Produkt zurückschicken dürfen, ist eine Rechtsfrage. Ich mache keine Rechtsberatung, die Grundlinie lässt sich aber an der Rechtsprechung zeigen.

Nach § 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB besteht kein Widerrufsrecht bei Waren, die nicht vorgefertigt sind und nach individueller Auswahl oder Bestimmung des Kunden hergestellt werden. Der Europäische Gerichtshof hat 2020 im Fall einer Einbauküche entschieden, dass das auch gilt, wenn die Fertigung noch gar nicht begonnen hat. Die Kanzlei CBH hat das Urteil C-529/19 zusammengefasst.

Das heißt aber nicht, dass jeder Konfigurator das Widerrufsrecht ausschließt. Das OLG Brandenburg hat am 16. Juli 2024 über ein Notebook entschieden, bei dem der Käufer Prozessor, Speicher und Grafikkarte per Dropdown gewählt hatte. Das Gericht sah darin keine individuelle Bestimmung, weil der Käufer nur aus vorgegebenen Möglichkeiten gewählt hat, und hielt den Widerruf für wirksam. Laut Shopbetreiber-Blog wurde die Revision zugelassen, das Urteil (7 U 133/23) war bei Erscheinen des Berichts also noch nicht rechtskräftig.

Ein Gravurtext oder ein Maß, das der Kunde selbst eingibt, ist also etwas anderes als die Auswahl aus drei Farben. Wo Dein Produkt dazwischen liegt, sollte ein Anwalt oder ein Dienst wie die IT-Recht Kanzlei oder der Händlerbund beurteilen. Schreib den Hinweis auf ein ausgeschlossenes Widerrufsrecht erst danach in den Shop.

Du planst einen Konfigurator?

Bring Dein Produkt und eine Beispielbestellung mit ins Erstgespräch. Wir gehen durch, welche Angaben die Fertigung braucht und ob dafür Varianten, eine App oder eine eigene Umsetzung in Frage kommt.

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Fazit

Welcher Weg zu Deinem Shopify Produktkonfigurator passt, lässt sich von der Bestellung her entscheiden. Reichen drei feste Auswahlen, bleib bei Varianten. Kommt ein Freitext oder ein Upload dazu, kann ein Zusatzfeld im Theme genügen. Für Aufpreise, Regeln oder eine Vorschau lohnt der Blick in den App Store, und das schaffst Du auch ohne Dienstleister. Eine eigene Umsetzung ist aus meiner Sicht dann sinnvoll, wenn die Fertigung Daten braucht, die eine App so nicht liefert.

Der erste Schritt: Schreib für ein einzelnes Produkt auf, was in der Bestellung stehen muss, damit jemand ohne Rückfrage fertigen kann. Mit dieser Liste gehst Du die Wege der Reihe nach durch und hörst beim ersten auf, der alles abdeckt.

Häufige Fragen

Wie erstelle ich einen Produktkonfigurator in Shopify?

Feste Auswahlen legst Du als Varianten an, Shopify erlaubt bis zu drei Optionen und 2.048 Varianten je Produkt. Freitext und Uploads sammelst Du über Zusatzfelder im Theme. Für Regeln, Aufpreise und eine Vorschau gibt es Apps im Shopify App Store. Wenn das alles nicht reicht, bleibt die eigene Entwicklung.

Was kostet ein Produktkonfigurator für Shopify?

Varianten und Zusatzfelder im Theme kosten keine Monatsgebühr. Options-Apps wie Infinite Options oder Zepto Product Personalizer liegen laut App Store bei rund 10 bis 50 US-Dollar im Monat. Größere Konfigurator-Apps wie K3 oder Zakeke beginnen dort bei 59 und 69,90 US-Dollar im Monat, Zakeke nimmt zusätzlich einen Anteil am Umsatz. Für eine eigene Entwicklung gibt es keinen allgemeinen Preis. Die Preise sind vom Oktober 2026.

Brauche ich Shopify Plus für einen Produktkonfigurator?

Für Varianten, Zusatzfelder und Apps aus dem App Store brauchst Du kein Plus. Plus wird laut Shopify nötig, wenn eine eigene Custom App mit Shopify Functions laufen soll oder wenn eine Function Preise im Warenkorb überschreiben soll.

Kann ein Shopify Konfigurator den Preis nach Maß berechnen?

Mit Varianten und Zusatzfeldern allein geht das nicht, denn Varianten haben feste Preise und Zusatzfelder ändern den Preis nicht. Apps wie K3 berechnen den Preis während der Konfiguration, andere Apps rechnen mit einer Formel, zum Beispiel einem Preis pro Quadratmeter. Teste vor dem Kauf, ob der berechnete Preis auch so im Warenkorb ankommt.

Wo sehe ich die Konfiguration in der Bestellung?

Zusatzfelder werden als Line Item Properties an der Position gespeichert und stehen in der Bestellung im Admin bei dem Artikel. Im Warenkorb erscheinen sie, wenn Dein Theme sie ausgibt. Ob sie auch in der Bestellbestätigung und auf dem Lieferschein stehen, hängt von Deinen Vorlagen ab. Eine Testbestellung zeigt Dir, wo etwas fehlt.

Gilt das Widerrufsrecht bei konfigurierten Produkten?

Das hängt davon ab, wie individuell die Ware ist. Nach § 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB besteht kein Widerrufsrecht bei Waren, die nach individueller Auswahl oder Bestimmung des Kunden angefertigt werden. Das OLG Brandenburg hat 2024 entschieden, dass eine Auswahl aus vorgegebenen Optionen dafür nicht genügt. Lass Deinen Fall deshalb rechtlich prüfen.

Alexander Karl, Shopify Freelancer aus Berlin

Alexander Karl

Shopify Freelancer und E-Commerce Berater, Berlin

Ich baue und optimiere Shopify-Shops für Händler, die selbst anpacken: Launch, Migration, Conversion-Optimierung und laufender Support. Vorher war ich mehrere Jahre als Interim Product Manager im E-Commerce von Mittelstand und Konzernen unterwegs.

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