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Theme & Entwicklung

Custom Theme oder gekauftes Theme: Die Entscheidung mit Beispielen

Vier Shopify-Projekte, vier Wege zum Theme: kostenlos, gekauft und angepasst, gekauft und stark erweitert, selbst gebaut. Hier steht, woran Du erkennst, welcher Weg zu Deinem Shop passt, und wo ein gekauftes Theme am Ende teurer wird als ein eigenes.

Alexander Karl von Alexander Karl 15 Min. Lesezeit Zuletzt aktualisiert: 24. September 2026
Shop-Inhaberin und Shopify Freelancer vergleichen in einem Berliner Loft am Laptop zwei Theme-Layouts für einen Onlineshop, daneben Skizzen auf Papier
Theme aus dem Store oder eigenes Theme: Die Entscheidung fällt am Sortiment, nicht an der Vorschau.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein gekauftes Theme aus dem Shopify Theme Store kostet einmalig rund 100 bis 450 Euro und reicht, solange Deine Produktlogik Standard ist: Produkte, Varianten, Kollektionen, Warenkorb, gleiche Preise für alle.
  • Sobald Preise nur für eingeloggte Kunden, ein Konfigurator oder eigene Produkttypen dazukommen, zahlst Du beim gekauften Theme zweimal. Erst für die Anpassung, dann bei jedem Update, weil Shopify Code-Änderungen nur übernimmt, wenn sie nicht mit dem Update kollidieren.
  • Ein eigenes Theme auf Dawn- oder Horizon-Basis kostet am Anfang mehr, dafür gehören Dir Aufbau und Einstellungen, und Updates werden gezielt aus dem Changelog übernommen.
  • Die kostenlosen Themes von Shopify sind für viele Shops die bessere Basis als ein gekauftes, weil jede Erweiterung darauf ohnehin Entwicklung ist und kein Theme-Kauf sie ersetzt.
  • Die Entscheidung hängt an Deiner Produktlogik. Das Design bekommst Du auf jedem dieser Wege. Ein Entscheidungsbaum mit fünf Fragen steht in Abschnitt 5.

Eine Frage kommt im Erstgespräch fast immer, meist in den ersten zehn Minuten, und sie steht weiter unten wörtlich. Sie klingt erstmal nach Design, sie ist aber eine Frage nach Deiner Produktlogik, und die Antwort entscheidet, was Du in den nächsten drei Jahren für Anpassungen und Updates ausgibst.

In den letzten Monaten habe ich vier Shops auf vier verschiedenen Wegen gebaut. Ein Feinkosthändler läuft auf dem gekauften Theme Epitome, angepasst im Theme-Editor und an einigen Stellen im Code. FRANK ORIGINAL, ein Hersteller mit Händlerkunden, läuft auf Maranello, das wir stark erweitert haben. PHER PRINTS, ein Print-Shop, läuft auf einem eigenen Theme mit Dawn als Basis. Und ein Fachhändler, der gerade zu Shopify zieht, bekommt seinen ersten Entwurf auf dem kostenlosen Theme Horizon.

Dieser Beitrag zeigt an diesen vier Wegen, wann welcher passt, wo das gekaufte Theme doppelt kostet und wie Du die Entscheidung für Deinen Shop triffst. Die genauen Stunden je Projekt nenne ich hier nicht, dafür die Muster, die sich in allen vier Projekten wiederholt haben.

„Reicht ein Theme aus dem Store, oder brauchen wir was Eigenes?“Frage eines Händlers im Erstgespräch, sinngemäß in fast jedem Projekt

1Vier Wege zum Theme und was sie kosten

Shopify kennt beim Theme drei Quellen, die kostenlosen Themes von Shopify selbst, die gekauften Themes aus dem Theme Store und ein Theme, das jemand für Dich baut. Aus den drei Quellen werden vier Wege, weil ein gekauftes Theme zwei sehr verschiedene Leben führen kann. Entweder Du passt es im Theme-Editor an und lässt den Code weitgehend in Ruhe, oder Du erweiterst es so stark, dass vom Original nur noch der Rahmen übrig bleibt.

WegKosten für das ThemeAufwand für AnpassungVerhalten bei Updates
Kostenloses Theme von Shopify (Dawn, Horizon)0 Eurogering bis mittel, Theme-Editor plus einzelne Code-ÄnderungenUpdate-Hinweis im Admin, Änderungen im Editor bleiben, Code-Änderungen nur ohne Konflikt
Gekauftes Theme, leicht angepassteinmalig rund 100 bis 450 Eurogering, meist im Theme-Editorwie beim kostenlosen Theme, Updates des Entwicklers sind im Preis enthalten
Gekauftes Theme, stark erweiterteinmalig rund 100 bis 450 Euro plus Entwicklunghoch, eigene Sections und viel Code im Themejedes Update ist ein Abgleich Datei für Datei, Konflikte werden von Hand aufgelöst
Eigenes Theme auf Dawn- oder Horizon-BasisEntwicklung, bei mir Teil des Launch ab 3.990 Eurohoch am Anfang, danach geringkein Update-Knopf, relevante Änderungen werden gezielt aus dem Changelog übernommen

Die Preise für gekaufte Themes liegen im Theme Store zwischen rund 100 und 450 Euro, einmalig und ohne laufende Gebühr. Epitome, das Theme des Feinkosthändlers, kostet nach Angaben des Theme Stores 380 US-Dollar, Maranello 320 US-Dollar. Beide Beträge sind Einmalzahlungen, und die Updates des jeweiligen Theme-Entwicklers sind darin enthalten. Im Vergleich zu allem, was danach kommt, ist das der kleinste Posten.

Die kostenlosen Themes kommen von Shopify selbst. Dawn ist seit 2021 das Referenz-Theme, mit dem Shopify den Aufbau aus Sections und Blöcken eingeführt hat, und sein Quellcode liegt offen auf GitHub. Horizon ist seit Mai 2025 dazugekommen, als Sammlung von zehn kostenlosen Themes, die mit verschachtelbaren Theme-Blöcken arbeiten. Horizon ist inzwischen das Standard-Theme für neu angelegte Shops. Beide sind sauber gebaut, und beide sind eine gute Basis, wenn Du sowieso entwickeln lässt.

Aus der Praxis

Bei der laufenden Migration des Fachhändlers haben wir den ersten Entwurf auf Horizon gebaut. Das Team hat sich den Entwurf angesehen und entschieden, keine weiteren Themes mehr anzuschauen und auch kein Theme zu kaufen. Der Entwurf stand, alles Weitere ist Entwicklung auf dieser Basis, und Theme-Updates übernehmen wir von Hand aus dem Changelog von Shopify.

2Wann ein gekauftes Theme reicht

Ein gekauftes Theme reicht, solange Deine Produktlogik das ist, was Shopify von Haus aus kennt. Ein Produkt hat bis zu drei Optionen und daraus Varianten mit eigenem Preis und eigenem Bestand. Es liegt in Kollektionen, wandert in den Warenkorb und durch den Standard-Checkout. Jeder Kunde sieht dieselben Preise. Wenn das Dein Shop ist, unterscheiden sich die Themes im Store vor allem in Layout, Typografie und den mitgelieferten Sections, und dann sagt Dir die Vorschau mehr als jede Tabelle.

Der Feinkosthändler ist so ein Fall. Sein Sortiment ist groß, aber die Logik dahinter ist Standard mit Produkt, Variante und Kollektion. Er läuft auf Epitome, und die dynamischen Seiten, also Startseite, Kollektionsseite und Produktseite, werden im Theme angepasst. Die meisten dieser Anpassungen passieren im Theme-Editor, also Sections anordnen, Blöcke füllen, Farben und Schriften setzen. Ein paar Stellen sind im Code gelöst, und die halten wir bewusst klein. Der Grund dafür steht in der Regel, nach der Shopify Updates einspielt.

Was ein Update mit Deinen Anpassungen macht

Shopify beschreibt in seiner Hilfe, was beim Update eines Themes aus dem Theme Store passiert. Das Update kommt als neue Kopie in Deine Theme-Bibliothek, der Live-Shop läuft unverändert weiter. Alles, was Du im Theme-Editor geändert hast, also Einstellungen, Sections, Blöcke, neue Templates und App-Einbettungen, übernimmt Shopify in die neue Version. Für Änderungen im Code gilt eine Einschränkung. Sie werden nur übernommen, wenn sie nicht mit dem Update kollidieren. Sonst meldet Shopify, dass die Code-Änderungen nicht enthalten sind, und Du baust sie in der neuen Version noch einmal ein. Eigenes CSS solltest Du nach jedem Update prüfen, weil sich die Klassen im Theme geändert haben können.

Wer also im Editor bleibt, hat mit Updates wenig Arbeit. Wer viel im Code ändert, bekommt bei jedem Update Arbeit zurück. Diese Regel steht hinter allem, was in den nächsten Abschnitten kommt. Ein gekauftes Theme passt, wenn Du diese Punkte mit Ja beantwortest:

  • Jeder Kunde sieht dieselben Preise, und niemand muss sich einloggen, um den Warenkorb zu benutzen.
  • Deine Produkte passen in das Schema von Shopify mit bis zu drei Optionen je Produkt, und der Preis hängt an der Variante.
  • Die Anpassungen, die Du brauchst, lassen sich im Theme-Editor machen oder betreffen wenige Stellen im Code.
  • Du willst die Updates des Theme-Entwicklers laufend mitnehmen, weil Du keine eigene Entwicklung dafür hast.

Bleibt bei einem der Punkte ein Nein, lies den nächsten Abschnitt, bevor Du ein Theme kaufst. Für den Rest gilt, was auch für Apps gilt. Erst schauen, was Shopify und das Theme schon mitbringen, dann kaufen. Wie diese Liste bei Apps aussieht, steht im Beitrag zu den Apps, die ein Shop wirklich braucht.

Welcher Weg passt zu Deinem Shop?

Im Erstgespräch schauen wir auf Dein Sortiment und Deine Produktlogik und klären in 30 Minuten, ob ein Theme aus dem Store reicht oder wo es eng wird.

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3Wo Du beim gekauften Theme doppelt zahlst

Nach meiner Erfahrung kippt ein gekauftes Theme bei drei Anforderungen, nämlich bei Preisen nur für eingeloggte Kunden, bei einem Produktkonfigurator und bei eigenen Produkttypen, die Shopify so nicht kennt. Alle drei greifen tief in die Produktseite, den Warenkorb und die Preislogik ein. Das sind die Dateien, die der Theme-Entwickler bei jedem Update selbst anfasst, und damit die Dateien, in denen Updates am ehesten kollidieren.

Preise nur für eingeloggte Kunden

Ein Hersteller, der an Händler verkauft, will seine Preise nicht jedem Besucher zeigen. Shopify bringt dafür inzwischen in allen Tarifen B2B-Firmenkonten mit, laut Shopify-Hilfe mit bis zu drei Preiskatalogen ohne Plus-Tarif und ohne Begrenzung mit Plus. Das Theme muss das aber darstellen. Preise und Warenkorb-Button bleiben verborgen, solange niemand eingeloggt ist, der Login-Hinweis sitzt an der richtigen Stelle, und nach dem Login erscheint der passende Katalog. Das ist Code in der Produktkarte, auf der Produktseite und im Warenkorb.

Bei FRANK ORIGINAL haben wir das in Maranello eingebaut, zusammen mit einer Reihe weiterer Sections, die der Hersteller für seinen Katalog braucht. Maranello ist als Theme für Autoteile gebaut, mit Filtern und Spezifikationstabellen, und das passte gut zu einem technischen Sortiment. Der Preis dafür ist, dass jedes Update des Theme-Entwicklers bei uns ein Abgleich ist. Welche Dateien hat er geändert, welche davon haben wir angefasst, was muss neu eingebaut werden. Das ist machbar, und es ist eingeplant. Es ist aber Arbeit, die bei einem eigenen Theme nicht anfällt.

Der Konfigurator

Ein Konfigurator, mit dem der Kunde ein Produkt Schritt für Schritt zusammenstellt, passt in kein gekauftes Theme. Die Produktseite muss anders aufgebaut werden, der Preis wird aus mehreren Angaben berechnet, und der Warenkorb muss diese Angaben mitnehmen. Wer das in ein gekauftes Theme baut, ersetzt dessen Produktseite praktisch durch eine eigene. Vom Theme bleiben dann Header, Footer und die Startseite übrig, und dafür zahlst Du 300 Euro und bekommst die Update-Konflikte dazu. Für Konfiguratoren empfehle ich deshalb ein eigenes Theme oder wenigstens eine eigene Produktseite als eigene Section, die von Updates unberührt bleibt.

Eigene Produkttypen

Manche Sortimente passen nicht in Produkt und Variante, etwa gewogene Ware, deren Preis erst an der Waage feststeht, oder Produkte mit Pflichtzubehör. Dazu kommen Sets, die aus einzelnen Artikeln bestehen und deren Bestand einzeln abgebucht werden soll. Beim Feinkosthändler kam so eine Frage später dazu, als die Kasse gewogene Ware verkaufen sollte, und da ging es über das Theme hinaus. Die Optionen waren Shopify Plus, das laut Shopify bei 2.300 US-Dollar im Monat beginnt, oder der Basic-Tarif für rund 36 Euro im Monat plus eine eigene App. Die Entscheidung fiel im April auf die eigene App. Das Theme muss so eine Logik dann anzeigen können, und ein gekauftes Theme kennt sie nicht.

Merke

Die Rechnung beim stark erweiterten Theme hat zwei Posten. Einmal die Anpassung, dann bei jedem Update des Entwicklers der Abgleich Datei für Datei. Wer die Updates weglässt, verliert Fehlerbehebungen und neue Shopify-Funktionen. Wer sie mitnimmt, zahlt jedes Mal einen Teil der Anpassung noch einmal.

4Das eigene Theme: Was Du bekommst und was es kostet

PHER PRINTS läuft auf einem eigenen Theme, dessen Basis Dawn ist. Ein eigenes Theme auf dieser Basis heißt, dass Header, Footer, Warenkorb und die Grundfunktionen von Shopify kommen und die Seiten, die den Shop ausmachen, als eigene Sections gebaut werden. Für einen Print-Shop sind das die Produktseiten mit ihren Formaten und Materialien und die Kollektionsseiten, auf denen die Motive wirken müssen. Niemand hat dort Code aus einem gekauften Theme umgebogen. Die Sections sind für genau dieses Sortiment geschrieben, und sie enthalten nichts, was der Shop nicht braucht.

Die Theme-Einstellungen gehören Dir

Bei der Migration des Fachhändlers ist ein Detail entstanden, das den Unterschied zum gekauften Theme gut zeigt. Nach der Dynamisierung liegen Farben, Schriften, Eckenradius und die Produktkarte als vier eigene Gruppen in den Theme-Einstellungen. Die Standardgruppen von Shopify haben wir entfernt, weil sie in diesem Theme nichts bewirkt haben. Der Händler testet Änderungen jetzt selbst in einer Kopie des Themes, statt Entwürfe in einem Design-Tool zu kommentieren. Er sieht die Änderung im echten Shop mit echten Produkten, und wenn sie passt, wird die Kopie veröffentlicht. Bei einem gekauften Theme findest Du in den Einstellungen dagegen alles, was der Entwickler für alle seine Kunden vorgesehen hat, und die Hälfte davon brauchst Du nie.

Updates ohne Update-Knopf

Ein eigenes Theme bekommt keine Update-Meldung im Admin. Dafür gibt es das Changelog von Dawn und Horizon, und daraus übernehmen wir, was für den Shop relevant ist, also Fehlerbehebungen, Barrierefreiheit und neue Funktionen wie geänderte Warenkorb-Schnittstellen. Das ist gezielte Arbeit statt Abgleich, und sie fällt nur an, wenn eine Änderung den Shop betrifft. Beim Fachhändler haben wir das so vereinbart. Weitere Beiträge zu Theme-Updates und Entwicklung findest Du gesammelt unter Theme und Entwicklung.

Was es kostet

Bei mir ist das eigene Theme Teil des Launch ab 3.990 Euro, bei einer Migration ab 5.990 Euro. Darin steckt die Entwicklung auf Dawn- oder Horizon-Basis mit den Sections, die Dein Sortiment braucht. Danach kommt der laufende Teil, bei mir als On-Demand-Support ab 1.290 Euro im Monat, oder Du übernimmst die Pflege mit eigenem Team. Verglichen mit einem gekauften Theme für 300 Euro sieht das erstmal nach viel aus. Der Vergleich stimmt aber nur, wenn das gekaufte Theme ohne Erweiterung läuft. Sobald Du es stark erweiterst, hast Du die Entwicklungskosten ebenfalls, nur verteilt auf die erste Anpassung und jedes Update danach. Wie ein Launch mit mir abläuft, steht auf der Startseite und im Beitrag zur Zusammenarbeit.

Illustration: Links ein Shop-Fenster mit festem Raster aus gleichen Produktkacheln und Preisschild, rechts ein Shop-Fenster, das aus Bausteinen in Lime zusammengesetzt wird, dazwischen ein Weg, der sich gabelt
Links das gekaufte Theme mit festem Raster, rechts das eigene Theme aus Bausteinen. Der Weg gabelt sich an der Produktlogik.

5Der Entscheidungsbaum

Fünf Fragen, in dieser Reihenfolge. Die erste Frage, bei der Deine Antwort vom Standard abweicht, entscheidet den Weg.

  1. Sieht jeder Kunde dieselben Preise? Wenn nein, brauchst Du ein eigenes Theme oder ein stark erweitertes, mit der Rechnung aus Abschnitt 3.
  2. Stellt der Kunde ein Produkt aus mehreren Angaben zusammen? Wenn ja, brauchst Du ein eigenes Theme oder mindestens eine eigene Produktseite.
  3. Passen Deine Produkte in Produkt und Variante mit bis zu drei Optionen? Wenn nein, brauchst Du ein eigenes Theme und wahrscheinlich eine App dazu.
  4. Brauchst Du Anpassungen im Code an mehr als einer Handvoll Stellen? Wenn ja, nimm ein kostenloses Theme als Basis und lass darauf entwickeln, statt ein Theme zu kaufen, das Du ohnehin umbaust.
  5. Wenn Du bis hier gekommen bist, ist Deine Produktlogik Standard. Dann wähle zwischen einem kostenlosen und einem gekauften Theme nach Vorschau und Sections, und bleib mit den Anpassungen im Theme-Editor.

Wann lohnt sich am Ende der Kauf statt der kostenlosen Basis? Ein gekauftes Theme lohnt sich, wenn seine Sections und Layouts Dir liefern, was Du sonst bauen lassen müsstest. Bei Maranello sind das Filter und Spezifikationstabellen für ein technisches Sortiment, bei Epitome die großen Bildflächen und Grids für Marken, die von der Präsentation leben. Wenn Du in der Vorschau eines Themes drei Sections siehst, die Du sofort brauchst, ist der Kauf günstiger als jede Entwicklung. Wenn Du in der Vorschau vor allem siehst, was Du ändern würdest, spar Dir das Geld.

Und wenn Du vor einer Migration stehst, gehört die Theme-Frage in die Vorbereitung, nicht ans Ende. Welche Fragen davor sonst noch geklärt sein müssen, steht im Beitrag dazu, warum die Plattform nicht Dein Problem ist.

Launch mit dem passenden Theme

Im Gespräch gehen wir diese Fragen an Deinem Sortiment durch, und Du bekommst eine Empfehlung mit Kostenrahmen: Theme aus dem Store, kostenlose Basis oder eigenes Theme. 30 Minuten, ohne Folie.

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Fazit

Ein gekauftes Theme ist die richtige Wahl für Shops mit Standard-Produktlogik, und oft ist ein kostenloses Theme von Shopify dafür die genauso gute Basis. Sobald Preise je Kundengruppe, ein Konfigurator oder eigene Produkttypen dazukommen, zahlst Du beim gekauften Theme für Anpassung und Updates doppelt, und ein eigenes Theme ist über zwei bis drei Jahre der günstigere Weg. Die Projekte aus diesem Beitrag zeigen jeden dieser Wege, und keiner davon ist falsch. Falsch ist nur, den Weg an der Vorschau zu wählen statt am Sortiment.

Der erste Schritt: Schreib die Anforderungen auf, die über Produkt, Variante und Kollektion hinausgehen. Bleibt die Liste leer, öffne den Theme Store und schau Dir die Vorschauen an. Steht etwas drauf, sprich vor dem Kauf mit jemandem, der beide Wege gebaut hat.

Häufige Fragen

Was kostet ein Shopify Theme?

Die Themes von Shopify selbst, darunter Dawn und Horizon, sind kostenlos. Gekaufte Themes aus dem Theme Store kosten einmalig rund 100 bis 450 Euro, Epitome liegt zum Beispiel bei 380 US-Dollar, Maranello bei 320 US-Dollar. Updates des Theme-Entwicklers sind im Preis enthalten. Ein eigenes Theme ist Entwicklungsarbeit, bei mir Teil des Launch ab 3.990 Euro.

Verliere ich bei einem Theme-Update meine Anpassungen?

Änderungen im Theme-Editor übernimmt Shopify in die neue Version, also Einstellungen, Sections, Blöcke und neue Templates. Änderungen im Code werden nur übernommen, wenn sie nicht mit dem Update kollidieren. Sonst musst Du sie in der neuen Version neu einbauen. Eigenes CSS solltest Du nach jedem Update prüfen.

Ist Dawn oder Horizon die bessere Basis für ein eigenes Theme?

Beide eignen sich. Horizon ist seit Mai 2025 das Standard-Theme für neue Shops und arbeitet mit Theme-Blöcken, die sich ineinander verschachteln lassen. Dawn ist das ältere Referenz-Theme mit Sections und offenem Quellcode auf GitHub und wird weiter gepflegt. Ein bestehendes Theme auf Dawn-Basis baue ich nicht um, bei einem neuen Shop starte ich inzwischen mit Horizon.

Kann ich Preise nur für eingeloggte Kunden zeigen, ohne Shopify Plus?

Ja. Shopify bietet B2B-Firmenkonten in allen Tarifen an, ohne Plus mit bis zu drei Preiskatalogen. Das Theme muss Preise und Warenkorb für Gäste ausblenden und nach dem Login den passenden Katalog anzeigen. Das ist eine Anpassung im Theme-Code, die bei jedem Theme-Update mitgeprüft werden muss.

Wann lohnt sich ein eigenes Shopify Theme?

Wenn Deine Produktlogik über Produkt, Variante und Kollektion hinausgeht, also bei Preisen je Kundengruppe, einem Konfigurator oder eigenen Produkttypen. Oder wenn Du so viele Anpassungen brauchst, dass vom gekauften Theme wenig übrig bleibt. Dann ist die Entwicklung auf einer kostenlosen Basis günstiger als Anpassung plus Updates.

Kann ich später vom gekauften Theme zu einem eigenen wechseln?

Ja. Produkte, Kollektionen, Kunden und Bestellungen hängen nicht am Theme, ein Wechsel betrifft Layout, Sections und Theme-Einstellungen. Inhalte, die in Sections des alten Themes liegen, legst Du im neuen Theme neu an. Metafelder und Produktdaten bleiben erhalten.

Alexander Karl, Shopify Freelancer aus Berlin

Alexander Karl

Shopify Freelancer und E-Commerce Berater, Berlin

Ich baue und optimiere Shopify-Shops für Händler, die selbst anpacken: Launch, Migration, Conversion-Optimierung und laufender Support. Vorher war ich mehrere Jahre als Interim Product Manager im E-Commerce von Mittelstand und Konzernen unterwegs.

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