Shopify Migration und SEO: Wie eine Weiterleitungsliste mit 692 Zeilen entsteht
Das Wichtigste in Kürze
- Bei einem Umzug zu Shopify helfen die Weiterleitungen dabei, dass die Rankings der alten Seiten mitkommen. Google überträgt die Signale einer Seite, wenn ihre alte Adresse dauerhaft auf ein passendes neues Ziel zeigt.
- Vor der Liste müssen drei Dinge stehen. Die Domain ist in Shopify angebunden, jedes Ziel existiert im neuen Shop, und Adressen mit Sonderzeichen stehen in beiden Schreibweisen drin.
- Beim Fachhändler hat die Liste nach dem Stand der Planung 692 Zeilen für 443 Produkte. Adressen mit einem Kaufmanns-Und stehen doppelt drin, und dazu kommen entfallene Produkte, Kategorien und Infoseiten.
- Shopify nimmt die Liste als CSV mit zwei Spalten an, „Redirect from“ und „Redirect to“. Der Import läuft in wenigen Minuten, auch bei mehreren hundert Zeilen.
- Die Liste muss importiert sein, bevor die DNS-Einträge auf Shopify zeigen. Ab diesem Moment gehen die Aufrufe der alten Adressen an den neuen Shop, und dort müssen sie ankommen.
Ein Fachhändler zieht in diesem Jahr von IONOS zu Shopify, der Go-Live ist für Oktober geplant. Das Sortiment ist über Jahre gewachsen, und die alten Seiten sollen ihre Rankings bei Google möglichst behalten.
Dafür braucht es eine Tabelle mit zwei Spalten. Links steht die alte Adresse, rechts die neue. Nach dem Stand der Planung im September 2026 hat diese Tabelle 692 Zeilen. Sie deckt 443 Produkte ab, dazu Kategorien und ein paar Infoseiten. Warum es so viele Zeilen wurden, welche drei Dinge vorher geklärt sein müssen und wie die Datei aussieht, die Shopify beim Import annimmt, steht in diesem Beitrag. Die Vorlage für die CSV kannst Du direkt übernehmen.
Der Beitrag setzt voraus, dass die Entscheidung für Shopify gefallen ist. Wenn Du noch davor stehst, lies zuerst, warum die Plattform allein Dein Setup nicht besser macht.
1Warum die Weiterleitungen die Rankings tragen
Google kennt Deinen Shop als Sammlung von Adressen. Jede Produktseite, jede Kategorie und jede Infoseite hat über die Jahre Signale gesammelt, also Verlinkungen von außen, Klicks aus der Suche und eine Position für bestimmte Suchbegriffe. Diese Signale hängen an der Adresse. Der Inhalt kann umziehen, aber die alte Adresse muss ihm den Weg zeigen.
Bei einem Wechsel von IONOS zu Shopify ändert sich fast jede Adresse. Ein Produkt, das vorher unter einem langen Pfad mit Kategorie und Nummer lag, liegt danach unter /products/ und einem sprechenden Handle. Ohne Weiterleitung landet ein Besucher aus der Suche auf einer Fehlerseite, und Google streicht die alte Adresse nach einer Weile aus dem Index. Die Position ist dann weg, und der neue Shop fängt bei diesem Produkt von vorn an.
Eine 301-Weiterleitung sagt Google und dem Besucher dasselbe. Diese Seite ist dauerhaft umgezogen, und hier ist die neue Adresse. Google überträgt die Signale dann auf das neue Ziel. In seiner Anleitung zum Umzug einer Website empfiehlt Google, die Weiterleitungen mindestens ein Jahr zu behalten. Google warnt dort auch davor, viele alte Adressen pauschal auf die Startseite zu leiten. Das kann die Suche als weiche Fehlerseite werten, und der Besucher findet sein Produkt dort auch nicht.
Bei Migrationen kommt oft die Frage, ob Shopify das nicht automatisch macht. Für Adressen, die Du innerhalb von Shopify änderst, bietet der Admin beim Speichern ein Häkchen für die Weiterleitung an. Für Adressen aus einem fremden System kennt Shopify die alte Struktur nicht. Diese Liste baust Du selbst oder lässt sie bauen, und zwar bevor die Domain umzieht.
2Drei Dinge, die vor der Liste stehen müssen
Eine Weiterleitungsliste lässt sich in Shopify in wenigen Minuten importieren. Die Zeit geht vorher drauf. Diese Punkte müssen geklärt sein, sonst importierst Du eine Liste, die ins Leere läuft.
Die Domain ist in Shopify angebunden
Shopify kann nur Aufrufe weiterleiten, die bei Shopify ankommen. Solange die Domain noch auf den alten Shop zeigt, sieht Shopify keine einzige Anfrage an die alten Adressen. Deshalb gehört die Domain vor dem Go-Live in Shopify angelegt, mit allen DNS-Einträgen, die der Domain-Verwalter am Umzugstag umstellt. Beim Fachhändler gehen die Einträge vorher per Mail an den Domain-Verwalter, damit am Tag selbst nur noch umgeschaltet wird.
Wenn sich die Domain beim Umzug ändert, etwa von einer alten Adresse auf eine neue Marke, muss auch die alte Domain in Shopify angebunden sein. Shopify leitet dann alle Aufrufe der Nebendomains auf die primäre Domain, und erst danach greifen die Zeilen aus der Liste.
Jedes Ziel existiert schon
Eine Weiterleitung auf eine Seite, die es noch nicht gibt, ist eine Weiterleitung auf eine Fehlerseite. Das klingt erstmal banal, passiert aber leicht, wenn die Liste zu früh entsteht. Ich baue die Liste deshalb erst, wenn der Produktimport in Shopify abgeschlossen ist und die Handles feststehen. Zuerst werden die Produkte importiert, dann die Kollektionen und Infoseiten angelegt, und erst danach kommen die Ziele in die rechte Spalte. Wenn Du die Handles nicht selbst in der Importdatei vorgibst, erzeugt Shopify sie aus dem Titel, und dann weichen sie leicht von dem ab, was Du erwartet hast.
Sonderzeichen stehen in beiden Schreibweisen drin
Alte Shopsysteme lassen Zeichen wie das Kaufmanns-Und in der Adresse zu, etwa bei einer Kategorie „Tee & Zubehör“. Im Browser steht das Zeichen als „&“, im Google-Index und in Verlinkungen oft als „%26“, weil Systeme das Zeichen beim Speichern kodieren. Aus Sicht des Aufrufs sind das zwei verschiedene Adressen. Steht nur eine davon in der Liste, geht die andere ins Leere. Deshalb bekommt jede alte Adresse mit einem solchen Zeichen zwei Zeilen mit demselben Ziel. Bei Umlauten in alten Adressen lohnt sich derselbe Blick, weil auch sie als „ü“ und in kodierter Form vorkommen können.
Deine Liste vor dem Go-Live prüfen lassen?
Im Erstgespräch schauen wir auf Deine alte Adressstruktur und klären, wie viele Zeilen Deine Liste braucht und was vor dem Import noch fehlt.
3Wie aus 443 Produkten 692 Zeilen werden
Die Zahl aus dem Titel ist der Stand der Planung beim Fachhändler und setzt sich aus vier Quellen zusammen. Das sind die Produkte, die Doppelungen wegen der Sonderzeichen, die Produkte, die es im neuen Shop nicht mehr gibt, und Kategorien und Infoseiten.
Produkte und ihre neuen Handles
Shopify baut den Handle beim ersten Anlegen aus dem Titel, mit Kleinbuchstaben, Bindestrichen statt Leerzeichen und ohne Sonderzeichen. Aus „Stumpenkerze Elfenbein 10 cm“ wird stumpenkerze-elfenbein-10-cm. Der Handle entsteht dabei nur bei der Erstanlage. Änderst Du später den Titel, bleibt der Handle stehen.
Beim Fachhändler werden die Produkte in eine leere Shopify-Instanz importiert, und Shopify erzeugt dabei alle Handles frisch. Alte, fehlerhafte Slugs aus dem IONOS-Shop verschwinden damit, was gut ist. Es heißt aber auch, dass jeder neu erzeugte Handle eine eigene Zeile in der Liste braucht, weil keine alte Adresse mehr passt.
Eine Entscheidung aus dem Projekt betrifft die Handles direkt, denn sie enthalten die Unterkategorie. Aus der Stumpenkerze in der Unterkategorie Kerzen wird kerzen-stumpenkerze-elfenbein-10-cm. Entschieden wurde das mit Blick auf die Suche, weil der Begriff der Unterkategorie so auch in der Produktadresse steht und die Adresse lesbar bleibt. Google selbst sagt allerdings, dass Wörter in der Adresse nur ein kleines Signal sind. Der Preis dafür ist, dass die Handles länger werden und beim Import aus Unterkategorie und Titel zusammengesetzt werden müssen.
Eine Adresse, zwei Zeilen
Ein Teil der alten Adressen enthält ein Kaufmanns-Und. Jede dieser Adressen bekommt zwei Zeilen, einmal mit „&“ und einmal mit „%26“, beide auf dasselbe Ziel. Das ist ein Grund, warum die Liste deutlich mehr Zeilen als Produkte hat. In der Tabelle sieht das nach Fleißarbeit aus, und das ist es ja auch. Eine Formel, die aus jeder Zeile mit „&“ eine zweite Zeile mit „%26“ macht, erledigt das in einer Minute.
Wohin entfallene Produkte zeigen
Nicht jedes Produkt aus dem alten Shop kommt mit. Beim Fachhändler bleibt ein Teil des Sortiments zurück. Die alten Adressen dieser Produkte können trotzdem Rankings und Links von außen haben. Geplant ist, dass sie auf die Kollektion zeigen, in der das Produkt gestanden hätte, weil der Besucher dort ähnliche Artikel findet. Gibt es ein Nachfolgeprodukt, ist das meist das bessere Ziel. Gibt es gar nichts Vergleichbares, empfiehlt Google für entfernte Inhalte eine Fehlerseite mit dem Status 404 oder 410. Auf die Startseite leiten wir nichts, aus dem Grund aus Abschnitt 1.
Kategorien und Infoseiten
Kategorien werden in Shopify zu Kollektionen unter /collections/. Jede alte Kategorieadresse bekommt eine Zeile, die Unterkategorien ebenfalls. Infoseiten wie Versand, Über uns oder Kontakt landen unter /pages/, die Rechtstexte unter /policies/. Auch diese Zeilen gehören in dieselbe Liste. Filter- und Sortier-Adressen des alten Shops, also alles mit Fragezeichen und Parametern, nehmen wir bewusst nicht mit. Shopify weist selbst darauf hin, dass Adressen mit Parametern bei Weiterleitungen nicht zuverlässig funktionieren. Schau in der Search Console nach, ob solche Adressen Klicks bekommen, bevor Du sie weglässt.
4Die Import-Datei für URL-Weiterleitungen in Shopify
Shopify nimmt Weiterleitungen als CSV mit genau zwei Spalten an. Die Kopfzeile lautet „Redirect from,Redirect to“, jede weitere Zeile enthält links den alten Pfad und rechts das neue Ziel. Du findest den Import im Admin unter Inhalte, Menüs, URL-Weiterleitungen. Dort liegt auch eine Beispieldatei von Shopify zum Herunterladen. So kann ein Ausschnitt aussehen, die Adressen sind frei gewählte Beispiele.
Redirect from,Redirect to /kategorie/tee-&-zubehoer/sencha-bio-100-g,/products/tee-sencha-bio-100-g /kategorie/tee-%26-zubehoer/sencha-bio-100-g,/products/tee-sencha-bio-100-g /kategorie/tee-&-zubehoer,/collections/tee /kategorie/tee-%26-zubehoer,/collections/tee /kategorie/kerzen/stumpenkerze-rot-10-cm,/collections/kerzen /info/versand,/pages/versand /info/agb,/policies/terms-of-service
Beim Import gelten ein paar Regeln. Die meisten stehen in der Shopify-Hilfe, einige stammen aus einem Testbericht von wislr.com.
- Der alte Pfad steht relativ, also mit führendem Schrägstrich und ohne Domain. Für Ziele innerhalb des Shops gilt dasselbe, nur Ziele außerhalb der Domain brauchen die volle Adresse.
- Der alte Pfad darf im neuen Shop nicht existieren. Shopify leitet nur von Adressen weiter, die sonst eine Fehlerseite liefern würden. Gibt es unter dem Pfad ein Produkt oder eine Seite, gewinnt die Seite.
- Einige Pfade sind gesperrt. Von Adressen, die mit /cart, /orders, /apps und einigen weiteren Systempfaden beginnen, kann Shopify nicht weiterleiten. Auch die festen Pfade /products, /collections und /collections/all selbst lassen sich nicht umleiten, einzelne nicht mehr vorhandene Produktadressen darunter dagegen schon.
- Platzhalter kennt der Import von Shopify nicht. Ein Sternchen in der Liste wird als normales Zeichen gespeichert und leitet nichts weiter. Wer Weiterleitungen nach einem Muster braucht, kann dafür Apps wie Wildcardo oder den Link Manager von Ablestar nutzen.
- Shopify speichert die Pfade in Kleinbuchstaben. Groß- und Kleinschreibung in der alten Adresse spielt beim Aufruf keine Rolle.
- Wer eine Liste ein zweites Mal importiert, überschreibt vorhandene Zeilen mit demselben alten Pfad. Ein Import lässt sich also korrigieren.
- Ein Pfad darf bis zu 1.024 Zeichen lang sein, und ein Shop ohne Plus-Tarif kann bis zu 100.000 Weiterleitungen anlegen, mit Plus bis zu 20 Millionen. Für eine Migration dieser Größe reicht das bei Weitem.
Achte darauf, dass keine Ketten entstehen. Wenn /a auf /b zeigt und Du später /b auf /c leitest, springt der Besucher zweimal. Shopify verhindert nur einen Teil dieser Fälle. Bei einer frischen Migration ist das meist kein Thema, bei späteren Änderungen an Handles eher.
Nach meiner Erfahrung prüft Shopify beim Import nicht, ob das Ziel in der rechten Spalte existiert. Eine Zeile mit einem Tippfehler im Ziel wird angelegt und leitet den Besucher auf eine Fehlerseite. Deshalb steht die Prüfung der Ziele vor dem Import, und die Stichprobe aus dem nächsten Abschnitt danach.
5Die Liste testen, bevor die Domain umzieht
Die linke Spalte Deiner Liste holst Du Dir aus zwei Quellen. In der Search Console zeigt der Bericht „Leistung“ unter „Seiten“ die Adressen, die in den letzten zwölf Monaten Klicks bekommen haben. Der Export aus der Oberfläche endet allerdings bei 1.000 Zeilen, für mehr brauchst Du die Search-Console-API oder ein Tool wie Looker Studio. Dazu kommt die Sitemap des alten Shops, damit auch Seiten ohne Klicks eine Zeile bekommen. Wer beides abgleicht, hat eine gute Grundlage für die linke Spalte.
Testen kannst Du die importierte Liste schon vor dem DNS-Wechsel, über die myshopify-Adresse des neuen Shops. Ein Aufruf einer alten Adresse unter dieser Domain muss mit dem Status 301 antworten und im Feld Location das neue Ziel nennen. Ich prüfe das im Terminal mit curl -I gefolgt von der Adresse. Wer kein Terminal mag, nimmt eines der kostenlosen Online-Tools für Statuscodes oder ruft eine Stichprobe im Browser auf und schaut in die Adresszeile, wo er gelandet ist. Solange der neue Shop noch mit Passwort geschützt ist, meldet sich bei manchen Aufrufen zuerst die Passwortseite. Dann gibst Du das Passwort im Browser einmal ein und rufst die Stichprobe danach dort auf.
Für die Stichprobe reichen rund 30 Zeilen, wenn sie alle Typen abdecken. Ich nehme die zehn umsatzstärksten Produkte, jede Kategorie, alle Zeilen mit Sonderzeichen in beiden Schreibweisen, zwei entfallene Produkte und die Infoseiten. Fällt eine davon durch, ist oft der ganze Typ betroffen, und Du findest den Fehler in der Formel statt in einer einzelnen Zeile. Wer ganz sicher gehen will, lässt die komplette Liste von einem Skript oder einem Crawler aufrufen.
Migration mit Weiterleitungsliste im Festpreis
Im Gespräch klären wir, wie Deine alte Struktur aussieht, wie viele Zeilen die Liste braucht und wann der Go-Live realistisch ist. 30 Minuten, ohne Folie.
6Der Go-Live-Tag: Erst die Liste, dann der DNS-Wechsel
Beim Fachhändler ist der Go-Live für Oktober geplant. Der Ablauf am Tag selbst ist kurz, wenn vorher alles steht. Bis dahin müssen die Weiterleitungen importiert und geprüft sein, Shopify Payments eingerichtet, eine Testbestellung durchgelaufen und die DNS-Einträge beim Domain-Verwalter. Dann wird umgeschaltet, und ab diesem Moment laufen die alten Adressen gegen Shopify.
Die Reihenfolge ist der Kern dieses Beitrags. Wer den DNS-Wechsel vor dem Import macht, hat für die Zeit dazwischen einen Shop, in dem jede alte Adresse eine Fehlerseite liefert. Google merkt das schnell, Besucher aus der Suche auch. Umgekehrt kostet es ja nichts, die Liste eine Woche vor dem Go-Live zu importieren. Sie wartet dann einfach, bis die ersten Aufrufe kommen. Bei einer Migration mit mir ist die Liste deshalb Teil des Festpreises und liegt vor dem Umzugstag im Shop.
Nach dem Umschalten helfen in den ersten Wochen drei Schritte. Du reichst die neue Sitemap unter /sitemap.xml in der Search Console ein und lässt die alte Sitemap dort stehen. Google empfiehlt beides, weil sich so verfolgen lässt, wie die alten Adressen aus dem Index verschwinden und die neuen hineinkommen. Du prüfst, ob Dein Tracking auf der Danke-Seite läuft, weil sich dort seit dem 26. August einiges geändert hat. Und Du schaust in den ersten acht Wochen regelmäßig in den Bericht „Seiten“ der Search Console, dort unter „Nicht gefunden“.
In diesem Bericht tauchen Adressen auf, die in keiner Liste standen, etwa alte Bilder, Adressen aus Newslettern oder Links aus Foren. Für die trägst Du Zeilen nach. Bei einem Shop dieser Größe dauert es laut Google einige Wochen, bis die meisten Seiten umgezogen sind. Die Weiterleitungen bleiben danach mindestens ein Jahr stehen, besser dauerhaft, denn in Shopify kosten sie nichts.
Fazit
Die Weiterleitungsliste ist bei einer Migration zu Shopify ein zentraler Teil, damit die Rankings mitkommen. Sie entsteht erst, wenn die Domain in Shopify angebunden ist, alle Ziele existieren und Sonderzeichen in beiden Schreibweisen drinstehen. Beim Fachhändler hat die Liste nach dem Stand der Planung 692 Zeilen für 443 Produkte, und jede davon hat einen Grund. Der Import selbst ist eigentlich die kleinste Arbeit an der ganzen Sache, solange er vor dem DNS-Wechsel passiert. Bei einem kleinen Shop mit wenigen Adressen kannst Du die Liste gut selbst bauen, bei vielen Sonderfällen hilft eine App oder Unterstützung.
Der erste Schritt: Exportiere aus der Search Console alle Adressen mit Klicks in den letzten zwölf Monaten und aus dem alten Shop die Sitemap. Das ist die linke Spalte Deiner Liste, und Du siehst sofort, wie viele Zeilen auf Dich zukommen.
Häufige Fragen
Macht Shopify die Weiterleitungen bei einer Migration automatisch?
Für Adressen aus dem alten System nicht, denn Shopify kennt dessen Adressstruktur nicht. Nur wenn Du innerhalb von Shopify einen Handle änderst, bietet der Admin beim Speichern eine Weiterleitung an. Für einen Umzug von IONOS, WooCommerce oder Shopware erstellst Du die Liste selbst oder mit einer App und importierst sie als CSV.
Welches Format braucht die CSV für den Import in Shopify?
Zwei Spalten mit der Kopfzeile „Redirect from,Redirect to“. Links steht der alte Pfad mit führendem Schrägstrich, rechts das Ziel als relativer Pfad oder als volle Adresse, wenn es außerhalb der Domain liegt. Weitere Spalten lässt Shopify nicht zu.
Wie lange müssen die Weiterleitungen aktiv bleiben?
Google empfiehlt, sie so lange wie möglich zu behalten, in der Regel mindestens ein Jahr. In dieser Zeit kann Google alle Signale auf die neuen Adressen übertragen. In Shopify kosten die Weiterleitungen nichts, es gibt also keinen Grund, sie später zu löschen.
Was passiert mit Produkten, die es im neuen Shop nicht mehr gibt?
Gibt es ein Nachfolgeprodukt, leitest Du die alte Adresse dorthin. Sonst ist die Kollektion, in der das Produkt gestanden hätte, ein naheliegendes Ziel, so ist es beim Fachhändler geplant. Gibt es nichts Vergleichbares, empfiehlt Google eine Fehlerseite mit dem Status 404 oder 410. Auf die Startseite solltest Du sie nicht leiten, das kann Google als weiche Fehlerseite werten.
Warum stehen manche Adressen doppelt in der Liste?
Zeichen wie das Kaufmanns-Und stehen im Browser als „&“, in Links und im Google-Index oft als „%26“. Für Shopify sind das zwei verschiedene Adressen. Steht nur eine davon in der Liste, läuft die andere auf eine Fehlerseite. Deshalb bekommt jede Adresse mit solchen Zeichen zwei Zeilen mit demselben Ziel.
Kann ich die Weiterleitungen schon vor dem DNS-Wechsel testen?
Ja, über die myshopify-Adresse des neuen Shops. Eine alte Adresse unter dieser Domain muss mit dem Status 301 antworten und das neue Ziel nennen. Eine Stichprobe von rund 30 Zeilen findet die typischen Fehler, wenn sie alle Typen enthält, also Produkte, Kategorien, Sonderzeichen, entfallene Produkte und Infoseiten. Sicherer ist es, die ganze Liste mit einem Skript oder Crawler aufzurufen.
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