Shopware 5 auf 6: Lohnt sich der Umstieg, wenn es ohnehin ein neues System ist?
Das Wichtigste in Kürze
- Shopware 5 wird seit Ende Juli 2024 nicht mehr entwickelt. Shopware selbst schreibt, dass der Weg zu Shopware 6 eine Migration ist und kein Update, weil Shopware 6 von Grund auf neu gebaut wurde.
- Der Migration Assistant nimmt Produkte, Kunden, Bestellungen und SEO-URLs mit. Theme, Einkaufswelten, Versandkosten und E-Mail-Vorlagen baust Du neu, Daten der B2B Suite und Plugin-Daten in eigenen Tabellen kommen nicht mit.
- Damit stehen drei Wege nebeneinander: Shopware 5 mit einem Sicherheits-Plugin weiterbetreiben, neu auf Shopware 6 bauen oder neu auf Shopify bauen. Alle drei lassen sich mit denselben vier Fragen vergleichen.
- Bei Shopware 6 kommt ab 1 Mio. € Umsatz im Jahr eine bezahlte Edition dazu, Rise ab 600 € im Monat. Bei Shopify liegen die Tarife zwischen 27 € und 384 € im Monat, dafür kommen Passwörter nicht mit, und den Checkout passt Du ohne Plus nur begrenzt an.
- Ein Werkzeughändler aus meinen Projekten ist 2024 bei Shopware geblieben, weil Agentur und Marktplatzanbindungen dort schon standen. Eine Regel für Deinen Shop ist das nicht.
Shopware 5 auf 6 klingt nach einem Versionssprung, so wie von 5.6 auf 5.7. Technisch ist es das nicht. Shopware schreibt in seiner eigenen Dokumentation, dass Shopware 6 von Grund auf neu entwickelt wurde und deshalb eine Migration nötig ist statt eines Major-Updates. Dein Theme, Deine Einkaufswelten, Deine Versandregeln und Deine E-Mail-Vorlagen kommen bei diesem Schritt nicht mit, jedes Plugin braucht außerdem eine Version für Shopware 6. Du baust den Shop also neu, auch wenn der Name auf der Rechnung derselbe bleibt.
Damit ändert sich eigentlich die Frage. Wer ohnehin neu baut, kann sich ja erstmal aussuchen, worauf. In diesem Beitrag stelle ich drei Wege nebeneinander, mit denselben vier Fragen: Was kostet das Projekt, was kostet der Betrieb, wer pflegt die Updates und was kommt an Daten mit. Weg 1 ist der Weiterbetrieb von Shopware 5 mit einem Sicherheits-Plugin, Weg 2 der Neuaufbau auf Shopware 6 und Weg 3 der Neuaufbau auf Shopify. Ich arbeite vor allem mit Shopify, habe aber 2024 auch eine Migration von Shopware 5 auf 6 begleitet, bei der der Händler bei Shopware geblieben ist. Beide Seiten kommen deshalb mit ihren Gründen vor.
1Shopware 5 auf 6 ist kein Update: Was seit Juli 2024 gilt
Die Entwicklung von Shopware 5 wurde Ende Juli 2024 eingestellt. Seitdem gibt es laut Shopware keine aktiven Sicherheitsupdates mehr, sondern einen reaktiven Sicherheitsfix. Das heißt, Shopware untersucht Sicherheitsprobleme, die Kunden aktiv melden, und liefert bei Bedarf eine Korrektur. Bestehende Subscriptions laufen weiter, der technische Support beantwortet also weiter Fragen zur Bedienung der Standardfunktionen. Die letzte Version ist 5.7.20 vom 5. Juni 2025.
Für die Frage, ob Du Shopware 6 als Update sehen kannst, ist ein Satz aus dem Update-Leitfaden von Shopware entscheidend. Dort steht sinngemäß, dass Shopware 6 ein komplett neu entwickeltes Produkt auf einem anderen technischen Unterbau ist und deshalb eine Migration nötig ist und kein Major-Update. Shopware empfiehlt den Wechsel auf Shopware 6 aus technischen Gründen und wegen der Sicherheit, sagt aber eben selbst, dass es ein neues System ist.
Zeitstrahl: Shopware 5 und Shopware 6
Shopware 5.7 erscheint, die letzte Versionslinie von Shopware 5.
Ende der Entwicklung von Shopware 5, Sicherheits-Support für 5.7 endet. Seitdem gibt es nur noch reaktive Sicherheitsfixes.
Fair Usage Policy für die Community Edition von Shopware 6 tritt in Kraft: ab 1 Mio. € Umsatz im Jahr ist eine bezahlte Edition nötig.
Shopware 5.7.20 erscheint, die bislang letzte Version von Shopware 5.
Shopware 6.7 erscheint, mit Vite statt Webpack und Vue 3 im Admin. Plugins brauchen eigene Versionen für 6.6 und 6.7.
Sicherheits-Support für Shopware 6.6 und 6.7 endet laut endoflife.date.
2Was der Migration Assistant mitnimmt und was Du neu baust
Shopware stellt für den Weg von 5 auf 6 den Migration Assistant bereit. Er verbindet sich mit dem alten Shop und überträgt die Daten in eine neue Shopware-6-Installation. Die Dokumentation listet auf, was dabei mitkommt. Dazu gehören Kategorien, Kundengruppen, Währungen, Verkaufskanäle und Nummernkreise als Grunddaten, dann Produkte mit Eigenschaften, Varianten, Übersetzungen und Cross-Selling, außerdem Kunden, Versandarten, Bestellungen und Belege, Aktionen, SEO-URLs, Bewertungen und Medien. Zahlungsarten, Anreden und Lieferzeiten musst Du vorher in Shopware 6 anlegen und im Assistenten zuordnen.
Die zweite Liste ist für die Entscheidung eigentlich wichtiger. Versandkosten lassen sich laut Dokumentation nicht automatisch übertragen, Du legst sie im Rule Builder neu an. E-Mail-Vorlagen kommen nicht mit, weil Shopware 6 auf Twig setzt. Einkaufswelten und Shopseiten lassen sich nicht übertragen und werden als Erlebniswelten neu gebaut. Das Theme ist meist der größte Posten, denn alte Templates lassen sich laut Dokumentation weder weiterverwenden noch migrieren. Daten aus der B2B Suite kommen gar nicht mit. Und für Erweiterungen gilt, dass nur Daten in den Standardtabellen von Shopware migriert werden. Legt ein Plugin eigene Tabellen an, bleiben die Daten zurück.
Migration Assistant: Was mitkommt und was neu entsteht
Kommt mit
- Kategorien, Kundengruppen, Währungen, Verkaufskanäle, Nummernkreise
- Produkte mit Eigenschaften, Varianten, Übersetzungen, Cross-Selling
- Kunden, Versandarten, Bestellungen, Belege
- Aktionen, SEO-URLs, Bewertungen, Medien
Baust Du neu
- Theme und Templates
- Einkaufswelten und Shopseiten als Erlebniswelten
- Versandkosten im Rule Builder, Zahlungsarten
- E-Mail-Vorlagen und Belegvorlagen
- Daten der B2B Suite, Plugin-Daten in eigenen Tabellen
Ob der Assistent Kundenpasswörter überträgt, steht in der Dokumentation nicht. Ein Forenbeitrag von 2020 beschreibt einen Legacy-Encoder, offiziell dokumentiert ist das nicht. Wenn Dir das wichtig ist, lässt Du es vor dem Projekt mal in einer Testmigration prüfen. Die Testumgebung kannst Du laut Shopware über längere Zeit immer wieder mit dem alten Shop abgleichen, so bleibt sie bis zum Umzug aktuell.
Drei Wege, vier Fragen, Deine Zahlen
Im Erstgespräch gehen wir Deine Shopware-5-Anpassungen durch und sortieren, was davon Design ist, was eine Standardfunktion war und was echte Regeln sind. Daraus ergibt sich, welcher der drei Wege zu Dir passt. 30 Minuten, ohne Folie.
3Weg 1: Shopware 5 vorerst weiterbetreiben
Der erste Weg ist, erstmal nichts zu bauen und den Shop abzusichern. Dafür gibt es das Security Plugin von Safefive, einer Initiative, die laut Shopware unabhängig von der Shopware AG ist. Der Anbieter verspricht im Shopware Store laufende Sicherheitspatches für Shopware 5.5.0 bis 5.7.20, ein aktives Sicherheitsmonitoring mit Bug-Bounty-Programm, Anpassungen für aktuelle PHP- und MySQL-Versionen und Sicherheitspatches für mindestens fünf Jahre. Den Vertrag schließt Du direkt bei Safefive. Der Preis richtet sich laut einem Interview mit dem Hoster maxcluster nach dem Jahresumsatz, Beträge nennt der Anbieter aber nur im Vertrag, deshalb stehen hier keine.
Was das Plugin nicht leistet, steht im selben Interview. Es gibt keine neuen Funktionen und keine Fehlerbehebungen außerhalb der Sicherheit. Deine Plugins bleiben auf dem Stand, den ihre Hersteller für Shopware 5 noch liefern, und neue Zahlungsarten, neue Marktplatzanbindungen oder ein neues Theme bekommst Du nur, wenn jemand sie eigens für Shopware 5 baut. Ein Nebeneffekt ist angenehm, denn die Fair Usage Policy von Shopware 6 gilt für Nutzer der Community Edition von Shopware 5 nicht, solange sie auf Shopware 5 bleiben.
Dieser Weg passt als Überbrückung mit einem festen Enddatum. Wenn Du zum Beispiel vor Weihnachten keinen Umzug riskieren willst oder erst im kommenden Jahr Budget hast, kaufst Du Dir damit eben Zeit. Auch die Shopware-Agentur onacy schreibt dazu, technisch sei der Weiterbetrieb möglich, betriebswirtschaftlich aber nur mit einem klaren Enddatum. Als Dauerlösung passt er schon deshalb nicht, weil keine Funktion mehr dazukommt, die Deine Kunden in anderen Shops längst gewohnt sind.
4Weg 2: Neuaufbau auf Shopware 6
Der zweite Weg ist ja der, den Shopware empfiehlt. Die Software selbst ist in der Community Edition kostenlos und bleibt unter der MIT-Lizenz. Seit dem 24. März 2025 gilt aber eine Fair Usage Policy: Wer über seinen Shopware-Shop mehr als 1 Mio. € Umsatz in 365 Tagen macht, braucht eine der bezahlten Editionen Rise, Evolve oder Beyond, um Zugang zum Shopware Account und zum Store zu behalten. Darunter reicht die Community Edition, Du musst den Umsatz nur über eine Erweiterung melden. Rise kostet laut Preisseite ab 600 € im Monat netto, Evolve ab 2.400 €, Beyond gibt es auf Anfrage. Dazu kommen Hosting, die Agentur für Aufbau und Updates und die Plugins, die Du neu kaufst.
Für den Projektaufwand gibt es nur Richtwerte von Agenturen, die weit auseinandergehen. Xictron nennt drei bis sechs Monate und keinen Pauschalpreis. Qualimero nennt 2.000 bis 25.000 € und zwei bis zwölf Wochen, gestaffelt nach Produktzahl, und sieht Theme und Plugins als größte Kostentreiber. Onacy nennt 20.000 bis 250.000 € und sechs bis über vierzig Wochen, je nach Größe und B2B-Anteil. Alle drei verkaufen Shopware-Migrationen, keine der Zahlen ist mit genannten Projekten belegt. Mitnehmen kannst Du daraus, dass Theme und Plugins über den Preis entscheiden und nicht die Zahl der Produkte.
Updates bleiben nach dem Umzug Deine Aufgabe oder eben die Deiner Agentur. Shopware 6.7 ist am 17. Juni 2025 erschienen und hat den Admin auf Vite und Vue 3 umgestellt, Plugins mit Admin-Komponenten brauchen deshalb eigene Versionen für 6.6 und 6.7. Shopware rät Entwicklern, Themes und Erweiterungen für beide Linien kompatibel zu halten. Laut endoflife.date endet der Sicherheits-Support für 6.6 und 6.7 am 28. Februar 2028, Du planst also innerhalb weniger Jahre den nächsten Versionssprung ein. Das ist bei einem selbst gehosteten System ja normal, es gehört nur in die Rechnung.
Aus der Praxis
Ein Händler für Werkzeuge und Werkstattbedarf stand 2024 vor dem Ende von Shopware 5. Ich habe die Migration auf Shopware 6 von Juni bis November 2024 als Interim E-Commerce Manager gesteuert, mit eigenen Testfällen für die neuen Funktionen, ersten Tests während der Umsetzung und dem Abnahmetest mit den Fachbereichen. Der Händler hatte eine eingespielte Shopware-Agentur und Anbindungen an Amazon, eBay und Kaufland, und er ist bei Shopware geblieben. Mein Mandat endete im November 2024, Kosten und Go-live-Termin der Migration kann ich deshalb nicht nennen.
Shopware 6 passt nach meiner Erfahrung, wenn Preise, Versand und Zahlarten über viele Regeln laufen oder wenn B2B-Prozesse mit Freigaben und Kundengruppen im Mittelpunkt stehen. Es passt auch, wenn eine Agentur mit Shopware-Erfahrung bereitsteht oder wenn Bestellhistorie und Kundenkonten möglichst vollständig mitkommen sollen. Beim Werkzeughändler standen Agentur und Marktplatzanbindungen schon. Wenn bei Dir nur einer dieser Punkte zutrifft, lohnt sich der Blick auf Weg 3.
5Weg 3: Neuaufbau auf Shopify
Der dritte Weg ist ein gemietetes System. Shopify kostet mit Stand Oktober 2026 im Tarif Basic 27 € im Monat bei jährlicher Zahlung, Grow 79 €, Advanced 289 € und Plus ab 2.100 €, jeweils netto. Bei monatlicher Zahlung ist es etwas mehr. Hosting, Sicherheitsupdates und Versionssprünge macht Shopify. Ein Theme aus dem Store bekommt seine Updates im Admin, solange Du seinen Code nicht angefasst hast. Dazu kommen Zahlungsgebühren je Verkauf und App-Abos, die komplette Rechnung steht im Beitrag zu den Shopify Migration Kosten. Eine Umsatzgrenze wie die Fair Usage Policy gibt es nicht, dafür steigen die Gebühren mit dem Umsatz mit.
Shopify hat allerdings keinen eigenen Import aus Shopware. Der Weg läuft über Werkzeuge wie LitExtension oder Cart2Cart, die Produkte, Kategorien, Kunden, Bestellungen und SEO-URLs übertragen, oder über einen Export aus Shopware, den Du in das Matrixify-Format bringst. Theme, Plugins und Passwörter kommen bei keinem dieser Wege mit. Die neuen Kundenkonten von Shopify arbeiten ohne Passwort, der Kunde bekommt einen sechsstelligen Einmalcode per E-Mail. Was das für Einwilligungen und Bestellhistorie heißt, steht im Beitrag Kundendaten zu Shopify migrieren. Für die Dauer nennt die Shopify-Agentur Flatline zwölf bis 16 Wochen für B2C und 18 bis 28 Wochen und mehr für B2B, auch das ist ein Agenturwert.
Die Grenzen liegen dann dort, wo Shopware 6 stark ist. Den Checkout kannst Du ohne Plus nur begrenzt anpassen, Self-Hosting gibt es nicht, und viele Preis- und Versandregeln landen in Apps statt in einem Rule Builder wie bei Shopware. B2B gibt es seit dem Frühjahr 2026 in jedem Tarif, allerdings mit bis zu drei Katalogen, mehr braucht Plus. Wer die beiden Systeme in der Breite vergleichen will, findet das im Beitrag Shopware vs. Shopify. Öffentliche Fälle für den Wechsel von Shopware 5 gibt es auch, etwa reisenthel mit der Agentur tante-e, bei dem das Supportende im Juli 2024 der Auslöser war, oder Kloster Kitchen. Beide Berichte stammen von der Shopify-Agentur selbst.
Shopify passt nach meiner Erfahrung, wenn der Shop vor allem B2C verkauft, wenn die Anpassungen in Shopware 5 hauptsächlich Design und Plugins für Standardfunktionen waren und wenn niemand im Team Updates pflegen will. Dann baust Du das Theme einmal neu. Die Arbeit, die Dich bei Shopware 6 mit jedem Versionssprung wieder trifft, fällt dabei eben weg. Wer dagegen die B2B Suite oder viele eigene Regeln im Einsatz hat, muss bei Shopify prüfen, ob Apps das abdecken, und das vor der Entscheidung, nicht danach.
6Die drei Wege nebeneinander
Mit denselben vier Fragen sieht der Vergleich dann so aus. Die Projektkosten stehen bewusst ohne Beträge, weil es dafür nur die Agenturangaben aus den Abschnitten oben gibt und die sich widersprechen.
| Frage | Weg 1: Shopware 5 weiterbetreiben | Weg 2: Neu auf Shopware 6 | Weg 3: Neu auf Shopify |
|---|---|---|---|
| Projektkosten | Nur das Sicherheits-Plugin, kein Umbau | Theme, Erlebniswelten, Versandregeln, E-Mail-Vorlagen und Plugins neu; Richtwerte der Agenturen reichen von 2.000 € bis über 250.000 € | Theme und Apps neu, Daten über ein Migrationstool; Agenturwert 12 bis 28 Wochen |
| Laufende Kosten | Hosting plus Safefive nach Jahresumsatz | Hosting, Agentur für Updates, Plugins; ab 1 Mio. € Umsatz im Jahr Rise ab 600 € im Monat | Tarif 27 € bis 384 € im Monat, Gebühren je Verkauf, App-Abos |
| Wer pflegt Updates | Safefive liefert Sicherheitspatches, Funktionen bleiben stehen | Du oder Deine Agentur, nächster Versionssprung vor Ende Februar 2028 einplanen | Shopify, Theme-Updates im Admin |
| Was an Daten mitkommt | Alles bleibt, wo es ist | Produkte, Kunden, Bestellungen, SEO-URLs, Bewertungen; Passwörter nicht dokumentiert | Produkte, Kunden, Bestellungen, SEO-URLs über LitExtension, Cart2Cart oder Matrixify; keine Passwörter |
Entscheidungspfad: Shopware 5 und dann?
Du musst das Theme und die Plugins ohnehin neu bauen. Was steckt in Deinem Shopware 5?
Passt, wenn Du vor Weihnachten oder bis zum nächsten Budget nur Zeit brauchst und ein Enddatum feststeht.
Weg 1: Weiterbetreiben mit Safefive
Keine neuen Funktionen, Plugins bleiben stehen. Auch die Shopware-Agentur onacy nennt das nur mit klarem Enddatum sinnvoll.
Passt, wenn Preise, Versand und Zahlarten über viele Regeln laufen, B2B mit Freigaben zentral ist oder eine Shopware-Agentur bereitsteht.
Weg 2: Neu auf Shopware 6
Ab 1 Mio. € Umsatz im Jahr kommt Rise ab 600 € im Monat dazu, Updates bleiben bei Dir. So lief es beim Werkzeughändler.
Passt, wenn Du vor allem B2C verkaufst, die Anpassungen Design und Standardfunktionen waren und niemand Updates pflegen will.
Weg 3: Neu auf Shopify
Arbeitshypothese aus meinen Projekten. Vorher prüfen, ob Apps Deine Regeln abdecken; Passwörter kommen nicht mit.
Für alle drei Wege gilt, dass Du vor der Entscheidung eine Liste Deiner Shopware-5-Anpassungen machen solltest. Hinter jede schreibst Du, ob sie Design ist, eine Standardfunktion über ein Plugin oder eine echte Regel für Preise, Versand und B2B. Die dritte Gruppe entscheidet, ob Shopify überhaupt in Frage kommt. Dazu lohnt sich in beide Richtungen ein Proof of Concept, bevor Geld in ein Theme fließt. Bei Shopify heißt das, die drei schwierigsten Regeln mit Apps nachzubauen. Bei Shopware 6 heißt das eine Testmigration mit dem Migration Assistant, um zu sehen, welche Plugin-Daten ankommen.
Von Shopware 5 zu Shopify, mit Festpreis und Weiterleitungsliste
Wenn Weg 3 für Dich in Frage kommt, findest Du auf der Leistungsseite, was eine Migration bei mir umfasst, von der Datenübernahme bis zu den 301-Weiterleitungen. Für den Proof of Concept mit Deinen drei schwierigsten Regeln reicht ein Erstgespräch.
Fazit
Shopware 5 auf 6 ist laut Shopware selbst eine Migration und kein Update. Theme, Einkaufswelten, Versandregeln und ein Teil der Plugins entstehen dabei neu. Deshalb ist Shopware 6 eine von drei Zielplattformen und nicht der automatische nächste Schritt. Der Weiterbetrieb mit Safefive kauft Zeit, aber keine Funktionen. Shopware 6 passt, wenn Regeln, B2B und eine eingespielte Agentur den Ausschlag geben, wie beim Werkzeughändler. Shopify passt, wenn der Shop B2C verkauft, die Anpassungen Design und Standardfunktionen waren und Updates künftig jemand anderes machen soll. Für welche Seite Du Dich auch entscheidest, die Agenturzahlen zu Kosten und Dauer sind Richtwerte, die eigene Liste der Anpassungen ist die bessere Grundlage.
Der erste Schritt: Geh im Shopware-5-Backend durch den Plugin Manager und schreib hinter jedes Plugin, ob es Design, eine Standardfunktion oder eine echte Regel abdeckt. Mit dieser Liste gehst Du dann zu einer Shopware-Agentur und zu einem Shopify-Freelancer und lässt Dir beide Wege rechnen.
Häufige Fragen
Ist der Wechsel von Shopware 5 auf 6 ein Update?
Nein. Shopware schreibt im eigenen Update-Leitfaden, dass Shopware 6 von Grund auf neu entwickelt wurde und auf einem anderen technischen Unterbau läuft, deshalb ist eine Migration nötig und kein Major-Update. Daten überträgt der Migration Assistant, Theme, Einkaufswelten, Versandkosten, E-Mail-Vorlagen und Plugins baust Du neu.
Wie lange bekommt Shopware 5 noch Sicherheitsupdates?
Die Entwicklung von Shopware 5 endete Ende Juli 2024, seitdem gibt es laut Shopware nur noch reaktive Sicherheitsfixes für Probleme, die Kunden aktiv melden. Die letzte Version ist 5.7.20 vom 5. Juni 2025. Laufende Sicherheitspatches bietet das kostenpflichtige Security Plugin von Safefive, laut Store für mindestens fünf Jahre.
Kann ich Shopware 5 weiter betreiben?
Ja, technisch läuft der Shop weiter, und mit dem Safefive-Plugin bekommt er Sicherheitspatches und Anpassungen an aktuelle PHP- und MySQL-Versionen. Neue Funktionen und Fehlerbehebungen außerhalb der Sicherheit gibt es nicht mehr. Deshalb passt der Weiterbetrieb als Überbrückung mit festem Enddatum, als Dauerlösung nicht.
Was kostet Shopware 6?
Die Community Edition ist kostenlos. Wer über den Shop mehr als 1 Mio. € Umsatz in 365 Tagen macht, braucht seit dem 24. März 2025 eine bezahlte Edition: Rise ab 600 € im Monat netto, Evolve ab 2.400 €, Beyond auf Anfrage. Dazu kommen in jedem Fall Hosting, Plugins und die Agentur, die Aufbau und Updates macht.
Was kostet die Migration von Shopware 5 auf 6?
Shopware selbst nennt keinen Preis. Agenturen nennen Richtwerte, die weit auseinanderliegen, von 2.000 bis 25.000 € bei Qualimero bis 20.000 bis 250.000 € bei onacy, und Xictron nennt drei bis sechs Monate ohne Pauschalpreis. Den Preis bestimmen vor allem Theme und Plugins, deshalb lohnt sich vor jedem Angebot eine Liste Deiner Anpassungen.
Kommen die Passwörter meiner Kunden mit?
Bei Shopify nein, kein Migrationstool überträgt Passwörter aus Shopware, und die neuen Kundenkonten arbeiten mit einem Einmalcode per E-Mail. Für den Migration Assistant von Shopware 5 auf 6 ist die Übernahme der Passwörter nicht offiziell dokumentiert, das prüfst Du am besten in einer Testmigration.
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Shopware 5 läuft aus, und Du willst die drei Wege einmal mit Deinen Zahlen sehen?
Bring die Liste Deiner Plugins und Anpassungen mit. Im Erstgespräch sortieren wir sie in Design, Standardfunktion und echte Regel und schauen, ob Shopify für Deinen Shop der einfachere Neuaufbau ist oder ob Du bei Shopware besser aufgehoben bist.
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