Custom Theme oder gekauftes Theme: Die Entscheidung mit Beispielen
Das Wichtigste in Kürze
- Ein gekauftes Theme aus dem Shopify Theme Store kostet einmalig rund 100 bis 450 Euro und reicht, solange Deine Produktlogik Standard ist: Produkte, Varianten, Kollektionen, Warenkorb, gleiche Preise für alle.
- Wenn Preise nur für eingeloggte Kunden, ein Konfigurator oder eigene Produkttypen dazukommen, lohnt sich zuerst der Blick auf die B2B-Funktionen von Shopify und auf Apps. Erst wenn Du danach viel im Code des gekauften Themes ändern musst, wird jedes Update zur Nacharbeit, weil Shopify Code-Änderungen nur übernimmt, wenn sie nicht mit dem Update kollidieren.
- Ein eigenes Theme auf Dawn- oder Horizon-Basis kostet am Anfang mehr und braucht jemanden, der es pflegt. Dafür gehören Dir Aufbau und Einstellungen, und Updates werden gezielt aus dem Changelog übernommen.
- Wenn ohnehin viel entwickelt wird, ist ein kostenloses Theme von Shopify oft eine gute Basis. Ein gekauftes Theme lohnt sich, wenn es Sections mitbringt, die Du sonst bauen lassen müsstest.
- Die Produktlogik ist ein wichtiger Anhaltspunkt, dazu kommen Budget, Zeitplan und die Frage, wer den Shop später pflegt. Die Fragen, die ich dafür im Erstgespräch durchgehe, stehen in Abschnitt 5.
Eine Frage kommt im Erstgespräch oft, meist schon am Anfang, und sie steht weiter unten sinngemäß. Sie klingt erstmal nach Design. Meistens hängt die Antwort aber an Deiner Produktlogik, und sie beeinflusst, was Du in den nächsten Jahren für Anpassungen und Updates ausgibst.
In den letzten Monaten habe ich vier Shops auf vier verschiedenen Wegen gebaut. Ein Feinkosthändler läuft auf dem gekauften Theme Epitome, angepasst im Theme-Editor und an einigen Stellen im Code. FRANK ORIGINAL, ein Hersteller mit Händlerkunden, läuft auf Maranello, das wir stark erweitert haben. PHER PRINTS, ein Print-Shop, läuft auf einem eigenen Theme mit Dawn als Basis. Und ein Fachhändler, der gerade zu Shopify zieht, bekommt seinen ersten Entwurf auf dem kostenlosen Theme Horizon.
Dieser Beitrag zeigt an diesen vier Wegen, wann welcher passen kann, wo das gekaufte Theme teurer werden kann und wie Du die Entscheidung für Deinen Shop vorbereitest. Die genauen Stunden je Projekt nenne ich hier nicht. Vier Projekte sind außerdem keine Statistik, deshalb schreibe ich bei jedem Fall dazu, welche anderen Wege es gibt.
„Reicht ein Theme aus dem Store, oder brauchen wir was Eigenes?“Frage aus einem Erstgespräch, sinngemäß
1Vier Wege zum Theme und was sie kosten
Shopify kennt beim Theme drei Quellen, die kostenlosen Themes von Shopify selbst, die gekauften Themes aus dem Theme Store und ein Theme, das jemand für Dich baut. Aus den drei Quellen werden vier Wege, weil ein gekauftes Theme zwei sehr verschiedene Leben führen kann. Entweder Du passt es im Theme-Editor an und lässt den Code weitgehend in Ruhe, oder Du erweiterst es so stark, dass vom Original nur noch der Rahmen übrig bleibt.
| Weg | Kosten für das Theme | Aufwand für Anpassung | Verhalten bei Updates |
|---|---|---|---|
| Kostenloses Theme von Shopify (Dawn, Horizon) | 0 Euro | gering bis mittel, Theme-Editor plus einzelne Code-Änderungen | Update-Hinweis im Admin, Änderungen im Editor bleiben, Code-Änderungen nur ohne Konflikt |
| Gekauftes Theme, leicht angepasst | einmalig rund 100 bis 450 Euro | gering, meist im Theme-Editor | wie beim kostenlosen Theme, Updates des Entwicklers sind im Preis enthalten |
| Gekauftes Theme, stark erweitert | einmalig rund 100 bis 450 Euro plus Entwicklung | hoch, eigene Sections und viel Code im Theme | jedes Update ist ein Abgleich Datei für Datei, Konflikte werden von Hand aufgelöst |
| Eigenes Theme auf Dawn- oder Horizon-Basis | Entwicklung, bei mir Teil des Launch ab 3.990 Euro | hoch am Anfang, danach gering | kein Update-Knopf, relevante Änderungen werden gezielt aus dem Changelog übernommen |
Die Preise für gekaufte Themes liegen im Theme Store zwischen rund 100 und 450 Euro, einmalig und ohne laufende Gebühr. Epitome, das Theme des Feinkosthändlers, kostet nach Angaben des Theme Stores 380 US-Dollar, Maranello 320 US-Dollar. Beide Beträge sind Einmalzahlungen, und die Updates des jeweiligen Theme-Entwicklers sind darin enthalten. Im Vergleich zu allem, was danach kommt, ist das der kleinste Posten.
Die kostenlosen Themes kommen von Shopify selbst. Dawn ist seit 2021 das Referenz-Theme, mit dem Shopify den Aufbau aus Sections und Blöcken eingeführt hat, und sein Quellcode liegt offen auf GitHub. Horizon ist seit Mai 2025 dazugekommen, als Sammlung von zehn kostenlosen Themes, die mit verschachtelbaren Theme-Blöcken arbeiten. Beide sind sauber gebaut, und beide sind eine gute Basis, wenn Du sowieso entwickeln lässt.
Bei der laufenden Migration des Fachhändlers haben wir den ersten Entwurf auf Horizon gebaut. Das Team hat sich den Entwurf angesehen und entschieden, keine weiteren Themes mehr anzuschauen und auch kein Theme zu kaufen. Der Entwurf stand, alles Weitere ist Entwicklung auf dieser Basis, und Theme-Updates übernehmen wir von Hand aus dem Changelog von Shopify.
2Wann ein gekauftes Theme reicht
Ein gekauftes Theme reicht, solange Deine Produktlogik das ist, was Shopify von Haus aus kennt. Ein Produkt hat bis zu drei Optionen und daraus bis zu 2.048 Varianten mit eigenem Preis und eigenem Bestand. Es liegt in Kollektionen, wandert in den Warenkorb und durch den Standard-Checkout. Jeder Kunde sieht dieselben Preise. Wenn das Dein Shop ist, unterscheiden sich die Themes im Store vor allem in Layout, Typografie und den mitgelieferten Sections, und dann sagt Dir die Vorschau mehr als jede Tabelle.
Der Feinkosthändler ist so ein Fall. Sein Sortiment ist groß, aber die Logik dahinter ist Standard mit Produkt, Variante und Kollektion. Er läuft auf Epitome, und die dynamischen Seiten, also Startseite, Kollektionsseite und Produktseite, werden im Theme angepasst. Die meisten dieser Anpassungen passieren im Theme-Editor, also Sections anordnen, Blöcke füllen, Farben und Schriften setzen. Ein paar Stellen sind im Code gelöst, und die halten wir bewusst klein. Der Grund dafür steht in der Regel, nach der Shopify Updates einspielt.
Was ein Update mit Deinen Anpassungen macht
Shopify beschreibt in seiner Hilfe, was beim Update eines Themes aus dem Theme Store passiert. Das Update kommt als neue Kopie in Deine Theme-Bibliothek, der Live-Shop läuft unverändert weiter. Alles, was Du im Theme-Editor geändert hast, also Einstellungen, Sections, Blöcke, neue Templates und App-Einbettungen, übernimmt Shopify in die neue Version. Für Änderungen im Code gilt eine Einschränkung. Sie werden nur übernommen, wenn sie nicht mit dem Update kollidieren. Sonst meldet Shopify, dass die Code-Änderungen nicht enthalten sind, und Du baust sie in der neuen Version noch einmal ein. Eigenes CSS solltest Du nach jedem Update prüfen, weil sich die Klassen im Theme geändert haben können. Ein Update ist übrigens keine Pflicht, ein älteres Theme läuft weiter. Ohne Updates bekommst Du aber keine Verbesserungen und neuen Funktionen des Theme-Entwicklers.
Wer also im Editor bleibt, hat mit Updates wenig Arbeit. Wer viel im Code ändert, bekommt bei jedem Update Arbeit zurück. Diese Regel steht hinter allem, was in den nächsten Abschnitten kommt. Ein gekauftes Theme passt, wenn Du diese Punkte mit Ja beantwortest:
- Jeder Kunde sieht dieselben Preise, und niemand muss sich einloggen, um den Warenkorb zu benutzen.
- Deine Produkte passen in das Schema von Shopify mit bis zu drei Optionen je Produkt, und der Preis hängt an der Variante.
- Die Anpassungen, die Du brauchst, lassen sich im Theme-Editor machen oder betreffen wenige Stellen im Code.
- Du willst die Updates des Theme-Entwicklers laufend mitnehmen, weil Du keine eigene Entwicklung dafür hast.
Bleibt bei einem der Punkte ein Nein, lies den nächsten Abschnitt, bevor Du ein Theme kaufst. Für den Rest gilt, was auch für Apps gilt. Erst schauen, was Shopify und das Theme schon mitbringen, dann kaufen. Wie diese Liste bei Apps aussieht, steht im Beitrag zu den Apps, die ein Shop wirklich braucht.
Welcher Weg passt zu Deinem Shop?
Im Erstgespräch schauen wir auf Dein Sortiment und Deine Produktlogik und klären in 30 Minuten, ob ein Theme aus dem Store reicht oder wo es eng wird.
3Wo es beim gekauften Theme eng werden kann
In meinen Projekten wurde es bei drei Anforderungen eng, nämlich bei Preisen nur für eingeloggte Kunden, bei einem Produktkonfigurator und bei eigenen Produkttypen, die Shopify so nicht kennt. Wenn man sie im Theme-Code löst, greifen alle drei in die Produktseite, den Warenkorb und die Preislogik ein. Das sind die Dateien, die der Theme-Entwickler bei Updates oft selbst anfasst, und damit die Dateien, in denen Updates am ehesten kollidieren. Für alle drei gibt es aber auch Wege ohne Umbau des Themes, und die solltest Du zuerst prüfen.
Preise nur für eingeloggte Kunden
Ein Hersteller, der an Händler verkauft, will seine Preise nicht jedem Besucher zeigen. Shopify bringt dafür inzwischen in allen Tarifen B2B-Firmenkonten mit, laut Shopify-Hilfe mit bis zu drei Preiskatalogen ohne Plus-Tarif und ohne Begrenzung mit Plus. Das Theme muss das aber darstellen. Die kostenlosen Themes von Shopify zeigen Mengenregeln und Staffelpreise ab bestimmten Versionen von selbst an, Dawn zum Beispiel ab Version 11, und Horizon ist laut Shopify seit Dezember 2025 voll kompatibel. Bei gekauften Themes hängt das am jeweiligen Entwickler, der Theme Store schreibt es nicht vor. Um Preise und Warenkorb für Gäste auszublenden, gibt es Apps wie Locksmith oder BSS B2B Lock. Für Händlerpreise und Bestelllisten gibt es B2B-Apps wie SparkLayer oder BSS B2B, die sich bei den Shopify-Themes über App-Embeds einbinden und bei anderen Themes einige Anpassungen im Code brauchen.
Bei FRANK ORIGINAL haben wir das Ausblenden der Preise und die Anbindung der B2B-App SparkLayer in Maranello eingebaut, zusammen mit einer Reihe weiterer Sections, die der Hersteller für seinen Katalog braucht. Maranello ist als Theme für Autoteile gebaut, mit Filtern und Spezifikationstabellen, und das passte gut zu einem technischen Sortiment. Der Preis dafür ist, dass jedes Update des Theme-Entwicklers bei uns ein Abgleich ist. Welche Dateien hat er geändert, welche davon haben wir angefasst, was muss neu eingebaut werden. Das ist machbar, und es ist eingeplant. Wie viel Arbeit das bei jedem Update ist, hängt davon ab, wie viel wir im Code geändert haben.
Der Konfigurator
Für viele Konfiguratoren reicht eine App. Produktoptionen-Apps wie Globo Product Options, Easify oder Infinite Options bringen Zusatzfelder, Aufpreise und Bedingungen zwischen den Feldern mit und werden über App-Blöcke oder App-Embeds eingebunden, ohne dass das Theme umgebaut wird. Für eine Vorschau, in der der Kunde sein Produkt sieht, gibt es Apps wie Zakeke oder Kickflip, die neben der Monatsgebühr einen Anteil am Umsatz nehmen.
Die Grenzen zeigen sich beim Preis und beim Bestand. Aufpreise laufen bei vielen dieser Apps über versteckte Zusatzprodukte im Warenkorb, und Bestand je Option geht nur über verknüpfte Produkte. Wenn der Preis aus vielen Angaben berechnet wird oder jede Kombination eigenen Bestand braucht, wird es eine eigene Produktseite. Dann ist eine eigene Section, die von Theme-Updates unberührt bleibt, meist sauberer als ein Umbau der Produktseite des gekauften Themes.
Eigene Produkttypen
Manche Sortimente passen nicht in Produkt und Variante, etwa gewogene Ware, deren Preis erst an der Waage feststeht, oder Produkte mit Pflichtzubehör. Dazu kommen Sets, die aus einzelnen Artikeln bestehen und deren Bestand einzeln abgebucht werden soll. Für Sets gibt es die kostenlose App Shopify Bundles, mit Grenzen bei der Zahl der Bestandteile und Varianten. Und seit Oktober 2025 erlaubt Shopify bis zu 2.048 Varianten je Produkt, damit passen viele Sortimente besser in das Standardschema als früher. Manche gekauften Themes zeigen allerdings nicht mehr als 100 Varianten sauber an, das solltest Du vorher prüfen.
Beim Feinkosthändler kam so eine Frage später dazu, als die Kasse gewogene Ware verkaufen sollte. Die Optionen waren Shopify Plus, das laut Shopify bei 2.300 US-Dollar im Monat beginnt, oder der Basic-Tarif für rund 36 Euro im Monat plus eine eigene App. Die Entscheidung fiel im April auf die eigene App. Das betraf die Kasse, und der Onlineshop läuft weiter auf dem gekauften Theme Epitome. Eigene Produkttypen machen also nicht automatisch ein eigenes Theme nötig, es kommt darauf an, wo die Logik gebraucht wird.
Beim stark erweiterten Theme gibt es zwei Posten, die erste Anpassung und den Abgleich bei Updates. Wer die Updates weglässt, bekommt keine Verbesserungen des Theme-Entwicklers mehr. Wer sie mitnimmt, baut einen Teil der Anpassungen jedes Mal neu ein. Wie groß dieser zweite Posten ist, hängt davon ab, wie viel im Code geändert wurde.
4Das eigene Theme: Was Du bekommst und was es kostet
PHER PRINTS läuft auf einem eigenen Theme, dessen Basis Dawn ist. Ein eigenes Theme auf dieser Basis heißt, dass Header, Footer, Warenkorb und die Grundfunktionen von Shopify kommen und die Seiten, die den Shop ausmachen, als eigene Sections gebaut werden. Für einen Print-Shop sind das die Produktseiten mit ihren Formaten und Materialien und die Kollektionsseiten, auf denen die Motive wirken müssen. Niemand hat dort Code aus einem gekauften Theme umgebogen. Die Sections sind für genau dieses Sortiment geschrieben, und sie enthalten nichts, was der Shop nicht braucht.
Die Theme-Einstellungen gehören Dir
Bei der Migration des Fachhändlers ist ein Detail entstanden, das den Unterschied zum gekauften Theme gut zeigt. Nach der Dynamisierung liegen Farben, Schriften, Eckenradius und die Produktkarte als vier eigene Gruppen in den Theme-Einstellungen. Die Standardgruppen von Shopify haben wir entfernt, weil sie in diesem Theme nichts bewirkt haben. Der Händler testet Änderungen jetzt selbst in einer Kopie des Themes, statt Entwürfe in einem Design-Tool zu kommentieren. Er sieht die Änderung im echten Shop mit echten Produkten, und wenn sie passt, wird die Kopie veröffentlicht. Bei einem gekauften Theme findest Du in den Einstellungen dagegen alles, was der Entwickler für alle seine Kunden vorgesehen hat, und einiges davon brauchst Du vielleicht nie.
Updates ohne Update-Knopf
Ein eigenes Theme bekommt keine Update-Meldung im Admin. Dafür gibt es das Changelog von Dawn und Horizon, und daraus übernehmen wir, was für den Shop relevant ist, also Fehlerbehebungen, Barrierefreiheit und neue Funktionen wie geänderte Warenkorb-Schnittstellen. Das ist gezielte Arbeit statt Abgleich, und sie fällt nur an, wenn eine Änderung den Shop betrifft. Dafür muss aber jemand im Blick behalten, was sich bei Shopify ändert, ob Dein eigenes Team oder ein Dienstleister. Beim Fachhändler haben wir das so vereinbart. Weitere Beiträge zu Theme-Updates und Entwicklung findest Du gesammelt unter Theme und Entwicklung.
Was es kostet
Bei mir ist das eigene Theme Teil des Launch ab 3.990 Euro, bei einer Migration ab 5.990 Euro. Darin steckt die Entwicklung auf Dawn- oder Horizon-Basis mit den Sections, die Dein Sortiment braucht. Danach kommt der laufende Teil, bei mir als On-Demand-Support ab 1.290 Euro im Monat, oder Du übernimmst die Pflege mit eigenem Team. Verglichen mit einem gekauften Theme für 300 Euro sieht das erstmal nach viel aus. Der Vergleich stimmt aber nur, wenn das gekaufte Theme ohne Erweiterung läuft. Sobald Du es stark erweiterst, hast Du die Entwicklungskosten ebenfalls, nur verteilt auf die erste Anpassung und jedes Update danach. Wie ein Launch mit mir abläuft, steht auf der Leistungsseite und im Beitrag zur Zusammenarbeit.
5Fragen für Deine Entscheidung
Diese Fragen gehe ich im Erstgespräch durch. Sie ergeben keinen festen Weg, aber sie zeigen, wo Du genauer hinschauen solltest und welche Lösung Du zuerst prüfen kannst.
- Sehen alle Kunden dieselben Preise? Wenn nicht, prüf zuerst die B2B-Funktionen, die Shopify seit April 2026 in allen Tarifen anbietet, und ob Dein Theme sie anzeigt. Reicht das nicht, gibt es Apps für Händlerpreise und für das Ausblenden von Preisen. Ein eigenes oder stark erweitertes Theme wird erst nötig, wenn auch die nicht passen oder, wie bei FRANK ORIGINAL, noch viele eigene Sections dazukommen.
- Stellt der Kunde ein Produkt aus mehreren Angaben zusammen? Dann schau Dir zuerst Produktoptionen-Apps an. Eine eigene Produktseite lohnt sich, wenn der Preis aus vielen Angaben berechnet wird oder jede Kombination eigenen Bestand braucht.
- Passen Deine Produkte in Produkt und Variante? Mit drei Optionen und bis zu 2.048 Varianten deckt Shopify heute viel ab, und für Sets gibt es die App Shopify Bundles. Wenn danach etwas übrig bleibt, wie gewogene Ware, betrifft das oft eher Kasse oder Warenwirtschaft als das Theme.
- Wie viel willst Du im Code ändern, und wer pflegt das danach? Wenige Änderungen im Code sind bei jedem Theme kein Problem. Bei vielen Änderungen hängt es davon ab, ob ein gekauftes Theme Dir trotzdem viel fertige Arbeit abnimmt oder ob Du auf einer kostenlosen Basis weniger umbauen musst.
- Was geben Budget und Zeitplan her? Ein gekauftes Theme mit Anpassungen im Theme-Editor ist meist der schnellste und günstigste Start. Ein eigenes Theme kostet am Anfang mehr und braucht jemanden, der es pflegt, ob intern oder extern.
Wenn Deine Produktlogik bei allen Fragen Standard ist, wähle zwischen einem kostenlosen und einem gekauften Theme nach Vorschau und Sections, und bleib mit den Anpassungen im Theme-Editor.
Wann lohnt sich am Ende der Kauf statt der kostenlosen Basis? Ein gekauftes Theme lohnt sich, wenn seine Sections und Layouts Dir liefern, was Du sonst bauen lassen müsstest. Bei Maranello sind das Filter und Spezifikationstabellen für ein technisches Sortiment, bei Epitome die großen Bildflächen und Grids für Marken, die von der Präsentation leben. Wenn Du in der Vorschau eines Themes mehrere Sections siehst, die Du sofort brauchst, ist der Kauf meist günstiger, als sie entwickeln zu lassen. Wenn Du in der Vorschau vor allem siehst, was Du ändern würdest, ist eine kostenlose Basis oft die bessere Wahl.
Und wenn Du vor einer Migration stehst, gehört die Theme-Frage in die Vorbereitung, nicht ans Ende. Welche Fragen davor sonst noch geklärt sein müssen, steht im Beitrag dazu, warum die Plattform nicht Dein Problem ist.
Launch mit dem passenden Theme
Im Gespräch gehen wir diese Fragen an Deinem Sortiment durch, und Du bekommst eine Empfehlung mit Kostenrahmen: Theme aus dem Store, kostenlose Basis oder eigenes Theme. 30 Minuten, ohne Folie.
Fazit
Ein gekauftes Theme ist die richtige Wahl für Shops mit Standard-Produktlogik, und oft ist ein kostenloses Theme von Shopify dafür die genauso gute Basis. Wenn Preise je Kundengruppe, ein Shopify Produktkonfigurator oder eigene Produkttypen dazukommen, prüf zuerst, was Shopify selbst und Apps abdecken. Wenn Du danach noch viel im Code des gekauften Themes ändern müsstest, kann ein eigenes Theme auf längere Sicht günstiger sein. Eine feste Rechnung dafür gibt es nicht, das hängt von Deinem Shop ab. Die Projekte aus diesem Beitrag zeigen jeden dieser Wege, und jeder davon passt zu seinem Shop. Wichtig ist, dass Du den Weg nach Deinem Sortiment auswählst und nicht nur nach der Vorschau.
Der erste Schritt: Schreib die Anforderungen auf, die über Produkt, Variante und Kollektion hinausgehen. Bleibt die Liste leer, öffne den Theme Store und schau Dir die Vorschauen an. Steht etwas drauf, prüf für jeden Punkt, ob Shopify oder eine App ihn abdeckt. Was dann noch übrig bleibt, besprichst Du am besten vor dem Kauf mit jemandem, der Shops mit gekauften und mit eigenen Themes gebaut hat.
Häufige Fragen
Was kostet ein Shopify Theme?
Die Themes von Shopify selbst, darunter Dawn und Horizon, sind kostenlos. Gekaufte Themes aus dem Theme Store kosten einmalig rund 100 bis 450 Euro, Epitome liegt zum Beispiel bei 380 US-Dollar, Maranello bei 320 US-Dollar. Updates des Theme-Entwicklers sind im Preis enthalten. Ein eigenes Theme ist Entwicklungsarbeit, bei mir Teil des Launch ab 3.990 Euro.
Verliere ich bei einem Theme-Update meine Anpassungen?
Änderungen im Theme-Editor übernimmt Shopify in die neue Version, also Einstellungen, Sections, Blöcke und neue Templates. Änderungen im Code werden nur übernommen, wenn sie nicht mit dem Update kollidieren. Sonst musst Du sie in der neuen Version neu einbauen. Eigenes CSS solltest Du nach jedem Update prüfen. Ein Update ist keine Pflicht, ohne Updates bekommst Du aber keine Verbesserungen des Theme-Entwicklers.
Ist Dawn oder Horizon die bessere Basis für ein eigenes Theme?
Beide eignen sich. Horizon gibt es seit Mai 2025, es arbeitet mit Theme-Blöcken, die sich ineinander verschachteln lassen. Dawn ist das ältere Referenz-Theme mit Sections und offenem Quellcode auf GitHub und wird weiter gepflegt. Ein bestehendes Theme auf Dawn-Basis baue ich nicht um, bei einem neuen Shop starte ich inzwischen mit Horizon.
Kann ich Preise nur für eingeloggte Kunden zeigen, ohne Shopify Plus?
Ja. Shopify bietet B2B-Firmenkonten in allen Tarifen an, ohne Plus mit bis zu drei Preiskatalogen. Neuere Versionen der Shopify-Themes zeigen Staffelpreise und Mengenregeln von selbst an, bei gekauften Themes hängt das am Entwickler. Um Preise und Warenkorb für Gäste auszublenden, gibt es Apps wie Locksmith oder BSS B2B Lock, oder Du lässt es im Theme-Code umsetzen. Eine Anpassung im Code musst Du bei Theme-Updates mitprüfen.
Wann lohnt sich ein eigenes Shopify Theme?
Wenn Deine Produktlogik über Produkt, Variante und Kollektion hinausgeht und weder Shopify selbst noch Apps das abdecken. Oder wenn Du so viele Anpassungen brauchst, dass vom gekauften Theme wenig übrig bleibt. Dann kann die Entwicklung auf einer kostenlosen Basis günstiger sein als Anpassung plus Updates. Das hängt aber vom Umfang ab und davon, wer das Theme später pflegt.
Kann ich später vom gekauften Theme zu einem eigenen wechseln?
Ja. Produkte, Kollektionen, Kunden und Bestellungen hängen nicht am Theme, ein Wechsel betrifft Layout, Sections und Theme-Einstellungen. Inhalte, die in Sections des alten Themes liegen, legst Du im neuen Theme neu an. Metafelder und Produktdaten bleiben erhalten.
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